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Plastikmüll im Pazifik: Ocean Cleanup ist vorerst vom Säubern der Weltmeere zurück

Etwa 500 Tonnen an Müll wurden aus dem Pazifischen Ozean gefischt. Die komplette Säuberung vom Great Pacific Garbage Patch könnte fünf bis zehn Jahre dauern.
/ Patrick Klapetz
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Eine Luftaufnahme von der Vorrichtung, die Plastikmüll aus Gewässern fischt. (Bild: The Ocean Cleanup)
Eine Luftaufnahme von der Vorrichtung, die Plastikmüll aus Gewässern fischt. Bild: The Ocean Cleanup

Nach drei Jahren der Extraktion von Plastikmüll aus dem Great Pacific Garbage Patch (großer pazifischer Müllteppich) geht die gemeinnützige Umweltorganisation The Ocean Cleanup davon aus(öffnet im neuen Fenster) , dass sie ihre Arbeit innerhalb eines Jahrzehnts abschließen kann.

Die im Pazifischen Ozean zwischen Kalifornien und Hawaii treibende Masse von etwa 79.000 Tonnen Plastik ist doppelt so groß wie Texas und wächst nach Angaben von Forschungsteams exponentiell an. Wie sich herausstellte, stammt ein großer Teil des Plastikmülls im Pazifik aus der Fischerei .

In den drei Jahren, in denen die Ocean-Cleanup-Schiffe auf See waren, entfernten sie mehr als 500.000 Kilogramm Müll. Das entspricht etwa 0,5 Prozent der gesamten Müllansammlung. Zusätzlich zur Beseitigung von Abfällen aus dem Müllgebiet stellte The Ocean Cleanup Müllabfangvorrichtungen an den müllreichen Zugängen zu den Weltmeeren auf .

Dauer und Kosten der Säuberung

Beim derzeitigen Stand der Dinge würde die Säuberung ein Jahrzehnt dauern und 7,5 Milliarden Dollar kosten, erklärte die in den Niederlanden ansässige Organisation in einer Pressemitteilung. Die Aufräumschiffe setzen riesige U-förmige schwimmende Barrieren ein, um den Müll zu einem zentralen Punkt zu leiten, wo er dann an Bord geladen und an Land gebracht werden kann.

"Sechs Jahre nachdem The Ocean Cleanup von San Francisco aus mit dem Ziel losgesegelt ist, eine Technologie zu entwickeln, mit der die Weltmeere von Plastik befreit werden können, kehrt sie mit dem nötigen Wissen und Know-how nach San Francisco zurück, um den Great Pacific Garbage Patch in die Geschichtsbücher zu verbannen" , heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation(öffnet im neuen Fenster) .

Computermodelle der Gruppe deuten darauf hin, dass ein aggressiverer Ansatz die Aufgabe in nur fünf Jahren erledigen und vier Milliarden Dollar kosten könnte – also fast die Hälfte an Zeit- und Kostenersparnis. Wie die Gruppe auf diese Werte kommt, wurde nicht transparent gemacht. Für das Jahr 2025 wird sie eine einjährige operative Pause einlegen. In dieser Zeit sollen die Gebiete mit starker Plastikansammlung kartiert werden, um die Extraktion noch besser organisieren zu können.


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