2K, 4K, 8K - was braucht man fürs Wohnzimmer?

Zunächst betrachten wir die räumliche Auflösung. Als Nachfolger des 2 Millionen Pixel fassenden HDTVs ist UHD mit 4K (8 Millionen Pixel) und 8K (33 Millionen Pixel) spezifiziert.

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Traditionell gibt es bei jeder Erhöhung der Auflösung die leidige Diskussion, ob man diese braucht und ob man überhaupt noch Unterschiede zwischen den Standards wahrnehmen kann.

Betrachten wir die Sache nüchtern und gehen von einer Auflösungsfähigkeit des menschlichen Auges von einer Bogenminute aus. Als Auflösung wird hier die Unterscheidbarkeit zweier benachbarter Pixel herangezogen.

Ordnen wir jedem Pixel eine Bogenminute zu. Für die 4K-Auflösung ergeben sich hiermit 3.840 (Pixel) multipliziert mit 1/60 Grad.

  • Die Formel für den Mindestabstand zum TV (Bild: Elias Dinter)
Die Formel für den Mindestabstand zum TV (Bild: Elias Dinter)
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Das ergibt einen Winkel von 64°. Setzt man dies in eine passende trigonometrische Funktion für gleichschenklige Dreiecke ein, ist der Abstand A = 1 / (2*tan(1/2 * Winkel)) * Bildbreite. Im Falle von 4K ergibt sich ein Wert von 0,8 der Bildbreite, für HD 1,54 und für die 8K-Auflösung nur noch 0,24-mal die Bildbreite.

Als Beispiel für einen 4K-fähigen 65-Zoll-Fernseher mit einer Bildbreite von 145 cm ergibt sich mit dem Faktor 0,8 multipliziert ein passender Abstand von 116 cm. Sitzt man näher, sollte man unter den getroffenen Annahmen noch Pixel unterscheiden können. Bei gleicher Größe, aber mit HD-Auflösung, ist der Faktor 1,54 und man sollte nicht näher als 223 cm zum Gerät sitzen.

Jetzt sollte man aber nicht dem Irrtum unterliegen, diese Zahlen als absolut zu verstehen. Die menschliche Wahrnehmung ist sehr komplex und das Auflösungsvermögen variiert zum Beispiel mit dem Kontrast und der Helligkeit.

Die menschliche Wahrnehmung ist ein komplexer Vorgang

Auch ist unser Auge auf die Wahrnehmung unserer Umwelt optimiert und diese besteht nun einmal nicht aus diskreten Pixeln, sondern aus kontinuierlichen Emittenten elektromagnetischer Wellen.

Eine Darstellung mit Pixeln ist immer nur eine Annäherung an unsere Wahrnehmung und kann deshalb nicht als absolut betrachtet werden. Deshalb ist es auch nicht verkehrt anzunehmen, dass eine gewisse Form von Oversampling, also eine Überabtastung, noch zu wahrnehmbar besseren Darstellungen führen kann.

Im Audiobereich ist Oversampling heutzutage eher der Standard als die Ausnahme. Es spricht prinzipiell nichts dagegen, dass dies auch im Videobereich einmal der Standard werden könnte. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass entsprechende Inhalte mit Auflösung und Qualität produziert und verbreitet werden. Dies wird im Falle von 8K aber wohl noch Jahre dauern.

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Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Bei der Aussage im Artikel ging es aber in erster Linie um die Bildqualität - zumal...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Was heißt denn "sowas" - Artikel nicht gelesen? Wenn doch, basiert diese Aussage aber...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Entspricht nicht meiner Erfahrung - sowohl zuhause, als auch beim Kunden und diversen...

Achranon 07. Jan 2022 / Themenstart

Oder man macht Filme/Serien/TV Sendungen generell dunkler. Dann wäre es auf natürliche...

Elias Dinter 07. Jan 2022 / Themenstart

Es ist richtig, das die LG Panels den Innenwiderstand messen um die Helligkeiten an dem...

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