Play Store: Google entfernt automatische Übersicht zu App-Berechtigungen

Google hat automatisierte Informationen zu Berechtigungen, die Apps verlangen, entfernt. App-Entwickler sollen diese Übersicht nun selbst erstellen.

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier
Entwickler sollen nun selbst entscheiden. (Symbolbild)
Entwickler sollen nun selbst entscheiden. (Symbolbild) (Bild: Mika Baumeister/Unsplash-Lizenz)

Google hat die Darstellung von Berechtigungen, die Apps benötigen, geändert. Bisher konnten Nutzer eine Übersicht zu den Berechtigungen, die automatisiert erstellt wurde, bei jeder App einsehen. Nun sollen wohl die App-Entwickler selbst einstellen können, welche Angaben sie preisgeben. Das US-Medium Ghacks hatte zuvor darüber berichtet.

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Golem.de kann die Änderung nachvollziehen: Beispielsweise bei dem Lieferservice Flink werden die Berechtigungen genau aufgeschlüsselt. So steht am Beginn der Übersicht eine Notiz, dass die Entwickler diese Information bereitgestellt haben. Flink weist unter anderem darauf hin, dass sich die benötigten Berechtigungen ändern können, wenn sich die App-Version, die Nutzung, der Standort oder das Alter des Nutzers ändern.

Alexa-App sagt nicht, was sie sammelt

Gleichfalls haben wir ein Beispiel gefunden, bei dem die Entwickler scheinbar keine Daten diesbezüglich übermittelt haben. Bei der Assistenz-App Amazon Alexa steht unter dem Punkt Datensicherheit nur: "Keine Informationen verfügbar". Die Lautsprecher und Mikrofone, die mit Amazon Alexa gesteuert werden, werden immer wieder von Datenschützern kritisiert.

Google weist darauf hin, dass Entwickler solche Information zu Datenschutz und Datensicherheit zur Verfügung stellen "können". So sind die Entwickler von Google wohl nicht verpflichtet worden, diese Übersichten zu übermitteln. Wir haben kurzfristig bei Google angefragt, wie es zu dieser Änderung kam, und ob eine Verpflichtung zu solchen Selbstangaben kommen soll. Wir tragen eventuelle Antworten nach.

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Das Apps allem Anschein nach nun vor der Installation durch den Nutzer verheimlichen können, was sie alles sammeln, ist eine Frechheit. Google schwächt die Selbstbestimmung der Nutzer und somit auch den Datenschutz. Bitte nachbessern.

Nachtrag vom 22. Juli 2022, 9:20 Uhr

Am Abend des 21. Juli 2022 hat uns ein Sprecher von Google mitgeteilt, dass das Unternehmen seine Entscheidung revidiert. Auf Twitter schreibt das Android-Entwickler-Team: "Wir haben Ihr Feedback gehört, dass Sie den Abschnitt mit den App-Berechtigungen in Google Play nützlich finden und haben beschlossen, ihn wieder einzuführen. Der Abschnitt zu den App-Berechtigungen wird in Kürze wieder verfügbar sein."

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023,-+ 23. Jul 2022 / Themenstart

wenn irgend möglich (das ist zugegebenermassen selten) einen anderen AppStore verwenden...

schnedan 19. Jul 2022 / Themenstart

Viele Rechte = viel Tracking = viel Werbeeinnahmen für Google. Google ist ein...

Stufu 19. Jul 2022 / Themenstart

Wann endlich wird verstanden, dass das "das" nur dann einen Nebensatz einleiten kann...

Lapje 19. Jul 2022 / Themenstart

Geht es Dir jetzt besser? Schön das wir helfen konnten dass Du Dich erhabener und...

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