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Pixel Watch im Test: Googles Smartwatch-Erstling ist noch ausbaufähig

Googles erste eigene Smartwatch Pixel Watch setzt auf Fitnessfunktionen von Fitbit und Wear OS 3.5 – wie das funktioniert, zeigt unser Test.
/ Tobias Költzsch
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Die Pixel Watch von Google (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Pixel Watch von Google Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Nach Jahren der Gerüchte hat Google Anfang Oktober 2022 endlich seine erste eigene Smartwatch vorgestellt – die Pixel Watch . Die Pixel Watch ist eine von nur wenigen Smartwatches, die mit Wear OS 3 laufen, genauer mit der Version 3.5. Sein Betriebssystem hat Google bei der Pixel Watch mit den Fitnessfunktionen von Fitbit unterfüttert. Das hat Vor- und Nachteile hat, wie wir im Test gemerkt haben.

Das Design der Pixel Watch lässt sich gut mit einem Wort beschreiben: rund. Das Gehäuse der 41 mm großen Uhr ist kreisförmig, zudem ist das Deckglas an den Rändern abgerundet. Die Rückseite mit den Sensoren ist ebenfalls abgerundet. Durch die vielen Rundungen liegt die Pixel Watch sehr gut in der Hand, mit 67 Gramm samt mitgeliefertem Silikonarmband sitzt sie angenehm am Handgelenk.

Google hat die Pixel Watch nur in einer Größe auf den Markt gebracht. Nutzer mit größerem Handgelenk oder mit einer Vorliebe für große Uhren dürften mit der Smartwatch nicht glücklich werden. Am Handgelenk unseres Testers, das einen Umfang von 17,5 cm hat, wirkt die Uhr gerade noch groß genug.

Befestigung der Armbänder ist zunächst fummelig

Die Armbänder werden über eine Art Bajonettsystem befestigt, das in der Praxis zunächst weitaus weniger einfach zu nutzen ist, als es Google in seinen Werbevideos darstellt. Um die Armbänder abzumachen, müssen wir einen kleinen Knopf drücken und das Band dann in dessen Richtung schieben – das ist eine ziemliche Fummelei. Mit der Zeit bekommen wir den Dreh allerdings heraus. Das Armband hingegen anzubringen, ist unproblematisch.

Das Display der Pixel Watch ist 1,2 Zoll groß und hat einen sehr breiten Rahmen. Meist fällt dieser aber nicht auf, da die Uhr häufig einen schwarzen Hintergrund verwendet. Auch bei den Watchfaces überwiegen jene mit schwarzem Hintergrund – Google wird schon gewusst haben, warum. Nutzen wir beispielsweise ein Foto als Watchface, sehen wir den unschönen Rahmen sofort. Auch im Freien ist das Display sehr gut ablesbar und stellt Inhalte scharf dar.

Bedient wird die Pixel Watch wie viele andere Smartwatches auch: Neben der Touchbedienung können wir mit einer drehbaren Krone samt Button sowie einem zweiten Button durch die Menüs navigieren. Die Krone dient zum Scrollen, der Button in der Krone führt uns zum Hauptbildschirm zurück. Von dort aus ruft er die installierten Apps auf.

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Der zweite Button ruft die zuletzt verwendeten Apps auf und ist für unseren Geschmack zu tief eingebaut. Wir haben ihn in unserer Testphase jedoch kaum benutzt, da wir zugegebenermaßen auch mangels guter Auswahl nicht sonderlich viele Apps auf der Pixel Watch verwendet haben. Halten wir den zweiten Button gedrückt, können wir den Google Assistant aufrufen, der auf der Uhr problemlos funktioniert. Ein längerer Druck auf die Krone hat keine Funktion, ein doppelter Klick ruft Google Pay samt voreingestellter Hauptkreditkarte auf.

