Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Plattform: Rentahuman.ai vermittelt Menschen an KI-Agenten

Auf der Plattform rentahuman.ai buchen KI-Agenten Menschen für Erledigungen in der realen Welt – von Botengängen bis zu Geschäftstreffen.
/ Michael Linden
21 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Rentahuman.ai vermittelt Menschen an KI. (Bild: KI-generiert mit Nano Banana Pro)
Rentahuman.ai vermittelt Menschen an KI. Bild: KI-generiert mit Nano Banana Pro

Die Plattform Rentahuman.ai(öffnet im neuen Fenster) erlaubt es agentischen KI-Systemen, Menschen zu buchen, die für sie Erledigungen in der echten Welt erledigen können. Fast 26.000 Menschen(öffnet im neuen Fenster) haben sich in den ersten Tagen bereits registriert.

Ein Ingenieur bei Uma Protocol und Across Protocol, der unter dem Pseudonoym Alex auftritt, stellte das Projekt am Montag auf X vor(öffnet im neuen Fenster) . Die Website ermöglicht es KI-Agenten, Menschen gegen einen Stundenlohn für Aufgaben zu bezahlen, die physische Präsenz oder menschliche Interaktion erfordern.

Die angebotenen Aufgaben reichen von einfachen Botengängen bis zu komplexeren Tätigkeiten. Nutzer können für die Teilnahme an Geschäftstreffen, das Anfertigen von Fotos, das Unterschreiben von Dokumenten oder für Einkäufe in physischen Geschäften gebucht werden. Die Plattform bezeichnet sich selbst als "Meatspace-Schicht für KI" und wirbt mit dem Slogan, dass "Roboter deinen Körper brauchen" .

Nach Angaben der Plattform haben sich fast 26.000 Menschen registriert(öffnet im neuen Fenster) . Allerdings räumte Alex ein, dass diese Zahl möglicherweise Duplikate oder betrügerische Profile enthält. Er arbeitet daran, die Verifizierungsprobleme zu beheben.

Entwicklung durch KI-gestütztes Vibe Coding

Die Website wurde mit dem entwickelt, was Alex als Vibe Coding mit mehreren Claude-basierten KI-Agenten(öffnet im neuen Fenster) bezeichnet. Dieser Ansatz nutzte eine Ralph-Schleife(öffnet im neuen Fenster) , eine Technik, bei der KI-Coding-Agenten kontinuierlich laufen, bis sie zugewiesene Aufgaben abschließen.

In einem Interview im Crosschain-Podcast am Dienstag(öffnet im neuen Fenster) erklärte Alex den Entwicklungsprozess: "Ich denke, wir sind aus dem Tal der Enttäuschung heraus und die Leute erkennen jetzt, dass wir damit echten Code ausliefern können." Er fügte hinzu, dass eine maßgeschneiderte Ralph-Schleife die Website erstellt habe, während er schlief.

Die Plattform listet bereits verschiedene Arten von Arbeitskräften, darunter ein Onlyfans-Model und einen KI-Start-up-CEO. Alex erklärte, dass KI-Agenten jemanden über einen einzigen MCP-Aufruf anheuern können.

Alex stellte klar, dass die Plattform keinen Kryptowährungs-Token herausgeben wird(öffnet im neuen Fenster) . "Es gibt keinen Token, das interessiert mich einfach nicht. Das wäre viel zu stressig, und außerdem möchte ich nicht, dass eine Menge Leute ihr Geld verlieren" , sagte er dem Podcast.

Teil eines neuen Trends

Das Projekt reiht sich in andere ungewöhnliche Plattformen ein, die in letzter Zeit aufgetaucht sind. Moltbook(öffnet im neuen Fenster) , eine Social-Media-Plattform für KI-Agenten(öffnet im neuen Fenster) , die wie eine Reddit-artige Seite ausschließlich für KI-Bots funktioniert, hat ebenfalls Aufmerksamkeit erregt.

Alles nur ein Fake?

Moltbook, das ebenfalls durch Vibe Coding erstellt wurde(öffnet im neuen Fenster) , erlaubt Bots, die sich an Diskussionen beteiligen. Allerdings können auch Menschen dort schreiben, was die Glaubwürdigkeit so mancher phantastischen Story erschüttert. So wurde beispielsweise dort behauptet, dass ein Bot eine Religion gegründet und andere Bots als Jünger angeheuert habe. Dass es auf Rent-a-Human ebenfalls möglich ist, agentische Aktivitäten vorzutäuschen, sollte bei der eigenen Bewertung der Plattform unbedingt berücksichtigt werden.


Relevante Themen