Pixel-Smartphone: Google kämpft mit Lieferschwierigkeiten

Das Pixel-Smartphone mit 128 GByte Flash-Speicher wird zu einer Rarität. Der Hersteller kann das Smartphone nur in der 32-GByte-Ausführung liefern – seit mehreren Wochen. Weder im deutschen Google Store noch bei der Deutschen Telekom kann das Smartphone in der Top-Ausstattung erworben werden. Golem.de hat den Lieferstatus in den vergangenen Wochen beobachtet und immer wurde das 128-GByte-Modell als nicht lieferbar gelistet.
Weltweit hohe Nachfrage oder keine Geräte?
In Deutschland verkauft Google das Pixel-Smartphone vor allem über den eigenen Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) und hat mit der Deutschen Telekom(öffnet im neuen Fenster) einen exklusiven Partner, über den das Smartphone verkauft wird.
"Aufgrund der weltweiten hohen Nachfrage kommt es zu Lieferengpässen bei der 128-GByte-Variante des Google Pixel und des Google Pixel XL" , sagte eine Sprecherin der Deutschen Telekom Golem.de bereits vor drei Wochen. Verkaufszahlen wollte der Anbieter nicht nennen, so dass nicht klar ist, ob es einfach keine Geräte gibt oder ob sich sehr viele Kunden für das Smartphone interessieren.

"Wir tun natürlich unser Möglichstes, die Lieferzeiten so gering wie möglich zu halten" , ergänzte die Telekom-Sprecherin. In den letzen drei Wochen gelang es der Telekom aber nicht, an der Situation grundlegend etwas zu ändern. Seit drei Wochen gibt die Telekom zumindest für das Pixel XL mit 128 GByte in silbernem Gehäuse unverändert an, dass es in vier Wochen geliefert würde. Alle übrigen 128-GByte-Ausführungen sind seitdem nicht verfügbar. Bei Google sind seit Wochen gar keine Bestellungen der 128-GByte-Modelle möglich.
Google schweigt
Wir fragten auch bei Google nach den Gründen für die schlechte Liefersituation, erhielten aber keine Antwort. Daher ist nicht bekannt, wann sich die Situation ändern könnte. Wer sich für ein Pixel-Smartphone mit mehr als 32 GByte Speicher interessiert, wird wohl noch lange warten müssen. Denn auch international zeichnet sich das 128-GByte-Modell vor allem dadurch aus, dass es nicht verfügbar ist – ebenfalls seit vielen Wochen, heißt es auf Nowinstock(öffnet im neuen Fenster) , die kontinuierlich den Lieferstatus des Smartphones in den USA beobachten.
Im Unterschied zu den meisten anderen aktuellen Android-Smartphones fehlt den Pixel-Modellen ein Steckplatz für Speicherkarten. Wer also das Risiko vermindern möchte, dass einem der Speicher ausgeht, wird lieber zum 128-GByte-Modell greifen wollen. Bei Google und der Telekom zahlen Käufer 110 Euro Aufpreis, wenn sie das Smartphone mit der hohen Speicherbestückung nehmen wollen.