Play-Store-Richtlinien: Tim Sweeney verzichtet auf Recht, Google zu kritisieren
Tim Sweeney, der CEO von Epic Games, hat auf sein Recht verzichtet, Google wegen seiner App-Store-Vertriebspraktiken, Gebühren sowie Googles Umgang mit Spielen und Apps zu verklagen oder zu verunglimpfen. Wie The Verge berichtet(öffnet im neuen Fenster) , darf sich Sweeney auch nicht weiter für Änderungen an Googles App-Store-Richtlinien einsetzen.
Sweeney darf die genannten Punkte aber nicht nur nicht kritisieren, sondern muss sie sogar loben. In der Vereinbarung heißt es dazu: "Epic ist der Ansicht, dass die Google- und Android-Plattform mit den Änderungen in diesem Term Sheet wettbewerbsfördernd und ein Vorbild für den Betrieb von App Stores/Plattformen ist, und wird sich nach besten Kräften dafür einsetzen."
Ein Teil der Coalition for App Fairness, die sich für faire Vereinbarungen für die Aufnahmen von Anwendungen in App-Stores einsetzt, darf Epic bleiben. Auf Kritik, dass sich deren Aktivitäten nach der Vereinbarung aber nur noch gegen Apples App-Store richten dürften, reagierte der X-Account Epic Games Newsroom(öffnet im neuen Fenster) mit der Aussage: "Epic und Tim haben vereinbart, Google in Bezug auf App-Store-Vertrieb und Gebühren nicht zu kritisieren. Alle anderen Themen sind weiterhin verhandelbar, und Kritik ist erlaubt."
Kritik erst wieder ab dem Jahr 2032
Die Auseinandersetzung zwischen Google und Epic richtete sich gegen Googles Praktik, alternative App-Stores zu sperren, und gegen die Höhe der Servicegebühren, die App-Entwickler bezahlen mussten. Einer bei Gericht im November 2025 zur Prüfung vorgelegten Einigung kam Google zuvor, indem der Konzern die Gebühren für Entwickler senkte und diesen erlaubte, auch andere als Googles eigenes Bezahlsystem zu nutzen.
Laut The Verge hat das unterzeichnete Dokument eine Gültigkeit von fünf Jahren nach Abschluss der letzten Änderungen an Googles Servicegebühren. Diese sollten bis spätestens zum 30. September 2027 durchgeführt worden sein, womit Epic und Sweeney erst ab dem Jahr 2032 wieder gegen die genannten Punkte wettern dürften.