Kein guter Lautsprecher eingebaut

Die Pixel Watch hat einen eingebauten Lautsprecher – wir können die Uhr auch als Freisprecheinrichtung für Telefonate verwenden. Das macht allerdings wenig Spaß, da die Qualität des Lautsprechers nicht gut ist. Er ist viel zu leise und sehr quäkig – kein Vergleich zu dem in der aktuellen Apple Watch. Das Gehäuse der Pixel Watch ist bis 5 ATM wasserdicht, kann also auch zum Schwimmen in seichtem Wasser verwendet werden.

Wear OS mit schlanker und unauffälliger Oberfläche

Googles Wear OS 3.5 unterscheidet sich optisch vom Wear OS, das Samsung auf seinen Smartwatches verwendet. Es wirkt etwas unauffälliger, es hat einen schlichten Look – wirkt dadurch aber auch etwas generisch. In unserem Test läuft das System meistens flüssig, ab und an müssen wir aber ein bisschen warten – etwa, wenn wir Google Pay aufrufen. Uns wundert, dass Google bei seiner ersten Smartwatch auf den vier Jahre alten Chip Exynos 9110 setzt. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Wahl in den kommenden Jahren hinsichtlich der Performance nicht rächt.

Eine Zusammenarbeit, wie sie Apple zwischen seiner Watch und den iPhones bietet, gibt es bei der Pixel Watch nicht. Stellen wir auf einem iPhone einen Alarm und tragen nachts die Apple Watch, klingelt der Wecker nicht auf dem Telefon, sondern auf der Uhr. Die Pixel Watch bekommt von Weckern auf dem verbundenen Android-Smartphone nichts mit und wird komplett als separates Gerät betrachtet. Das gilt auch für andere Funktionen wie Timer oder den Nicht-stören-Modus. Wir hätten uns eine tiefere Integration gewünscht.

Das Zifferblatt der Pixel Watch ist gleichzeitig ihr Hauptbildschirm. Je nach verwendetem Watchface können wir uns sehr schlicht nur die Zeit anzeigen lassen; es gibt aber auch Zifferblätter mit zahlreichen weiteren Informationen zum Wetter, dem Fitnessfortschritt, dem Kalender, dem Akku etc. Ein Wisch nach unten ruft die Schnelleinstellungen auf. Hier können wir beispielsweise den Ton ein- und ausschalten, den Schlafmodus und den Nicht-stören-Modus aktivieren.

Chatnachrichten auf der Uhr beantworten

Ein Wisch nach oben ruft die aktuellen Benachrichtigungen auf. Wie bei früheren Wear-OS-Versionen können wir auf Chatnachrichten direkt über die Uhr antworten, entweder per Spracheingabe oder über eine Tastatur. Sie ist aufgrund des relativ kleinen Displays der Pixel Watch für unsere Wurstfinger etwas klein geraten, mehr als sehr kurze Antworten möchten wir darüber nicht tippen.

Streichen wir mit unserem Finger von links nach rechts oder umgekehrt, schalten wir zwischen den sogenannten Ansichten umher. Diese kleinen Widgets sind bereits von vorigen Wear-OS-Versionen bekannt und zeigen beispielsweise Wetterinformationen an, erlauben es aber auch, direkt einen Timer zu starten. Auch die Fitnessfunktionen lassen sich über die Ansichten einsehen und verwenden.

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Anders als bei anderen Wear-OS-Smartwatches setzt Google bei der Pixel Watch nicht auf Google Fit, sondern ausschließlich auf Fitbit. Google hat Fitbit 2019 gekauft, die Software ist integraler Bestandteil der Pixel Watch. Tatsächlich besteht keine Verbindung zwischen der Smartwatch und Google Fit auf dem mit ihr genutzten Pixel 7 Pro . Wir können Google Fit zwar über den Play Store auf der Uhr herunterladen, aber nicht aufrufen und verwenden – wer seine Sportdaten mit der Pixel Watch tracken will, soll offenbar kein Google Fit verwenden.

