Platooning: Vernetzte Lkw dicht gedrängt auf der A9

Vernetzte Lastwagen der Spedition Schenker sind jetzt beladen und in dichter Folge auf der A9 zwischen München und Nürnberg unterwegs. Verbunden sind sie im Platooning-Verfahren durch eine unsichtbare elektronische Deichsel, welche die Abstände wahrt.

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DB Schenker und MAN bringen vernetzte Lkw in den Praxiseinsatz.
DB Schenker und MAN bringen vernetzte Lkw in den Praxiseinsatz. (Bild: DB Schenker)

Die automatisierte Kolonnenfahrt, im Englischen Platooning genannt, soll durch das Windschattenfahren Sprit sparen. Auf der A9 sind nun dreimal täglich Lkw der Spedition Schenker auf diese Weise im Alltagsbetrieb unterwegs. Die Fahrten auf der 145 km langen Strecke finden bis Anfang August 2018 noch ohne Ladung statt, danach werden die Platoons beladen mit Stückgut wie Maschinenteilen, Getränken oder Papier täglich mit bis zu drei Fahrten unterwegs sein. Aktuell sind zwei vernetzte MAN-Lkw unterwegs. Gefördert wird das Pilotprojekt mit rund zwei Millionen Euro durch den Bund.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte: "Wir bringen die Technik von morgen auf die Straße von heute, erproben das intelligente Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Material." Ihm zufolge handelt es sich um den erstmaligen Einsatz von Lkw-Platoons in Deutschland. Alle im Platoon fahrenden Fahrzeuge sind durch eine sogenannte elektronische Deichsel mittels Car-to-Car-Kommunikation miteinander verbunden. Das führende Fahrzeug gibt die Geschwindigkeit und die Richtung vor. Die LKW fahren im Abstand von nur zwölf bis 15 Metern hintereinander her. Die Lkw sind weiterhin bemannt, die Auswirkungen des Platoonings auf die Arbeit der Fahrer wird von der Hochschule Fresenius per Begleitstudie untersucht. So sollen Erfahrungen der Fahrer einbezogen und das Berufsbild weiterentwickelt werden.

In den USA erprobt Daimler mit Lastkraftwagen auf einigen US-Highways das Platooning-Verfahren. Auch Tesla hat Interesse an der Technik, die beim geplanten Elektro-Lkw ebenfalls zum Einsatz kommen soll. Auch dort geht es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um eine Erhöhung der Reichweite. Mit dem europäischen Forschungsprojekt Safe Road Trains for the Environment (Sartre) wird Platooning ebenfalls erforscht, wobei sich dabei auch Pkw in den Straßenzug eingliedern können.

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Prypjat 28. Jun 2018

Die Beschleunigungsspur ist kein Seitenstreifen.

Prypjat 28. Jun 2018

Üblicherweise fährt man die Strecken regelmäßig und weiß, wann die zu nehmende Abfahrt...

Prypjat 28. Jun 2018

Heute gilt auf Deutschen Autobahnen eher die Faustregel: bei 100km/h eine Armlänge Abstand.

Klausens 27. Jun 2018

Allerdings als Side-By-Side-Platooning



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