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Die Welt als Spielfeld
Die Welt als Spielfeld (Bild: Pixyul)

Die Welt ist viel besser als ein Spielfeld

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Wenig überraschend klingt da die aktuelle Ankündigung des ersten Bausteins von Pixyul. Brick 1 beschränkt sich auf das Arrondissement Ville-Marie, auf den zentralen Stadtteil Montreals. Das Spielareal soll 25 Quadratkilometer umfassen. Schon das ist ein ehrgeiziges Ziel. Hier, im Zentrum der kanadischen Metropole, stehen viele Wolkenkratzer, die Gebäudedichte ist extrem hoch. Mehrere Parks, das Bankenviertel, Chinatown sowie ein paar Universitäten befinden sich im Spielareal.

Unbemannte Fluggeräte würden allerdings gar keinen Beitrag zu Brick 1 liefern, räumt Julien Cuny ein: "Mit Drohnen dürfen wir über Montreal gar nicht fliegen. Aber die Stadt gibt uns vollen Zugang zu ihren Geodaten. Wir haben also alle 3D-Geometrie, die wir für Brick 1 brauchen."

Die Vermessung der ganzen Welt mit Drohnen sei streng genommen nie das Ziel gewesen, gibt Pharand zu. "Drohnen werden nur in spezifischen Fällen eingesetzt. Aber der technische Fortschritt in dem Feld in den letzten Jahren ist wahnsinnig schnell und beeindruckend. Wir haben nur die Spitze des Eisbergs gesehen."

Trippelschritte

Auf diesen schnellen technischen Fortschritt ist Pixyul offenkundig angewiesen. Denn Ville-Marie mag zwar vergleichsweise groß sein. 25 km² sind, gemessen an rund 500 Millionen km² Erdoberfläche, aber doch enttäuschend klein. Auch wenn sich die technologische Entwicklung beschleunigt: Wie wollen die beiden das schaffen, bevor sie in Rente gehen? "Das wird Zeit in Anspruch nehmen und es ist eine Herausforderung, verstehen Sie mich nicht falsch. Aber es ist definitiv machbar", sagt Pharand. Für einen großen Teil der Welt will Pixyul sich zudem die Mühe sparen: "Wir werden prozedurale Methoden einsetzen, um die Ozeane zu erstellen." Das sind immerhin 71 Prozent des Planeten. Auch "die Arktis, Antarktis, Wüsten und Wälder" wollen die beiden nicht detailliert einscannen, sondern automatisch generieren.

Das Innere von Gebäuden soll ebenfalls nicht erfasst werden. Stattdessen siedelt Pixyul hier wichtige Spielelemente an, die in Handarbeit entstehen. "Wir haben Gebäudedesigns erstellt, die man als eine Art Dungeon im Koop-Modus mit Freunden plündern kann."

Wie und wann Pixyul fertig werden will mit seiner Mammutaufgabe, bleibt trotz dieser Antworten unklar, selbst wenn sie alle genannten Möglichkeiten ausschöpfen sollten - also das Studio erweitern, neben Fluggenehmigungen zusätzlich Geodaten einholen und wenn sie die Welt aus selbstgemachten, aus bereits verfügbaren, aus prozedural erstellten und tatsächlich eingescannten Bausteinen zusammensetzen sollten. Ein Zeitplan jenseits von Brick 1 ist jedenfalls noch nicht angekündigt.

Gründe für den Größenwahn

Pixyul empfängt seine Skeptiker immerhin mit offenen Armen. Die Entwickler räumen offen ein, dass sie auch scheitern könnten. Und sie glauben eisern an den besonderen Nutzen ihres Projekts: "Die Realität ist besser als klassische Level, wenn man das ganze Spiel konsequent darauf aufbaut. Was in anderen Spielen nur langweilige Oberfläche ist, kann man bei uns sinnvoll nutzen."

Auch von den vielen postapokalyptischen Survival-Spielen wollen sich die beiden mit ihrem Spiel sichtbar unterscheiden. "Die Welt bei uns ist nicht zerstört und grau, die Ereignisse sind gerade erst passiert. Und es ist eher ein Action-Rollenspiel in der Gegenwart als ein typischer postapokalyptischer Titel. Davon gibt es nicht so viele auf dem Markt." Vielleicht kommt also wenigstens ein interessantes Action-Rollenspiel auf uns zu. Auch wenn es auf absehbare Zeit nur kleine Puzzlestücke der Welt zeigt.

 Pixyul: Mit Drohnen spielt man nicht

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mnementh 26. Mär 2014

Äh Dragon, das funktioniert doch nicht im Browser. Also ist es keine moderne Technik...

edgario 26. Mär 2014

Ich bin auch der Meinung, für ein Spiel ist das Projekt einfach zu überbewertet.

wmayer 25. Mär 2014

So schlecht ist doch z.B. Shadowrun Returns oder der ersten Teil von Broken Age nicht...

parafin 25. Mär 2014

Sagt Dir der Ausdruck Hoheitsrecht was?

Anonymer Nutzer 24. Mär 2014

In Zukunft dann: "Dieses Land des Planeten Erde, ist aufgrund von Vogonen leider nicht in...



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