• IT-Karriere:
  • Services:

Sonnensystem für 4 Milliarden Jahre simuliert

Anschließend wurden numerische Modelle untersucht, in denen weniger stark vereinfachte Modelle benutzt werden können. Allerdings liefern solche numerischen Modelle keine mathematisch exakten Lösungen. Die Forscher simulieren dabei mehrfach ein Sonnensystem mit allen bekannten Planeten und einem angenommen neunten Planeten, zusammen mit einer Anzahl zufälliger Asteroiden über einen simulierten Zeitraum von 4 Milliarden Jahren. Am Ende der Simulation wird dann angeschaut, in welchen Umlaufbahnen sich die Asteroiden befinden, die übrig blieben. Die meisten Asteroiden werden im Laufe der Simulation durch die Planeten zu stark gestört und abgelenkt.

Stellenmarkt
  1. DENIC eG, Frankfurt am Main
  2. über experteer GmbH, Frankfurt am Main

Im Ergebnis vieler solcher Simulationen sind die Forscher zu dem Schluss gekommen, dass ein neptungroßer Planet im äußeren Sonnensystem in der Lage wäre, ein ähnliches Muster in den Umlaufbahnen der Asteroiden zu erzeugen. Aber das ist nicht der einzige Weg. Es kann auch sein, dass die Ursache dieser Muster gar nicht mehr vorhanden ist, weil sie beispielsweise während der Entstehung des Sonnensystems entstanden ist.

Kein Planet kann so entdeckt werden

Mit keiner dieser Methoden kann ein Planet entdeckt werden. Sie können nur Hinweise darauf liefern, dass es ein massereiches Objekt im äußeren Sonnensystem geben könnte. Das größte Problem dabei ist die geringe Zahl bekannter Asteroiden im äußeren Kuipergürtel. Aus nur 13 Objekten lassen sich wenig konkrete Schlüsse ziehen. Falls es einen neunten Planeten gibt, dann könnte er am ehesten entdeckt werden, wenn mit mehr bekannten Asteroiden seine mögliche Bahn und sein Standort stärker umrissen werden können.

Es wäre auch nicht auszuschließen, dass die Astronomen auf der Suche nach diesen Asteroiden den Planeten selbst zufällig finden. Zurzeit ist aber selbst die Existenz eines möglichen neunten Planeten nur eine Spekulation, wenn auch eine mit Messungen und wissenschaftlicher Analyse unterlegte Spekulation.

In jedem Fall wäre der Planet sehr weit entfernt. Ein möglicher Planet, so spekulieren die Forscher am Ende des Papers, hätte zum Beispiel eine Umlaufbahn mit einer Entfernung von der Sonne zwischen 300 und 1.100 Astronomischen Einheiten. Neptun und Pluto befinden sich dagegen in einer Entfernung von etwa 30 Astronomischen Einheiten. Der neunte Planet wäre damit ein kalter, dunkler Ort. Um ihm einen Besuch abzustatten, wäre auch sehr viel mehr nötig als eine kleine Sonde wie New Horizons.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Planet X: Es könnte den neunten Planeten geben
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,99€
  2. 15,49€

Fotobar 11. Dez 2018

Und wenn ich jetzt ein Buch schreibe und verlege - Ist das dann automatisch die Wahrheit?

mich 15. Dez 2017

Was immer du nimmst, nimm weniger. XD

Janquar 29. Jan 2016

Warum ist dieser Punkt so unverständlich? Für manche Beobachtungen gibt es einfach...

Kasoki 25. Jan 2016

X ist ein beliebtes Zeichen für Unbekannten, passt doch!

DerRückenIstBack 23. Jan 2016

Ich vermute, dass das Bild die Umlaufbahnen einiger der im Artikel erwähnten 13...


Folgen Sie uns
       


Mario Kart Live - Test

In Mario Kart Live fährt ein Klempner durch unser Wohnzimmer.

Mario Kart Live - Test Video aufrufen
Cyberbunker-Prozess: Die Darknet-Schaltzentrale über den Weinbergen
Cyberbunker-Prozess
Die Darknet-Schaltzentrale über den Weinbergen

Am Montag beginnt der Prozess gegen die Cyberbunker-Betreiber von der Mittelmosel. Dahinter verbirgt sich eine wilde Geschichte von "bunkergeilen" Internetanarchos bis zu polizeilich gefakten Darknet-Seiten.
Eine Recherche von Friedhelm Greis

  1. Darkweb 179 mutmaßliche Darknet-Händler festgenommen
  2. Marktplatz im Darknet Mutmaßliche Betreiber des Wall Street Market angeklagt
  3. Illegaler Onlinehandel Admin des Darknet-Shops Fraudsters muss hinter Gitter

Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Artemis Accords: Mondverträge mit bitterem Beigeschmack
Artemis Accords
Mondverträge mit bitterem Beigeschmack

"Sicherheitszonen" zum Rohstoffabbau auf dem Mond, das Militär darf tun, was es will, Machtfragen werden nicht geklärt, der Weltraumvertrag wird gebrochen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Artemis Nasa engagiert Nokia für LTE-Netz auf dem Mond

    •  /