Schlecht ist das nicht zwingenderweise: Fitbit verfügt über ein umfangreiches Instrumentarium, um sportliche Aktivitäten aufzeichnen zu können. Wer andere Fitbit-Wearables kennt, wird sich auf der Pixel Watch sofort zurechtfinden – im Grunde handelt es sich um eine Fitbit-Uhr mit Wear-OS-Unterbau. Andererseits hat Google die Fitbit-Funktionen nicht in die neue Watch-App integriert. Nutzer müssen also zwei Apps mit zwei Konten verwenden, was wir umständlich finden.

Fitbit bietet reichlich Möglichkeiten

Über die auf der Smartwatch vorinstallierte App Fitbit Exercise lassen sich Dutzende Sportarten aufzeichnen, von Laufen über Krafttraining und Pilates bis hin zu Stand-up-Paddling. Die Uhr hat einen Herzfrequenzmesser, kann den Blutsauerstoff messen, die Schritte zählen und ein EKG aufzeichnen – damit sind alle wichtigen Sensoren einer Sport-Smartwatch vorhanden.

Die sportlichen Aktivitäten lassen sich auf der Uhr selbst oder mit weitergehenden Informationen in der Fitbit-App auf dem verbundenen Smartphone anschauen. Übungen werden auch automatisch von der Uhr erkannt. Es dauert dann aber mitunter einige Zeit, bis die Aufzeichnungen von der Uhr auf das Smartphone gelangt sind – deutlich länger, als es bei der Apple Watch und einem verbundenen iPhone der Fall ist. Starten wir hingegen das Tracking manuell, ist die Aufzeichnung direkt nach dem Beenden der Übung auf dem Smartphone zu sehen. Bei Laufübungen wird die zurückgelegte Strecke nur aufgezeichnet, wenn wir die Aufzeichnung manuell starten.

Auf dem Smartphone werden bei den aufgezeichneten Aktivitäten unter anderem die Herzfrequenzzonen, die Aktivzonenminuten, die Herzfrequenz und wie beim Joggen die zurückgelegte Strecke angezeigt. Ebenfalls gibt es einen Graphen, der die verbrannte Energie anzeigt. Auf der Startseite der Fitbit-App auf dem Smartphone gibt es zudem weitere Angaben zur körperlichen Verfassung, unter anderem einen Stresswert und die aktuelle Ruheherzfrequenz. Die Pixel Watch zeichnet einmal pro Sekunde den Herzschlag auf, auch, wenn Nutzer nicht trainieren. Ändern können wir das nicht, was schade ist, da die häufige Messung sicherlich Auswirkungen auf die Akkulaufzeit der Uhr hat – dazu gleich mehr.

Schlafaufzeichnung ist sehr aufschlussreich

Die Schlafaufzeichnung funktioniert in unserem Test sehr gut. Das Ergebnis wird als Graph in einzelne Schlafphasen aufgeschlüsselt, zudem gibt es einen Schlaf-Score. Bei der Schlafanalyse zeigt sich allerdings ein Nachteil der Nutzung von Fitbit: Wer bei der Schlafanalyse detaillierte Informationen zur Herzfrequenz oder zur Unruhe beim Schlafen haben möchte, braucht ein Fitbit-Premium-Abo.

Zwar gibt es bei der Registrierung der Pixel Watch sechs Monate Fitbit Premium gratis dazu, danach kostet das Abo allerdings 80 Euro im Jahr – oder 9 Euro bei monatlicher Kündigungsmöglichkeit. Wir halten es für eine eigenartige Entscheidung, dass eine mindestens 380 Euro teure Smartwatch uns bestimmte Informationen vorenthält, wenn wir nicht extra ein Abo bezahlen. Sicher – das ist das Geschäftskonzept von Fitbit, aber auf der Smartwatch der Konzernmutter Google hätten wir eine großzügigere Lösung erwartet.

Für Standardaufzeichnungen lässt sich Fitbit allerdings problemlos auch ohne das Premium-Abonnement verwenden – das muss der Fairness halber gesagt sein. Die grafischen Darstellungen in der App sowie auch auf der Uhr sind zudem sehr gut. Grundsätzlich halten wir Fitbit für das leistungsfähigere Tracking-Programm, wenn wir es mit Google Fit vergleichen. Was der Schwenk auf Fitbit auf der Pixel Watch für die Zukunft von Google Fit bedeutet, wissen wir nicht. Google ist in der Vergangenheit aber immer wieder bereit gewesen, auch langjährige Projekte einzustellen.

