Verfügbarkeit und Fazit: Android-Desktopmodus
Der Desktopmodus ist für alle Pixel-Smartphones ab dem Pixel 8 unter Android 16 verfügbar, sofern der Pixel-Drop vom März 2026 installiert wurde. In Zukunft soll die Oberfläche auch für andere Android-Smartphones erscheinen – das kündigte Google zumindest in der Vergangenheit an.
Fazit
Google ist mit dem Desktopmodus für Pixel-Smartphones zweifelsfrei auf einem interessanten Weg, ein Smartphone auch als PC-Ersatz verwenden zu können. Aktuell wirkt das System auf uns aber noch nicht besonders ausgereift, was sich an zahlreichen Stellen bemerkbar macht.
So vermissen wir die Möglichkeit, App-Shortcuts auf dem Desktop abzulegen. Auch dass bestimmte Hintergrundbilder unseres Smartphones ignoriert werden, finden wir merkwürdig. Die Bildschirmauflösung können wir nicht anpassen, was an manchen Monitoren zu sehr klein geratenen Inhalten führt.
Uns nervt zudem, dass wir während der Nutzung das Display des Pixel nicht ausschalten können. Das funktioniert bei Samsungs Dex problemlos, dort kann das Galaxy-Smartphone sogar als Touchpad dienen. Auch App-Shortcuts lassen sich auf dem Desktop von Dex ablegen.
Google arbeitet mit Samsung gemeinsam an der Entwicklung seines Desktopmodus, vielleicht kommen diese Funktionen ja noch. Und womöglich werden auch die weiteren kleinen Bugs, die uns aufgefallen sind, bald beseitigt.
Für Office-Arbeit ist der Pixel-Desktopmodus sehr gut geeignet. Multitasking funktioniert, wie wir es von einem PC gewohnt sind: Wir können alle unsere Programme in verschiedenen Fenstern verwenden. Da wir schlicht die Apps von unserem Smartphone verwenden, ist die Auswahl entsprechend groß. Wir haben in unserem Test keine Anwendung erlebt, die nicht lief. Auch für manche Spiele ist die Desktopansicht interessant.
Allerdings bleibt Android auch im Desktopmodus ein Touch-basiertes Betriebssystem. Entsprechend müssen wir bei vielen Apps mit der Maus Touchgesten imitieren, was ungewohnt ist. Wie Google (oder Samsung) dieses Problem lösen will, ist uns schleierhaft – das würde wahrscheinlich wesentlich komplexere Eingriffe in das System erfordern. Mit etwas Eingewöhnung geht es aber nach einiger Zeit auch so.
Etwas enttäuscht sind wir von der Linux-Entwicklerumgebung, die immer noch sehr buggy ist und sich im Alltag mit GUI-Programmen eigentlich nicht sinnvoll verwenden lässt. Der Desktopmodus im Zusammenspiel mit einer guten Linux-Umgebung wäre ein Knallerargument für die Pixel-Smartphones.
Der Pixel-Desktopmodus ist vielversprechend, aber bei Weitem noch nicht fertig. Google ist auf einem Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Wer ein Smartphone mit einer funktionierenden Desktopoberfläche möchte und keinen Wert auf Linux-Anwendungen legt, ist mit einem Samsung-Gerät samt Dex aktuell noch besser bedient.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.