Planeten: Bekommt der Saturn Nachwuchs?

Werden wir gerade Zeuge einer Mondgeburt? Forscher haben in den äußersten Ringen des Saturns ein Objekt entdeckt, das der 63. Mond des Planeten werden könnte.

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Planet Saturn (Symbolbild): Monde entstanden in den Ringen
Planet Saturn (Symbolbild): Monde entstanden in den Ringen (Bild: Nasa)

Der Saturn bekommt möglicherweise einen weiteren Mond: Die Sonde Cassini hat in einem der Ringe ein Objekt fotografiert, das einmal ein neuer Mond werden könnte.

  • Der äußerste Ring des Saturn auf einem Bild, das Cassini am 15. April 2013 aufgenommen hat. Die Störung, die Peggy verursacht, ist als heller Fleck zu erkennen. (Foto: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)
Der äußerste Ring des Saturn auf einem Bild, das Cassini am 15. April 2013 aufgenommen hat. Die Störung, die Peggy verursacht, ist als heller Fleck zu erkennen. (Foto: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)
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Am 15. April 2013 nahm die Sonde am äußeren Rand des äußeren hellen Rings des Planeten eine Störung auf. Diese rührt von einem kleinen Objekt aus Eis her, das die Entdecker Peggy nannten. Peggy hat sich in dem Ring gebildet und ist vermutlich auf dem Weg aus diesem heraus.

Mondgeburt

"Wir haben so etwas noch nie gesehen", sagt Carl Murray, Astronom an der Queen Mary Universität in London. "Wir sehen vielleicht bei einer Geburt zu, bei der dieses Objekt gerade die Ringe verlässt, um ein eigenständiger Mond zu werden." Die Forscher um Murray beschreiben ihre Entdeckung in der Fachzeitschrift Icarus.

Der Saturn hat 62 Monde, von denen viele hauptsächlich aus Wassereis bestehen - ähnlich wie die Partikel in den Ringen. Forscher vermuten, dass die Monde sich aus den Partikeln der Ringen gebildet haben. Sie formten Klumpen und wuchsen weiter, während sie nach außen zum Rand der Ringe wanderten.

Ringe zu Monden

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Nach dieser Theorie hatte der Saturn einst ein viel gewaltigeres Ringsystem, aus dem sich große Monde entwickeln konnten. Entsprechend seien die ersten Monde, die sich dort gebildet hätten, auch die größten, erklärt Murray. Die Masse der Ringe wiederum habe sich dadurch mit der Zeit verringert.

Es sei möglich, dass die Ringe heute schon so sehr geleert seien, dass sich eigentlich keine neuen Monde mehr bilden könnten, sagen die Forscher. Das mache die Entdeckung von Peggy bedeutend. Ob Peggy allerdings der 63. Saturnmond wird, ist nicht sicher: Wenn der Eisklumpen die Ringe verlassen hat, kann er nicht mehr weiter wachsen. Er besteht sogar die Möglichkeit, dass er auseinanderbricht.

Cassini erforscht den Saturn

Ziel der Cassini-Mission ist, das System des Saturn zu erforschen. Cassini, damals noch als Doppelsonde Cassini-Huygens, startete 1997 und erreichte 2004 das System des Saturn. Ein knappes halbes Jahr später wurde Huygens abgetrennt und landete auf dem Mond Titan. Cassini soll noch bis 2017 um den Saturn kreisen und dann auf dem Planeten abstürzen. Allerdings wurde die Mission bereits mehrfach verlängert.

Cassini hat in letzter Zeit mehrfach spektakuläre Bilder vom Saturn und seinen Monden zur Erde gefunkt, etwa von mutmaßlichen Wellen auf Methanseen auf Titan oder von dem gigantischen sechseckigen Sturm über dem Nordpol des Saturn.

Fahlblauer Punkt

Im Juli 2013 fotografierte Cassini die Erde und den Mond aus etwa 1,5 Milliarden Kilometern Entfernung. Auf den hochauflösenden Aufnahmen erscheint unser Planet als fahlblauer Punkt, daneben der Mond als kleinerer, heller Punkt.

Die Erde lässt sich von den äußeren Regionen des Sonnensystems nur schwer fotografieren, da sie aus dieser Perspektive in der Nähe der Sonne ist. Wird die Kamera eines Raumfahrzeuges auf die Sonne gerichtet, kann das grelle Licht den Sensor der Kamera schädigen. Cassini stand im vergangenen Sommer aber so, dass der Saturn die Sonne verdeckte.

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