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Planetside 2: Ein Planet, tausende Sci-Fi-Krieger

Gamescom 2012
2.000 Spieler auf ein und derselben Multiplayer-Karte - nicht weniger als das verspricht Sony Online Entertainment mit Planetside 2 , dem Nachfolger des ersten MMOFPS.
/ Daniel Pook
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Massenschlachten mit Vehikeln (Bild: ProSiebenSat.1)
Massenschlachten mit Vehikeln Bild: ProSiebenSat.1

Planetside hat 2003 als erstes Spiel den Begriff Massively Multiplayer Online First Person Shooter (kurz: MMOFPS) geprägt. Hunderte Spieler konnten gleichzeitig auf derselben Karte um die Herrschaft über den Planeten Auraxis kämpfen. Der Ausgang jeder Partie wirkte sich dauerhaft auf die Kräfteverhältnisse zwischen drei spielbaren Parteien aus.

Planetside 2 - Cinematic (Death is no excuse)
Planetside 2 - Cinematic (Death is no excuse) (03:29)

Sony Online Entertainment arbeitet inzwischen an einer Fortsetzung, die uns auf der Gamescom 2012 eher wie ein Remake von Teil eins vorgekommen ist. Nur eben in viel, viel größer und mit Free-to-Play -Konzept.

Spieler treten erneut einer der drei schon bekannten Fraktionen bei, die sich um Auraxis streiten. Die Terran Republic verspricht Frieden durch Einsatz eines autoritären Systems, das die Freiheit der Menschen einschränkt. Die idealistische Rebellengruppe New Conglomerate lehnt sich dagegen auf. Beide kämpfen gleichzeitig gegen die Vanu Sovereignty, eine von außerirdischen Artefakten beeinflusste Streitmacht auf höchstem technologischem Niveau.

Auf riesigen Karten, die als Kontinente bezeichnet werden, kämpfen Spieler zu Fuß, in Fahrzeugen und mit Fluggleitern um den Besitz von jeweils zwölf Territorien. Diese Areale sind für sich schon so groß wie eine Multiplayer-Map aus anderen Egoshootern. Eroberte Gebiete bescheren Munitionsnachschub, neuen Treibstoff und Bonusmultiplikatoren. Sie können aber jederzeit wieder vom Gegner besetzt werden, der diese Vorteile dann seinerseits genießen darf.

Die Eroberungskämpfe in Planetside 2 sollen sich über Tage oder auch Wochen erstrecken können. Jede Armee hat pro Kontinent mindestens ein Hauptquartier, das nicht vom Feind erobert werden kann. Hier respawnen Spieler geschützt und können Großangriffe koordinieren. Besonders einfach geht das, wenn sie sich in Squads mit bis zu zehn Teilnehmern oder größeren Gilden mit bis zu 100 Mitgliedern zusammenschließen.

Smartphone & Tablet als strategische Karte

Hilfe gibt es auch vom Tablet oder Smartphone aus. Die Begleit-App von Planetside 2 bietet neben den üblichen Statistik- und Lexika-Funktionen eine Übersichtskarte, in der die Territorienverteilung der gewählten Planetside-Partie live aktualisiert angezeigt wird. Bei entsprechendem Erfahrungspunktelevel können Spieler Einfluss aufs Onlineschlachtfeld nehmen, indem sie eine Drohne mit gezieltem Luftbombardement beauftragen. Außerdem können sie über die App am Sprachchat des Spiels teilnehmen.

Die sechs unterschiedlichen Charakterklassen wie Sanitäter oder Scharfschütze können immer wieder spontan gewechselt werden. Unabhängig davon investiert der Spieler gewonnene Erfahrungspunkte in den Ausbau verschiedener Spezialfähigkeiten. Deren Weiterentwicklung wird nicht sofort, sondern erst nach einer festgeschriebenen Wartezeit abgeschlossen. Die Uhr dafür tickt aber selbst nach Verlassen des Spiels weiter. Wenn auch etwas langsamer.

Zusätzliche Ausrüstung ist ebenfalls Teil des Belohnungssystems für erfolgreiche Spieler. Der Tag-/Nacht-Wechsel auf den Schlachtfeldern macht es etwa nötig, das eigene Equipment an die jeweiligen Lichtverhältnisse der Tageszeit anzupassen. Sei es nun mit Tarnfarbenkleidung oder verschiedenen Geräten zur Sichtverbesserung.

Sony Online Entertainments neu entwickelte Forgelight Engine macht den bisher größten Unterschied zum ansonsten sehr ähnlichen Vorgänger aus. Anstatt mehreren Hundert kämpfen nun bis zu 2.000 Onlinekrieger auf einer riesigen, nicht instanzierten Map. Dies konnten wir auf der Gamescom 2012 allerdings noch nicht live erleben. Bis zu einer halben Stunde soll es dauern, von einer Seite einer Karte zur anderen zu gelangen. Diese Ausmaße fordern aber ihren Tribut bei der Optik. Kleinere Mehrspielerkarten aktueller Vollpreisspiele und von Free-to-Play-Konkurrenten wie Warface oder Tribes: Ascend sehen deutlich hübscher aus.

Planetside 2 - Trailer (Gamescom 2012)
Planetside 2 - Trailer (Gamescom 2012) (01:26)

Theoretisch sollen alle Rüstungsteile, Gegenstände und Waffen in Planetside 2 freispielbar sein, ohne echtes Geld zu investieren. Das Free-to-Play-System wird zahlungswilligen Nutzern aber kaufbare Erfahrungspunkte und damit schnelleren Zugriff auf besseres Equipment ermöglichen. Eine Fülle an speziellen Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Spielfigur steht ebenfalls nur zahlenden Kunden zur Verfügung.

Hierzulande wird Planetside 2 von ProSiebenSat.1 vermarktet. Eine geschlossene Betaphase ist Anfang August 2012 gestartet. Wann der Onlineshooter für jedermann verfügbar sein wird, steht noch in den Sternen.


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