Play Store: Google entfernt 500 Android-Apps mit 100 Millionen Downloads

Das Werbeframework Igexin hat in rund 500 Apps aus dem Play Store Code nachgeladen, der private Daten der Nutzer ausliest und versendet. Die meisten App-Hersteller wissen wohl nicht genau, was das Software-Development-Kit tut, Google hat die betroffenen Apps entfernt.

Artikel veröffentlicht am ,
Google hat rund 500 Apps aus dem Playstore entfernt.
Google hat rund 500 Apps aus dem Playstore entfernt. (Bild: Lookout)

Google hat rund 500 Apps aus seinem Play Store entfernt, die ein Software-Development-Kit (SDK) enthalten, mit dem private Daten der Nutzer an einen Werbeanbieter übertragen werden können. Die Apps wurden insgesamt etwa 100 Millionen Mal heruntergeladen. Nicht alle entfernten Apps haben das Igexin-Framework enthalten, sie verfügten aber über die Möglichkeit, dieses nachträglich zu installieren. Über Igexin können Werbeanzeigen in Apps ausgespielt werden.

Stellenmarkt
  1. Portfolio Demand & Roadmap Manager (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. System Engineer - Azure Cloud (m/w/d)
    Interhyp Gruppe, München
Detailsuche

Nach Angaben der Sicherheitsfirma Lookout nutzen Kriminelle immer häufiger die Möglichkeit, Schadcode nachzuladen, um Googles Kontrollen, wie etwa Google Play Protect, zu umgehen. Die meisten App-Anbieter wissen nach Angaben von Lookout vermutlich nicht, welche Funktionen das SDK genau bereitstellt und welchen Effekt es auf die Nutzer haben kann. Betroffen seien unter anderem Spiele-Apps für Kinder mit 50 bis 100 Millionen Downloads sowie Wetterapps mit 1 bis 5 Millionen Downloads. Außerdem sollen weitere Apps aus den Bereichen Gesundheit, Fitness und Reise betroffen gewesen sein.

Routinemäßige Untersuchung bringt geheime Downloads zum Vorschein

Bei einer "routinemäßigen Untersuchung" des Datenverkehrs einer App waren den Sicherheitsforschern große, verschlüsselte Downloads aufgefallen, nachdem diese eine Api unter der Adresse http://sdk[.]open[.]phone[.]igexin.com/api.php angefragt hatten. Über diesen Pfad wurde dann offenbar Plugins nachgeladen, die private Informationen der Nutzer aufzeichnen und weitergeben, etwa Informationen über getätigte Anrufe. Grundsätzlich könnten auch andere Funktionen nachgeladen werden.

Die nachinstallierten Module können allerdings nur die Berechtigungen nutzen, die der App selbst auch eingeräumt wurden. Trotzdem verstoßen die Apps gegen die Regelungen des Appstores und wurden deshalb entfernt. Nutzer sollten genau prüfen, ob sie einer App alle geforderten Berechtigungen erteilen wollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lachser 31. Aug 2017

"Trotzdem verstoßen die Apps gegen die Regelungen des Appstores und wurden deshalb...

User_x 25. Aug 2017

und bei apple ist nicht jeder ein möchtegernprogrmmierer? das über den eintrittspreis zu...

css_profit 24. Aug 2017

Nein, dass ist keine Funktion von Android, sondern ein (ach so böser) Zusatz von einigen...

Magroll 24. Aug 2017

Mals sehen was kommt wenn die neue EU DSGVO ab 2018 zieht. Da sind ja zumindest mal...

Magroll 24. Aug 2017

"sollten" ist in der IT immer einer der Begriffe die bei mir Sorgen verursachen. Werde...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessoren
Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
Artikel
  1. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Dieses Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  2. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  3. Fleet: Jetbrains bringt neuen leichtgewichtigen Editor
    Fleet
    Jetbrains bringt neuen leichtgewichtigen Editor

    Die IDE-Spezialisten von Jetbrains reagieren auf den Druck durch Visual Studio Code. Zudem gibt es nun Remote-Entwicklung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /