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Screenshot aus The Lion's Song Episode 2
Screenshot aus The Lion's Song Episode 2 (Bild: Mipumi Games)

Auch Games können typisch österreichisch sein

Einer der Nachfahren von Rockstar Vienna war die Firma Mi'pu'mi Games, die sich tatsächlich aus ehemaligen Mitarbeitern rekrutierte - und ab 2009 erst Spiele für DS und DSi und später dann für Browser entwickelte. Das aktuelle Projekt von Mi'pu'mi ist The Lion's Song, ein episodisches Point-and-Click-Adventure für PC, das Anfang des 20. Jahrhunderts in Österreich spielt und bekannte Persönlichkeiten wie Klimt oder Freud spielbar macht.

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Jogi Neufeld sieht Games wie The Lion's Song als besonders vielversprechend an: "Mit dem Medium wird formell und inhaltlich experimentiert. Es werden auch lokale Geschichten erzählt." Ein weiteres aktuelles Beispiel ist 1700, das bei Play Austria zu sehen ist: Das Newsgame macht die Erstürmung eines besetzten Hauses in Wien interaktiv erlebbar - und erinnert gleichzeitig an den Klassiker Lemmings. "Wir wollen zeigen, dass bei der Spieleentwicklung durchaus etwas typisch Österreichisches rauskommen kann", betont Neufeld. "So wie es österreichische Literatur gibt und österreichischen Film." Neufeld denkt den Gedanken weiter: "Vielleicht gibt es irgendwann mal den Thomas Bernhard, Ulrich Seidl oder Michael Haneke des Computerspiels".

Es fehlt an Know-how

Dennoch bleibt natürlich die Frage, warum österreichische Spiele (noch) nicht im Rampenlicht stehen. "Um die Branche in größeren Schritten weiterzubringen, bräuchte es mehr spezifisches Know-how", sagt Neufeld. "Ubisoft hat kurz überlegt, in Wien ein Büro aufzumachen, sich dann aber dagegen entschieden. Das wäre wahrscheinlich ein Schritt in die richtige Richtung gewesen." Auch Neufeld sagt: Das Know-how eines AAA-Studios würde auf die gesamte Branche abstrahlen. "Und im besten Fall würden die AAA-Mitarbeiter nach ein paar Jahren eigene Studios gründen - so, wie es in Toronto oder Paris gut funktioniert."

Aber auch im Mittelfeld lässt es sich ganz gut leben. Ein Beispiel ist die Grazer Firma Bongfish, die mit rund 50 Angestellten zu den größten Arbeitgebern der österreichischen Spielebranche zählt. Bongfish hat mit Spielen wie Motocross Madness und Red Bull Racers auf sich aufmerksam gemacht - und mit dem Schlümpfe-Lizenzspiel The Smurf's Village gerade guten Erfolgt.

International bekannt ist auch die Moon Studios GmbH aus Wien: Sie landete mit Ori and the Blind Forest (2015) einen Hit und arbeitet gerade an dessen Fortsetzung: Ori and the Will of the Wisps.

Ein echter Welterfolg gelang dem Indie-Studio Kunabi Brother aus Wien: Das Mobile Game Blek (2013) wurde millionenfach für iOS und Android heruntergeladen. Auch Zuliefer- und Service-Firmen spielen in der österreichischen Games-Industrie eine immer wichtigere Rolle. Beispiele sind Rabcat, Denuvo und Hitbox. Selbst die Novomatic-Gruppe, mit rund 24.000 Mitarbeitern im Online-Gambling tätig, hat mit Greentube mittlerweile ein Spielestudio gegründet.

 Play Austria: Die Kaffeehauskultur reicht bis in die SpielebrancheWarten auf den Funken 

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mhstar 18. Sep 2017

Förderungen in Österreich hängen auch davon ab, wen man kennt, welcher Partei man nahe...

mhstar 18. Sep 2017

... wenn mir Spieledesign taugt, wieso sollte ich in Österreich bleiben, wenn dort nichts...

mhstar 18. Sep 2017

Wenn man Kinder hat, und sie in "guter Gesellschaft" aufziehen will, gibt es nur 2-3...



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