Linux-Entwicklerumgebung und der Desktopmodus – ausbaufähig
Zumindest ist das in der Theorie so. In der Praxis ist das Linux-Terminal bei uns sehr launisch, wenngleich es gegenüber den ersten Versionen Verbesserungen gibt. Google bezeichnet die Linux-Entwicklerumgebung aber immer noch als Betaversion, was seine Berechtigung hat.
Anwendungen können nun auch mit grafischer Benutzeroberfläche ausgeführt werden. Wie wir am Beispiel von Libreoffice sehen, ist das aber ziemlich buggy: Nachdem wir Libreoffice über das Terminal installiert und gestartet haben, müssen wir mit der Maus oben rechts im Fenster in den Grafikmodus wechseln. Daraufhin färbt sich das gesamte Fenster schwarz und es passiert erst einmal nichts.
Dabei handelt es sich um einen Grafikfehler: Klicken wir irgendwo in das Fenster, baut sich – zunächst wackelig – die gewohnte GUI von Libreoffice auf. Das Programm lässt sich anschließend relativ problemlos verwenden, von immer wieder auftretenden Grafikglitches einmal abgesehen. Manchmal starten wir auch nicht mit einem schwarzen Bildschirm, aber heftigen Grafikfehlern.
Linux-Terminal stürzt bei uns nach GUI-Nutzung ab
Wir können nur ein Linux-Programm auf einmal ausführen. Beenden wir Libreoffice (oder auch andere Programme mit grafischer Benutzeroberfläche), resultiert das in einem nicht mehr reagierenden Terminal. Ein Klick auf die Terminal-Benachrichtigung in der Benachrichtigungszeile, über den wir normalerweise zum Terminal zurückkommen, öffnet zwar einen neuen Tab, darin findet aber nur eine App-Bootschleife statt.
Auch nachdem wir das Terminal geschlossen haben, lädt es nicht mehr. Die einzige Möglichkeit für uns, das Terminal wieder zum Laufen zu bekommen, ist, es in den Einstellungen zu deaktivieren und wieder zu aktivieren. Das führt allerdings dazu, dass alle unsere installierten Inhalte gelöscht werden (nicht aber angelegte Nutzerdaten wie etwa Textdateien). Wollen wir wieder Libreoffice verwenden, müssen wir das Programm neu installieren.
Bei anderen Nutzern stürzt das Terminal nicht ab – wir konnten nicht herausfinden, warum es bei uns so ist. Die Grafikfehler bei Programmen mit GUI sind aber offenbar normal. Außerdem funktioniert offenbar die Grafikbeschleunigung noch nicht, obschon im Menü etwas anderes angezeigt wird. Das wirkt sich etwa auf die Darstellung von Spielen aus.
So verlockend die Linux-Entwicklerumgebung in Verbindung mit dem Desktopmodus sein mag, so buggy ist die Nutzung im Alltag. Wir würden uns mit unserem Smartphone nicht auf Linux-Programme verlassen, da das Terminal schlichtweg nicht alltagstauglich ist – vor allem aufgrund des Umstands, dass wir die Linux-Umgebung nach der Nutzung jedes Mal zurücksetzen müssen.
Viele kleine Bugs
Neben den Bugs mit dem Terminal sind uns auch weitere kleine Fehler in der Nutzung des Desktopmodus aufgefallen. So werden auf unserem Pixel Inhalte wie die App-Benachrichtigungssymbole auf dem Always-on-Display in der Regel nach dem Abstöpseln eine Zeit lang viel zu groß angezeigt, bis sie wieder auf normale Größe schrumpfen.
Andere Inhalte, wie Informationen von At a Glance, werden hingegen manchmal eine Zeit lang sehr klein dargestellt. In einem Fall konnten wir auf dem Pixel keine Benachrichtigungen mehr anklicken, sie reagierten schlicht nicht mehr. Wir mussten das Smartphone neu starten, um es wieder vernünftig verwenden zu können.
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