LCDs passen nicht zu alten Videonormen

Röhrenfernseher und zum Beispiel auch Plasmafernseher haben dieses Problem nicht so sehr, da hier das Bild nur für einen Bruchteil der Zeit mit voller Helligkeit angezeigt wird. Allenfalls ist noch ein Nachglimmen bis zum nächsten Bildwechsel zu beobachten.

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Zwischen den Bildern dunkelt der Bildschirm ab und das Auge hat keine Zeit, über die Fläche zu wandern. Die Wahrnehmung wird durch die Dunkelphase im Auge zurückgesetzt. Somit bleibt das Bild auch in Bewegung detailliert und natürlich.

Als dritten und letzten Punkt des Vergleichs mit dem Röhrenfernseher muss die suboptimale Videonorm thematisiert werden. Bei der Einführung des Fernsehers musste ein Kompromiss zwischen Übertragungsbandbreite, räumlicher Auflösung und zeitlicher Bewegungsdarstellung gefunden werden.

Seit der Einführung des Kinos war bekannt, dass unter bestimmten Voraussetzungen schon bei einer Bildwiederholfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde Bewegungen als flüssig wahrgenommen werden können.

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Das ist aber nicht selbstverständlich, Regisseure wissen um dieses Manko und können die geringe Bildfrequenz mit entsprechenden Maßnahmen kaschieren. Beispiele hierfür sind die Verlängerung der Verschlusszeit und das Abstimmen der Beleuchtung an das Filmset. Diese tragen ganz maßgeblich zur charakteristischen Filmästhetik bei und werden deshalb von vielen Regisseuren weiterhin bevorzugt eingesetzt.

Für TV-Übertragungen reichen 24 Bilder pro Sekunde nicht

Beim Rundfunk können die Aufnahmebedingungen nicht immer gut kontrolliert werden und gerade bei schnellen Bewegungen kann eine Bildfrequenz von 24 Bildern für eine flüssige Darstellung deshalb nicht ausreichend sein. So entschied man sich, beim Übertragungsstandard des Fernsehens auf eine Frequenz von 50 Hz respektive 60 Hz zu setzen, analog zur Frequenz im Stromnetz.

Um Bandbreite zu sparen, bediente man sich eines Tricks und führte das sogenannte Zeilensprungverfahren ein. Hierbei werden abwechselnd nur immer die ungeraden und die geraden Zeilennummern in einem Bild übertragen, also nur die Hälfte eines jeden Bildes.

Dieses sogenannte Interlaced-Verfahren passte gut zu den Eigenschaften der Braunschen Röhre, da diese den Versatz zwischen den einzelnen Halbbildern durch das Nachleuchten gut verdecken kann. Moderne Technologien wie die LCD-Technik tun sich trotz aufwendig entwickelter Deinterlacer schwer, diese bewusst eingesetzte Kompression der Übertragung zu maskieren. Die Problematik ist immer noch aktuell, da unverständlicherweise im Rundfunkbereich selbst in HD weiterhin auf Interlaced-Material gesetzt wird.

All diese Probleme konnten nicht zuletzt wegen des flexiblen Aufbaus der LCD-Technik nach und nach adressiert, wenn auch nicht komplett abgestellt werden. Letztendlich ging der Wettbewerb zwischen Röhrenfernsehern und frühen LCDs zugunsten der LCDs aus, mutmaßlich wegen ihres flachen Formfaktors und später auch wegen der Größe des Bildes. Viele Kunden waren bereit, dafür Kompromisse bei der Wiedergabequalität einzugehen.

HDTV verdoppelt vertikale Auflösung

Ein Vorteil bei der Verbreitung der LCD-Technik war, dass sich zur Jahrtausendwende in Nordamerika und Asien nach Jahrzehnten ein neuer Bildstandard zu etablieren begann. HDTV. Ziel des neuen Standards: die vertikale Auflösung zu verdoppeln.

Da HDTV ein internationaler Standard werden sollte, einigte man sich darauf, einen Mittelwert aus der Auflösung von PAL und NTSC als Grundlage für die Verdoppelung zu verwenden und kam so auf eine vertikale Auflösung von 1.080 Bildpunkten.

Auch der Farbraum wurde vereinheitlicht und leicht vergrößert, Grundlage bildet jetzt der REC.709-Farbraum, der an den Computerstandard sRGB angelehnt ist. Mit der HD DVD und der Blu-Ray standen wenig später gleich zwei konkurrierende Formate zur Zuspielung von HD-Material abseits der Rundfunkanstalten zur Verfügung.

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 LCDs fehlt es an nativem KontrastKarten werden in der HD-Ära neu gemischt 
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Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Bei der Aussage im Artikel ging es aber in erster Linie um die Bildqualität - zumal...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Was heißt denn "sowas" - Artikel nicht gelesen? Wenn doch, basiert diese Aussage aber...

Trollversteher 13. Jan 2022 / Themenstart

Entspricht nicht meiner Erfahrung - sowohl zuhause, als auch beim Kunden und diversen...

Achranon 07. Jan 2022 / Themenstart

Oder man macht Filme/Serien/TV Sendungen generell dunkler. Dann wäre es auf natürliche...

Elias Dinter 07. Jan 2022 / Themenstart

Es ist richtig, das die LG Panels den Innenwiderstand messen um die Helligkeiten an dem...

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