Google gibt für die Pixel Watch eine Akkulaufzeit von 24 Stunden an – verbaut ist ein Akku mit einer Nennladung von 294 Milliamperestunden (mAh). Wir kommen auf eine derartige Laufzeit allerdings nur dann zuverlässig, wenn wir die Uhr ohne Always-On-Display verwenden. Das unterscheidet die Pixel Watch von der Apple Watch: Dort kommen wir problemlos mit dauerhaft aktiviertem Display auf eine Laufzeit von um die 30 Stunden und mehr.

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Mit Always-On-Display hält die Pixel Watch nicht 24 Stunden durch

Laden wir die Pixel Watch abends auf 100 Prozent auf und zeichnen anschließend unseren Schlaf auf, können wir sie bei deaktiviertem Always-On-Display bis zum nächsten Abend verwenden. Während des Tages haben wir ein kurzes Lauf-Workout gemacht, mit der Uhr bezahlt und zahlreiche Benachrichtigungen erhalten und beantwortet – wir haben die Uhr also reichlich genutzt. Abends hat die Pixel Watch dann unter 20 Prozent Ladestand übrig; würden wir dann den Akkusparmodus aktivieren, könnten wir sie noch etwas länger verwenden.

Mit aktiviertem Always-On-Display müssen wir die Uhr bei derartiger Benutzung ein zweites Mal im Tagesverlauf laden, ansonsten ist der Akku leer, bevor wir wieder ins Bett gehen. Mit aktiviertem Always-On-Display können wir die Pixel Watch nur dann verlässlich 24 Stunden lang verwenden, wenn wir kaum Sport aufzeichnen, keine Nachrichten beantworten und generell nicht viel mit der Uhr machen. Das ist sicherlich nicht Sinn der Sache.

Geladen wird die Pixel Watch drahtlos über einen mitgelieferten magnetischen Ladepuck, dessen magnetische Kraft relativ gering ist. Die Smartwatch scheint sich auch über andere Qi-kompatible Ladestationen aufladen zu lassen, zumindest könnte man dies zunächst denken: Legen wir die Pixel Watch auf ein Ladepad, springt der Ladevorgang an. Allerdings wird er binnen weniger Sekunden wieder abgebrochen, die Pixel Watch lässt sich also nur über den mitgelieferten Ladepuck aufladen. Den Akku zwischendurch aufzuladen ist kein Problem – in 30 Minuten lädt die Uhr von null auf 50 Prozent. Laden wir die Uhr morgens beim Start in den Tag und abends vor dem Schlafengehen auf, reicht uns auch die kürzere Laufzeit mit aktiviertem Always-On-Display aus.

Anders könnte das bei Nutzern sein, die die Uhr häufig beim Sport verwenden. Vor allem die Nutzung des GPS-Moduls, das bei uns – anders als bei anderen Testredaktionen – keine Probleme mit der Genauigkeit hatte, dürfte dann den Akkustand zu schnell verringern. Auch die sekündliche Herzfrequenzmessung dürfte sich auf die Akkulaufzeit auswirken. Wir brauchen sie eigentlich nicht, aber vergrößern können wir die Messabstände auch nicht. Insgesamt hatten wir uns von der Akkulaufzeit etwas mehr erwartet, vor allem auch mit Blick auf die aktuelle Apple Watch. Apple hat aber zugegebenermaßen auch schon acht Generationen seiner Smartwatch herausgebracht und mehr Erfahrung.

Verfügbarkeit und Fazit: Pixel Watch

Die Pixel Watch kostet ohne LTE-Modem bei Google(öffnet im neuen Fenster) 380 Euro. Die Version mit Modem ist für 430 Euro bestellbar. Die Uhr gibt es in verschiedenen Farbkombinationen: goldfarbenes Gehäuse mit grün-grauem Armband, schwarzes Gehäuse mit schwarzem Armband, silbernes Gehäuse mit schwarzem Armband und silbernes Gehäuse mit weißem Armband. Beigefügt ist neben dem Kautschukarmband ein Ladeadapter.

