Pixel Visual Core: Googles eigener ISP macht HDR+ schneller

Im Pixel 2 (XL) verwendet Google neben dem Snapdragon 835 noch einen selbst entwickelten Chip: Der Pixel Visual Core genannte Bildprozessor ist für HDR+ gedacht, derzeit aber noch inaktiv. Das ändert sich allerdings in den nächsten Wochen.

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Pixel Visual Core
Pixel Visual Core (Bild: Google)

Google hat im Nachgang zum Test des Pixel 2 (XL) verraten, dass in dem Smartphone ein spezieller ISP (Image Signal Processor) steckt. Der wird als Pixel Visual Core bezeichnet und soll bald den integrierten Bildprozessor des Snapdragon 835 ablösen, welcher derzeit für Fotos verwendet wird. Vorteile sieht Google bei Aufnahmen mit HDR+, etwa bei der Energie-Effizienz.

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Üblicherweise ist der ISP ein Teil des AP (Application Processor), also des eigentlichen System-on-a-Chip des Smartphones. Qualcomm gestattet jedoch keine fremden IP-Blöcke in seinen Snapdragons, weshalb Google den Pixel Visual Core als zusätzliches SoC im Pixel 2 (XL) implementieren musste. Angebunden wird er offenbar über eine PCIe-Lane, die ihn mit dem Snapdragon 835 verbindet. Der Pixel Visual Core hat sein eigenes LPDDR4-Speicherinterface und einen Cortex-A53-Kern zur Steuerung. Die eigentliche Berechnung von Algorithmen erfolgt durch acht IPU-Blöcke mit je 512 ALUs, die zusammen über 3 Tera-Ops bei einer sehr geringen Leistungsaufnahme liefern sollen.

  • Pixel Visual Core (Bild: Google)
Pixel Visual Core (Bild: Google)

HDR+ läuft noch auf dem Snapdragon

Als Beispiel nennt Google das eigene HDR+, welches mit dem Pixel Visual Core mit fünffacher Geschwindigkeit bei weniger als einem Zehntel des Energiebedarfs appliziert wird, verglichen mit dem Snapdragon 835. Die Vorteile kommen durch die Hardware, durch Compiler-Optimierungen und durch eine bessere Abstimmung der Software zustande. In den nächsten Wochen, mit der Entwickler-Vorschau von Android 8.1 Oreo (MR1), soll der Pixel Visual Core freigeschaltet und HDR+ für Drittanbieter-Apps verfügbar werden.

Abseits des ISP soll Google auch an eigenen Application Processors und Chips für AR/VR arbeiten. Den gleichen Weg hat Apple längst beschritten: Selbst entwickelte CPU-Kerne gibt es seit dem A6 (Swift-µArchitektur), im neuen A11 Bionic steckt erstmals eine eigene Grafikeinheit.

Nachtrag vom 24. Oktober 2017, 9:04 Uhr

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Der Teardown von iFixit zeigt, dass der Pixel Visual Core mit einer SR3HX-Nummerierung versehen ist. Das klingt stark danach, als sei er von Intel entwickelt oder gefertigt, da deren Spec-Nummern alle mit SR3 beginnen. Mittlerweile hat Google die Kooperation mit Intel bestätigt.

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