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An dem Aussehen von Plasma Mobile kann sich noch einiges ändern.
An dem Aussehen von Plasma Mobile kann sich noch einiges ändern. (Bild: Sebastian Kügler)

Plasma Mobile: Ein Smartphone-OS von und für die Community

An dem Aussehen von Plasma Mobile kann sich noch einiges ändern.
An dem Aussehen von Plasma Mobile kann sich noch einiges ändern. (Bild: Sebastian Kügler)

Zur Entwicklung der Smartphone-Oberfläche Plasma Mobile soll von nun an jeder beitragen können. Die Begeisterung dazu ist auf der Akademy groß, denn nun fangen die Arbeit und das Basteln erst an. Dabei gewinnt die KDE-Community schon jetzt neue Mitglieder.
Von Sebastian Grüner

Mit Plasma Mobile ist noch ein weiteres Linux-basiertes System für Smartphones entstanden. Bei der bereits existierenden und vielfältigen Konkurrenz wirft das natürlich die Frage auf, ob das überhaupt nötig sei. Auf der KDE-Jahreskonferenz wird dies aber von den meisten Teilnehmern deutlich mit einem "Ja" beantwortet. Immerhin verfolgen die Entwickler damit einen in der Open-Source-Welt sehr wichtigen Gedanken: "Scratch your own itch".

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Vorgegebenes Ziel ist es demnach, eine Oberfläche zu erstellen, die den Bedürfnissen der Ersteller genügt. Das heißt, es soll komplett freie Software genutzt und die Entwicklung soll von der Community getragen werden, statt von einem Unternehmen kontrolliert zu werden.

Konsequent freie Software

So hat das bei vielen Linux-Nutzern beliebte Sailfish OS von Jolla eine proprietäre Oberfläche. Das weit verbreitete Android von Google sowie einige darauf aufbauende ROMs verfügen zwar über eine frei verfügbare Oberfläche. Außenstehende können sich aber nicht direkt an der Entwicklung beteiligen.

Das gilt im eingeschränkten Sinne auch für Ubuntu Touch. Zwar nutzt Canonical dafür sogar Copyleft-Lizenzen und akzeptiert Beiträge von Dritten, aber nur unter der Bedingung einer sehr weitreichenden Lizenzvereinbarung zum Übertragen der Urheberrechte. Damit hätte Canonical jederzeit die Möglichkeit, Ubuntu Touch unter anderen Lizenzen theoretisch sogar proprietär weiter zu verbreiten. Das wird aber von vielen abgelehnt.

Plasma Mobile soll dagegen immer frei bleiben. Deshalb wird die Smartphone-Oberfläche mit Hilfe der KDE-Infrastruktur entwickelt, wo auch der Quellcode bereitsteht. Die Entwickler verwenden Copyleft-Lizenzen, doch Lizenzvereinbarungen wie bei Ubuntu sind für Beiträge nicht nötig.

Darüber hinaus ist es vergleichsweise einfach, zu der Entwicklung beizutragen. Auch wenn Clemens Tönnies jun. mit seiner Firma Blue Systems einige Kernentwickler wie Martin Gräßlin oder Sebastian Kügler finanziert, wird etwa der Plasma-Desktop nach wie vor mit der Hilfe von vielen in ihrer Freizeit erstellt. Oder als Teil ihrer Arbeit für andere Unternehmen.

Open Source ohne Business-Plan

Die bisherigen Arbeiten an Plasma Mobile waren aber ein rein internes Projekt von Blue Systems. Angefangen habe das eher als technische Studie vor fast einem Jahr, wie Kügler im Gespräch mit Golem.de berichtet. Zunächst sei aber nicht viel Zeit in Plasma Mobile investiert worden.

Doch in den vergangenen Monaten haben die Angestellten von Blue Systems einen Großteil ihrer Zeit auf die Mobile-Entwicklung verlagert. Schließlich sollte auf der Akademy ein funktionierender Prototyp gezeigt werden können. Diese Anstrengungen beeinflussten auch die Entwicklung des Desktops positiv, was etwa an den Wayland-Arbeiten sichtbar wird.

Von nun an soll Plasma Mobile aber von der gesamten Community entwickelt werden. Das Verhalten von Tönnies wird von seinen Angestellten dabei weiterhin als philanthropisch bezeichnet. Er selbst bestätigt auch, dass für Blue Systems ebenso wie für Plasma Mobile kein Geschäftsplan existiert. Dadurch wird auch verhindert, dass weder der Druck noch die Erwartung entstehen, ganz schnell ein verkaufbares Produkt erstellen zu müssen.

Ausgehend von dem noch sehr rudimentär wirkenden Prototyp hat die Community die Akademy dazu genutzt, grundlegende Dinge für Technik und Design zu erörtern. Die öffentlichkeitswirksame Ankündigung führte dabei auch zu Kontakten und Kooperationen mit Personen außerhalb der KDE-Community, die vielleicht schon bald einen komplett freien Software-Stack ermöglichen.

Happy Hacking an allen Baustellen 

eye home zur Startseite
Jasmin26 31. Jul 2015

ja, und was willst du jetzt mit dieser Frage ?

Seitan-Sushi-Fan 30. Jul 2015

Erstens ist es gar keine Konkurrenz für Jolla und Canonical (ob daraus irgendwann mal ein...

Seitan-Sushi-Fan 30. Jul 2015

Naja, Active war auf Tablets ausgelegt und die Vivaldi-Firma hat dicht gemacht. Die...

Seitan-Sushi-Fan 30. Jul 2015

Ganz schön wortreich, dafür dass es dich angeblich gar nicht interessiert...



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