Mit HDMI 2.1 entfällt ein wichtiger Flaschenhals

Seit Einführung von HDMI 2.1 kann die HDMI-Schnittstelle mit 48 Gbit/s auch 120 Hz unkomprimiert mit voller Farbabtastung und 12 Bit in 4K entgegennehmen. Mit DSC-Komprimierung sollten die gleichen Parameter auch bei 8K möglich sein. Hierbei ist zu beachten, dass 8K-Inhalte noch sehr rar sind und abseits von Youtube auch noch keine etablierten Vertriebsplattformen für diese Auflösung existieren.

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Bildfrequenzen oberhalb von 60 Hz sind nur bei Videospielen oder bestimmten Computeranwendungen sinnvoll einzusetzen, in Film und Fernsehen spielen die hohen Frequenzen in absehbarer Zeit noch keine Rolle.

In der Farbwiedergabe hat sich die Industrie in den letzten Jahren auf den DCI-P3-Farbraum festgelegt. Dieser diente zuerst vornehmlich als Grundlage für das Mastering im digitalen Kino. Prinzipiell wird UHD aber im deutlich größeren REC.2020-Farbraum definiert und es liegt sowohl an den Anbietern der Hardware als auch der Inhalte, diese Möglichkeiten in Zukunft zu nutzen.

Gerade die Darstellung grüner Schattierungen würde hiervon sehr profitieren. Mit dem voll umfänglichen Ausschöpfen des Farbraums würde sich auch anbieten, von der zurzeit etablierten 10-Bit-Farbkanal-Auflösung auf 12 Bit zu wechseln.

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Damit könnte man unerwünschte sichtbare Farbabstufungen in dem jetzt deutlich größeren Farbraum vermeiden. Der Standard und die Schnittstellen würden das ermöglichen. Jetzt müssen nur noch die Display-Hersteller nachziehen.

Display-Helligkeit ist kein Selbstzweck

Der Trend, die Spitzenhelligkeit ins Zentrum der Bildqualität zu stellen, muss aus fachlicher Sicht kritisch hinterfragt werden. Sowohl SD- als auch HD-Inhalte werden bis heute für einen dunklen Raum in einem Helligkeitsbereich von 0 bis 100 cd/m2 gemastert. Es ist schlicht nicht vorgesehen, diese Inhalte mit einer deutlich höheren Helligkeit zu betrachten.

Darüber hinaus sollten Inhalte mit diesen Videonormen in den nächsten Jahren weiterhin den Großteil der konsumierten Medieninhalte ausmachen. HDR wächst zwar stetig, ist aber immer noch auf einem relativ bescheidenen Niveau. Es mangelt einerseits an entsprechenden Materialien, da HDR erst mit einem relativ hohen Aufwand in neuen Produktionen mit aufgenommen werden muss.

Älteres Material lässt sich nur mit HDR neu einlesen, wenn entsprechende Filmrollen in ausreichender Qualität vorliegen. Aber auch bei der Distribution hapert es. Beispielsweise werden Großereignisse wie die Olympischen Spiele und Fußballwettbewerbe schon seit mehreren Jahren immer wieder in HDR produziert, aber ein Sender, der dieses Format in Deutschland regelmäßig in sein Programm mit aufnimmt, muss noch gefunden werden.

Natürlich können die Lebensumstände ein gewisses Abweichen von der Norm erfordern. Fernsehen bei Tageslicht und vielleicht sogar ein besonders lichtdurchfluteter Raum lassen eine Anhebung der Grundhelligkeit beispielsweise sinnvoll erscheinen.

Dies sollte man aber trotzdem mit Bedacht tun, um die Bildkomposition nicht vollends willkürlich werden zu lassen. Ein dunkler Horrorfilm wird im gleißenden Sonnenlicht seine Wirkung einfach nicht entfalten können, egal wie hell der Fernseher eingestellt wird. Der Inhalt muss in erster Linie zur Umgebung passen.

Bildschirme bis 300 cd/m2 haben sich im Alltag bewährt

Im EDV-Bereich haben sich Spitzenhelligkeiten von 300 cd/m2 zum Arbeiten in einem Bürogebäude bei Tageslicht bewährt. Hellere Bildschirme können sogar auf Dauer für den Organismus belastend werden. Es handelt sich hier um eine Jahrzehnte lang bewährte Norm und kaum jemand hat sich beim Arbeiten unter diesen Bedingungen darüber beschwert, dass die Bildschirme zu dunkel sind.

Diese Faustregel sollte man auch beim Fernsehen nicht außer Acht lassen. Das menschliche Auge kann sich sehr gut an unterschiedliche Helligkeitsniveaus anpassen und mit einer Spitzenhelligkeit von 300 cd/m2 sollte auch am Tage keine Sorge bestehen, dass der Fernseher vielleicht zu dunkel sein könnte.

Helligkeiten jenseits der 300 cd/m2 sind in der Praxis in geschlossenen Wohnräumen eigentlich nicht geboten. Sie sind daher für die Wiedergabe von SD- und HD-Inhalten nicht von Relevanz.

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 2K, 4K, 8K - was braucht man fürs Wohnzimmer?OLED als neue Display-Technik 
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Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Bei der Aussage im Artikel ging es aber in erster Linie um die Bildqualität - zumal...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Was heißt denn "sowas" - Artikel nicht gelesen? Wenn doch, basiert diese Aussage aber...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Entspricht nicht meiner Erfahrung - sowohl zuhause, als auch beim Kunden und diversen...

Achranon 07. Jan 2022 / Themenstart

Oder man macht Filme/Serien/TV Sendungen generell dunkler. Dann wäre es auf natürliche...

Elias Dinter 07. Jan 2022 / Themenstart

Es ist richtig, das die LG Panels den Innenwiderstand messen um die Helligkeiten an dem...

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