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Pixyul: Mit Drohnen spielt man nicht

Sie wollen mit Drohnen die ganze Erde erfassen - für ein Videospiel: Pixyul hat mit seinem ambitionierten Projekt Reroll viel Aufsehen erregt. Im Interview erklärt das Entwicklerduo, wie ernst es ihm damit ist und wie es Regionen erfassen will, in denen keine Drohnen erlaubt sind.

Artikel veröffentlicht am , Jan Bojaryn
Die Welt als Spielfeld
Die Welt als Spielfeld (Bild: Pixyul)

Louis-Pierre Pharand und Julien Cuny haben bereits große Projekte gestemmt. Sie waren bei Ubisoft unter anderem an den Assassin's-Creed- und Far-Cry-Serien beteiligt. Schließlich aber haben sie den Publisher verlassen, um in ihrer Heimat Montreal Pixyul zu gründen. Auch dabei denken sie immer noch groß und ihr erstes Projekt Reroll könnte sie für viele Jahre beschäftigen. Das Action-Rollenspiel soll die ganze Welt zum Spielfeld für einen apokalyptischen Überlebenskampf machen. Schultern will Pixyul die Aufgabe mit autonomen Drohnen, die 3D-Karten der Umgebung erstellen - und mit einem Schritt-für-Schritt-Plan. Aber wann wollen sie fertig sein? Und wie wollen sie die vielen rechtlichen Hürden für Drohnenflüge überwinden?

Inhalt:
  1. Pixyul: Mit Drohnen spielt man nicht
  2. Die Welt ist viel besser als ein Spielfeld

Noch ist Pixyul nur ein Zwei-Mann-Studio. Daher waren die Entwickler auch von den heftigen Reaktionen ein wenig überfordert, wie Pharand einräumt - aber nicht überrascht. "Wir wussten, dass viele Spieler so etwas wie unser Konzept wirklich wollen." Die Crowdfunding-Kampagne ist nach Angaben des Duos gut gestartet, steht aber noch am Anfang. Kein Wunder, denn die Vermessung der Welt ist nicht billig. Pixyul hat das nötige Budget gar nicht geschätzt, denn das Studio will Reroll Schritt für Schritt entwickeln. Den ersten spielbaren Baustein nennen die beiden BRICK 1 und diese für 2015 geplante Veröffentlichung wird sich auf eine Region beschränken.

Hohe Hürden für Drohnen

Und hier zeigen sich bereits die zwei Seiten des Projekts. Das augenfällige Fernziel, die Erfassung der Welt mit Drohnen, ist eine gute PR-Maßnahme. Die konkret geplanten Schritte haben damit bis jetzt jedoch wenig zu tun. In der Praxis fangen die Probleme schon an, bevor die erste Drohne gestartet ist.

Ein Blick auf die deutsche Gesetzeslage gibt ein entmutigendes Beispiel ab. Elmar Giemulla, Luftrechtsexperte und Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin, hält die Erfassung Deutschlands mit autonomen Drohnen bestenfalls für "theoretisch denkbar". Denn vor der Genehmigung für den Drohnenflug stehen hohe Hürden. "Die Luftfahrzeuge müssen sie in 'Line of Sight' haben. Mit dem Sehen ist natürlich gemeint, dass ich die Drohne erstens sehe und dass ich zweitens aus der Sicht noch Konsequenzen ziehen kann - dass ich also notfalls eingreifen kann." Damit sind indirekt gesteuerte, autonome Drohnen fast aus dem Rennen. Kurzflüge auf Sichtweite dürften nicht die erhoffte Arbeitserleichterung bringen.

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Flüge außerhalb der Sichtweite sind nicht ganz ausgeschlossen, aber schwer zu genehmigen: "Sie müssen den Luftraum freihalten lassen. Das macht die Flugsicherung schon, aber nicht beliebig", erklärt Giemulla. Städte mit Drohnen zu erfassen, scheint dagegen fast unmöglich zu sein. "Über Menschenmengen wird zum Beispiel keine Genehmigung erteilt, über dicht besiedelten Gebieten auch nicht, zumindest nicht bisher." Und nicht nur Deutschland ist so streng, sondern auch viele andere Länder.

Die Welt ist viel besser als ein Spielfeld 
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mnementh 26. Mär 2014

Äh Dragon, das funktioniert doch nicht im Browser. Also ist es keine moderne Technik...

edgario 26. Mär 2014

Ich bin auch der Meinung, für ein Spiel ist das Projekt einfach zu überbewertet.

wmayer 25. Mär 2014

So schlecht ist doch z.B. Shadowrun Returns oder der ersten Teil von Broken Age nicht...

parafin 25. Mär 2014

Sagt Dir der Ausdruck Hoheitsrecht was?

Anonymer Nutzer 24. Mär 2014

In Zukunft dann: "Dieses Land des Planeten Erde, ist aufgrund von Vogonen leider nicht in...


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