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Plasma: Erste Alpha der neuen KDE-Arbeitsflächen

Die auf Qt5 und QML aufbauende neue Version der Plasma-Arbeitsflächen von KDE ist erstmals in einer Alpha erschienen. Die Basisbibliotheken Frameworks 5 erreichen die Betaphase und damit API-Stabilität.
/ Sebastian Grüner
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KDE stellt die erste Alpha der neuen Plasma-Version vor. (Bild: KDE/CC-BY 3.0)
KDE stellt die erste Alpha der neuen Plasma-Version vor. Bild: KDE/CC-BY 3.0

Das KDE-Team hat eine erste Alphaversion der neuen, auf Qt5 und QML aufbauenden Arbeitsflächen mit dem Codenamen Plasma Next veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Mit Plasma Next bezeichnet das Team ab sofort die in Entwicklung befindliche nächste Plasma-Version. Final erscheinen soll die nun als Alpha verfügbare Version als Plasma 2014.6 am 17. Juni.

KDE stellt Plasma Next Alpha vor
KDE stellt Plasma Next Alpha vor (02:36)

Eine Shell für alles

Gegenüber der 4er Serie sollen sich die Funktionen in dem neuen Plasma nicht besonders stark verändern. Stattdessen legen die Entwickler Wert darauf, die neuen Techniken der KDE Frameworks 5 sowie von Qt 5 voll umzusetzen. So ist geplant, die verschiedenen Plasma-Arbeitsflächen anders als bisher in einer Shell zu vereinigen. Einen ähnlichen Weg verfolgt Canonical mit Unity 8, das ebenfalls Qt5 und QML nutzt.

Die Technik zum nahtlosen Wechsel ist zwar bereits vorhanden, bis jetzt ist aber nur die klassische Desktop-Oberfläche in der neuen Shell umgesetzt. Künftig sollen die Tablet-Oberfläche Plasma Active oder auch das Plasma Mediacenter hinzugefügt werden.

Desktop-Evolution

Statt eine komplett neue Oberfläche zu gestalten, wie dies zum Beispiel das Gnome-Team mit der Gnome-Shell versuchte, haben die KDE-Entwickler das bisher verwendete Konzept des Plasma-Desktops nur leicht angepasst, wodurch gewohnte Arbeitsabläufe nicht gestört werden sollen.

Auffällig an dem neuen Plasma ist vor allem das überarbeitete Design. Neben neuen UI-Funktionen aus den Bibliotheken setzt das Team auch ein neues Theme um, das ein flaches und aufgeräumtes Aussehen bereitstellen soll. Beteiligt daran ist die neue Designgruppe innerhalb KDEs(öffnet im neuen Fenster) , die unter anderem an neuen Icons und Ähnlichem arbeitet.

Viele der in Plasma integrierten Funktionen wurden grundlegend überarbeitet. Dazu zählen etwa der Systemabschnitt der Kontrollleiste, das Benachrichtigungssystem oder auch Einstellungen der Fensterverwaltung. Die Entwickler weisen aber darauf hin, dass einige wenige der bisher vorhandenen Funktionen in Plasma Next noch fehlen, da diese einfach noch nicht reimplementiert sind.

Durch die Verwendung von Qt 5 soll der Desktop außerdem eine spürbar bessere Leistung aufweisen, da zum Beispiel das Rendern der Oberfläche komplett von der Grafikhardware übernommen wird. Denn dank Qt Quick 2 und des OpenGL-(ES-)Scenegraphs(öffnet im neuen Fenster) ist die Grafikdarstellung komplett hardwarebeschleunigt.

Frameworks und Plasma zum Testen

Die Basisbibliotheken Frameworks 5, die in einer Betaversion erschienen(öffnet im neuen Fenster) sind, enthalten noch sogenannte Porting Aids, die die Portierung auf die neue Version erleichtern sollen. Die einzelnen Bestandteile stehen im Quellcode(öffnet im neuen Fenster) bereit.

Die erste Alpha von Plasma Next ist ausschließlich zum Testen und zum Finden von Fehlern gedacht. Produktiv einsetzbar ist die Oberfläche wohl noch nicht. Interessierten steht der Quellcode(öffnet im neuen Fenster) zum Selbstbauen zur Verfügung. Pakete(öffnet im neuen Fenster) für Ubuntu, Opensuse und Fedora werden ebenfalls angeboten.


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