Plattformwirtschaft: Gorillas und Freenow schneiden schlecht ab

Fairwork hat die Arbeitsbedingungen bei Plattform-Arbeitgebern wie Gorillas und Lieferando bewertet - mit gemischten Ergebnissen.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Die Bequemlichkeit einer Fahrradlieferung gilt nicht für die Angestellten vieler Dienste.
Die Bequemlichkeit einer Fahrradlieferung gilt nicht für die Angestellten vieler Dienste. (Bild: Mika Baumeister/Unsplash)

Das Projekt Fairwork hat zum zweiten Mal seinen Jahresbericht über die Plattformwirtschaft in Deutschland veröffentlicht. Dabei hat sich das Projekt Anbieter wie Lieferando, Gorillas oder Freenow angeschaut und anhand eines Wertungssystems die jeweiligen Arbeitsverhältnisse eingeordnet. Vergleichsweise gut schneiden danach Lieferando, Wolt und Zenjob ab, während Helpling, Gorillas, Freenow und Uber auf den letzten Plätzen landen.

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Fairwork überprüft durch Interviews mit den Plattformen sowie ihren Angestellten, wie die jeweiligen Unternehmen in den fünf Punkten Bezahlung, Arbeitsbedingungen, Verträge, Management-Prozesse und Mitbestimmung abschneiden. Besonders im Fokus des Berichts stehen die Unternehmen Gorillas und Wolt. Aber auch die Taxi-App Freenow oder Haushaltshilfe-Vermittlung Helpling wurden untersucht.

Während der Corona-Pandemie haben auch in Deutschland noch mehr Menschen als zuvor Online-Plattformen für die Lieferung von Lebensmitteln genutzt. Obwohl die Gastronomie mittlerweile wieder mit weniger Einschränkungen geöffnet hat, rechneten die Betreiber der Lieferdienste Ende 2021 nicht mit einem Rückgang der Bestellungen. Mitten im rasanten Wachstum hatten Unternehmen wie Flink auch mit technischen Problemen und Datenlecks zu kämpfen.

Gorillas bleibt das schwarze Schaf

Das Startup Gorillas zählt zu den deutschen "Einhörnern", also Unternehmen, die mit mehr als einer Milliarde bewertet werden. In diesem Jahr will man weitere 700.000 US-Dollar einsammeln. Der Fahrradkurierdienst steht schon länger in der Kritik. Dabei geht es vor allem um die Behandlung seiner Angestellten, aber auch Sicherheitsbedenken. Das Unternehmen verspricht, über eine App bestellte Lebensmittel innerhalb von zehn Minuten liefern zu können. Dafür eröffnet das Unternehmen gerade in Wohngebieten Logistikzentren, was zu Konflikten mit Anwohnern führte. Laut Fairwork sind auch verspätet gezahlte oder falsch berechnete Löhne nach wie vor ein Problem für die Mitarbeiter.

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Seit dem Jahr 2021 kam es in Berlin aus diesen Gründen vermehrt zu Streiks. Das Unternehmen entließ damals mehrere Fahrer fristlos. Auch der Versuch einer Betriebsratsgründung wurde von der Geschäftsleitung massiv gestört - erfolglos. Bei Essenslieferdienst Lieferando gibt es bereits Arbeitnehmervertretungen.

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