Außerdem gibt es bereits eine Reihe alternativer Armbänder. Das Kautschukarmband in weiteren Farben kostet 50 Euro, ein elastisches Armband ist für 60 Euro zu haben. Ein gewebtes Armband mit Magnetverschluss kostet ebenfalls 60 Euro. Lederarmbänder kosten 80 Euro. Im Frühjahr 2023 sollen zwei Metallarmbänder auf den Markt kommen, das klassische Gliederarmband soll dann für 200 Euro erhältlich sein.

Fazit

Die Pixel Watch ist Googles erste Smartwatch. Ein perfektes Gerät haben wir nicht erwartet. Und perfekt ist die Uhr auch nicht – eher ein solider Einstieg für Google in den Smartwatch-Markt. Die Sportfunktionen sind für Freizeitsportler dank Fitbit-Integration hilfreich, auch wenn manche Inhalte nur über ein Premium-Abo erhältlich sind. Die grundlegenden Funktionen betrifft das Fitbit-Abo jedoch nicht, dabei sollte es auch bleiben.

Die relativ geringe Größe des einzig verfügbaren Modells dürfte für Google ein sinnvoller Kompromiss gewesen sein, um auch Käuferschichten mit kleineren Armen anzusprechen. Eine Riesenuhr würden sie wohl eher nicht kaufen. Vielleicht bringt Google ja bei einer möglichen Pixel Watch 2 eine größere Version. Für den Markteinstieg sind die 41 mm wohl sinnvoll.

Unser stärkster Kritikpunkt ist die Akkulaufzeit: Als Träger herkömmlicher Uhren schätzen wir es, auf die Uhr blicken und die Zeit ablesen zu können, ohne erst unsere Hand drehen zu müssen, damit das Display angeht. Mit aktiviertem Always-On-Display muss die Pixel Watch allerdings sowohl morgens als auch abends an das Ladegerät, ansonsten überlebt sie den Tag nicht – es sei denn, wir benutzen die Uhr kaum.

Dank relativ schneller Ladezeiten ist das zwischenzeitliche Aufladen im Alltag zwar problemlos machbar. Eine unbekümmerte, vom Ladegerät unabhängigere Nutzung wie bei der aktuellen Apple Watch ist allerdings nicht möglich.

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Die häufigen Vergleiche mit der Apple Watch mögen angesichts der Tatsache, dass Apple mittlerweile die achte Generation seiner Smartwatch veröffentlicht hat, etwas unfair erscheinen. Auch konkurriert Apple mit seiner Watch nicht im Android-Bereich. Wir führen Apples Smartwatch aber an, da Apple eine Menge richtig macht – angefangen von der Akkulaufzeit bis hin zur Softwareverbindung zwischen Watch und iPhone.

Wir haben nicht erwartet, dass Google bei seiner ersten Smartwatch einen 100-prozentig ebenbürtigen Apple-Watch-Konkurrenten abliefert. Das sollte bei einem First-Gen-Produkt auch nicht gleich der Anspruch sein. Google hat es geschafft, seine erste Smartwatch nicht in den Sand zu setzen. Das dürfte, wie es auch die Kollegen von The Verge formuliert haben(öffnet im neuen Fenster) , mit das Wichtigste gewesen sein. Die Pixel Watch ist ein guter Ausgangspunkt für bessere Modelle in den kommenden Jahren – wie es die erste Apple Watch auch gewesen ist.

Will Google in Zukunft Pixel Watches anbieten, die einen signifikanten Marktanteil im Android-Bereich erreichen sollen, ist solch ein solider Start wichtig. Die aktuelle Pixel Watch ist im jetzigen Zustand nicht die beste Smartwatch auf dem Markt, nicht einmal im Android-Bereich. Eine gute Basis hat Google allerdings gelegt.


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