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Play Store: Spotify zahlt keine oder kaum Gebühren an Google

Spotify profitiert davon, dass Google die App für unverzichtbar hält – ohne Spotify würde niemand Android-Smartphones kaufen, glaubt Google.
/ Tobias Költzsch
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Spotify hat eine spezielle Abmachung mit Google. (Bild: JONATHAN NACKSTRAND/AFP via Getty Images)
Spotify hat eine spezielle Abmachung mit Google. Bild: JONATHAN NACKSTRAND/AFP via Getty Images

Im Rahmen des Epic-Prozesses ist ein neues Detail zu Googles Preispolitik im Play Store bekanntgeworden. Demnach soll Spotify bei Nutzung seines eigenen Abrechnungsdienstes keinerlei Gebühren an Google zahlen, obwohl die Anwendung im Play Store gelistet ist, wie The Verge(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Bei Nutzung von Googles Abrechnungssystem liegt die Abgabe bei nur vier Prozent, was wesentlich weniger als der Standard von 15 Prozent ist. Es ist zwar durchaus üblich, dass Google bestimmten Unternehmen mit speziellen Rabatten entgegenkommt, ein für den App-Anbieter derartig vorteilhaftes Modell war bislang allerdings noch nicht bekannt.

Die Details hat Googles Leiter der Abteilung für globale Partnerschaften, Don Harrison, vor Gericht verraten. Zuvor soll Google versucht haben, die Zahlen nicht nennen zu müssen. Bereits in der Vergangenheit versuchte das Unternehmen, seine Spezial-Deals mit bestimmten App-Entwicklern geheim zu halten.

Google hält Spotify für wichtig für Android

Der Grund, dass Spotify ein derartig gutes Angebot bekam, liegt in der Einschätzung der App seitens Google. Demnach sei die Beliebtheit von Spotify "beispiellos", weshalb das Unternehmen einen "maßgeschneiderten" Deal bekommen habe, so Harrison. Das Risiko, Spotify aus dem Play Store zu vergraulen, war Google offenbar zu hoch.

"Wenn Spotify über die Play- und Kerndienste nicht richtig funktioniert, werden die Leute keine Android-Telefone kaufen", erklärt der Manager. Teil der Abmachung soll zudem die Einrichtung eines Erfolgsfonds gewesen sein, in den beide Unternehmen jeweils 50 Millionen US-Dollar einzahlten.

Google hat die Details der Abmachung gegenüber The Verge bestätigt. "Eine kleine Anzahl von Entwicklern, die stark in Android und Play investieren, bekommen möglicherweise andere Servicegebühren als Teil einer umfassenderen Partnerschaft, die beträchtliche finanzielle Investitionen und Produktintegrationen über verschiedene Formfaktoren umfasst", erklärt Sprecher Dan Jackson.

Google bot auch anderen Unternehmen Deals an

In den vergangenen Monaten sind einige von Googles speziellen Abkommen bekanntgeworden bzw. die Versuche, diese zu arrangieren. Demnach soll Google Netflix niedrigere Gebühren angeboten haben. Epic wollte man dafür, dass Fortnite im Play Store angeboten würde, 147 Millionen US-Dollar zahlen.


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