Abo
  • IT-Karriere:

Planet: Google weiß, wo du das Foto gemacht hast

Google-Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der den Aufnahmeort eines Fotos bestimmen soll. Das System analysiert dazu geocodierte Fotos und lernt, Ähnlichkeiten zu erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ist das ein Fjord in Norwegen oder in Neuseeland? Google weiß es.
Ist das ein Fjord in Norwegen oder in Neuseeland? Google weiß es. (Bild: edwin.11/CC-BY-SA 2.0)

Diese Methode dürfte nicht nur für Hobbyfotografen, sondern auch für Historiker und Geheimdienste interessant werden: Google hat mit dem Projekt Planet einen Algorithmus entwickelt, der anhand von Vergleichsfotos selbstständig erkennen soll, wo ein Foto aufgenommen wurde. Dabei wird lediglich auf das Bildmaterial und nicht auf Metadaten zurückgegriffen, wie MIT Technology Review berichtet.

  • Google will Aufnahmeorte auch ohne GPS bestimmen. (Bild: Google)
Google will Aufnahmeorte auch ohne GPS bestimmen. (Bild: Google)
Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Berlin
  2. DKV MOBILITY SERVICES Business Center, Ratingen bei Düsseldorf

Entwickelt wurde Planet unter der Leitung von Tobias Weyand. Als Datengrundlage werden Fotos genutzt, die auf Google Plus geocodiert von Anwendern gespeichert wurden, wie die Forscher in ihrem wissenschaftlichen Aufsatz (PDF) schreiben. Auch Aufnahmen aus Street View werden zum Training von Planet eingesetzt.

Das System versucht nicht nur, Landschaften oder Bauwerke wiederzuerkennen, sondern berücksichtigt auch andere Merkmale eines Fotos. Dazu gehören Pflanzen, Tiere, die Wetterlage und Markierungen entlang der Straßen.

Planet wurde mit 29,7 Millionen öffentlichen Fotoalben von Google Plus gefüttert. 490 Millionen Bilder aus zahlreichen Alben wurden zum Training und 126 Millionen Bilder zur Validierung genutzt. Die bewohnte Welt wurde dazu in 26.000 Quadrate unterschiedlicher Größe unterteilt. Gegenden mit vielen Bildern sind in kleinere Quadrate unterteilt. Jedes Foto wird einem dieser Quadrate zugeordnet.

Algorithmus schlägt Menschen in 28 von 50 Runden

Die Alben, aus denen die Fotos für das Deep-Learning-Projekt stammen, spielen eine wichtige Rolle, weil Nutzer meist mehrere Bilder von einem Aufnahmestandort dort ablegen. Das erleichtert es, einen Eindruck einer Gegend mit ihren Charakteristika zu erfassen.

Mit dem Spiel Geoguessr haben die Forscher ihren Algorithmus im Vergleich zu Menschen getestet. Die Website zeigt ein zufälliges Bild aus Street View, das der Nutzer einem Punkt auf einer Karte zuordnen muss. 28 der 50 Raterunden gewann dabei der Algorithmus mit einer geringeren Distanz zum realen Aufnahmeort.

Wie Planet künftig eingesetzt werden soll, ist nicht bekannt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 129,00€
  2. (u. a. Mario Kart 8 Deluxe, New Super Mario Bros. U Deluxe)
  3. 89,99€
  4. (aktuell u. a. Silverstone RGB LED Hub 20,99€, Lenovo IdeaPad 449,00€)

honk 26. Feb 2016

28 der 50 Raterunden gewann dabei der Algorithmus mit einer geringeren Distanz zum realen...

Lebostein 26. Feb 2016

dann ist es mit Sicherheit eine Sehenswürdigkeit und deshalb auch mit einer Fotoanalyse...


Folgen Sie uns
       


Workers Resources Soviet Republic - Test

Wem Aufbaustrategiespiele wie Anno oder Sim City zu einfach sind, sollte Workers & Resources: Soviet Republic ausprobieren. Das Spiel ist Wirtschaftssimulation und Verkehrsmanager in einem.

Workers Resources Soviet Republic - Test Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
Anno 1800 im Test
Super aufgebaut

Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
  2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
  3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
Passwort-Richtlinien
Schlechte Passwörter vermeiden

Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Von Hanno Böck

  1. Acutherm Mit Wärmebildkamera und Mikrofon das Passwort erraten
  2. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  3. Fido-Sticks im Test Endlich schlechte Passwörter

    •  /