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Pixel 9 Pro XL im Test: Pixel 8 Pro + mehr KI = Pixel 9 Pro XL

Google setzt beim Pixel 9 Pro XL voll auf die Kamera und natürlich auf KI – und nicht auf das schnellste SoC . Ob das funktioniert, haben wir im Test ausprobiert.
/ Tobias Költzsch
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Das Pixel 9 Pro XL von Google (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Pixel 9 Pro XL von Google Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Bei der Präsentation der neuen Pixel-9-Smartphones dürfte "AI" eines der Wörter gewesen sein, die mit am häufigsten gefallen sind. Google hat sich dem Thema KI-Integration mittlerweile komplett verschrieben und baut seine Gemini-KI in nahezu alle Produkte ein. Die Pixel-Smartphones sind da keine Ausnahme – vor allem die neuen Geräte der Pixel-9-Serie.

KI soll Nutzer im Alltag unterstützen: beim Fotografieren, bei Sprachanfragen, beim Verfassen von Texten, sogar beim Wetterbericht. Für die Pixel-9-Modelle gibt es wieder eine Reihe von exklusiven Funktionen, die spannend klingen. Ob sie es auch tatsächlich sind und ob sie die geringere Leistungsfähigkeit des SoC gegenüber der Konkurrenz ausgleichen, haben wir im Test des Pixel 9 Pro XL überprüft – auch vor dem Hintergrund, dass das Pixel 8 Pro aktuell 500 Euro günstiger ist.

Das Pixel 9 Pro XL entspricht von der Größe her dem Pixel 8 Pro des Vorjahrs – neu in diesem Jahr ist die kleinere Variante Pixel 9 Pro, die technisch bis auf Akku und Display baugleich ist – entsprechend gelten fast alle Aussagen in diesem Test auch für das kleinere Modell. Wir haben von Google für den Test das XL-Modell zur Verfügung gestellt bekommen, das einen 6,8 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 2.992 x 1.344 Pixeln hat. Ab Werk ist allerdings nur Full HD eingestellt, das müssen wir das zunächst noch manuell ändern.

Helles Display mit guten Farben

Der Bildschirm des Pixel 9 Pro XL wird sehr hell – Google verspricht eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 cd/m². Auch in hellem Sonnenschein hatten wir zu keiner Zeit Probleme, Inhalte vom Bildschirm abzulesen. Das Display ist außerdem äußerst blickwinkelstabil und hat gute Farben. Das ohnehin schon gute Display des Pixel 8 Pro hat Google in diesem Jahr noch verbessert und es noch heller gemacht.

Im Display verbaut sind die Frontkamera mit 42 Megapixeln und ein Fingerabdrucksensor. Dieser arbeitet erfreulicherweise wesentlich schneller und vor allem zuverlässiger als derjenige der Vorgängermodelle. In unserem Test haben wir keine der Unzuverlässigkeiten der früheren Geräte bemerken können – Google hat in diesem Jahr auch erstmals einen Ultraschallsensor verbaut anstelle eines optischen.

Das Design des Pixel 9 Pro XL hat Google verglichen zum Vorjahr stärker geändert als beim Pixel 8 Pro im Jahr 2023: Der Rahmen ist jetzt sehr viel kantiger als zuvor, zudem geht das immer noch auffällige Kameramodul nicht mehr in den Rahmen über. Die Rückseite ist matt wie beim Pixel 8 Pro. Trotz der Änderungen ist das Pixel 9 Pro XL immer noch leicht als Pixel-Smartphone zu identifizieren – seiner Designidee ist Google treu geblieben.

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Auch ein Temperatursensor ist wieder dabei

Dazu zählt besagtes Kameramodul, in dem die drei Kameras nebeneinander eingebaut sind. Daneben befinden sich ein LED-Blitz und der Temperatursensor, den Google behalten, aber während der Vorstellung nicht erwähnt hat. Er funktioniert genauso wie beim Pixel 8 Pro und wir fragen uns immer noch, was wir im Alltag damit sollen.

Die Kameras haben die gleichen Auflösungen wie beim Pixel 8 Pro: Die Hauptkamera kommt mit 50 Megapixeln, die Superweitwinkelkamera mit 48 Megapixeln. Auch die 5-fach-Telekamera hat 48 Megapixel. Bei normalen Tageslichtaufnahmen merken wir zwischen dem neuen und dem alten großen Pixel entsprechend zunächst keine großen Unterschiede: Auch das Pixel 9 Pro XL macht sehr ausgeglichen belichtete Bilder mit guten Schatten und überzeugender Schärfe.

Besserer Digitalzoom und KI-Funktionen für die Kamera

Allerdings hat Google bei seinem neuen Modell merklich an den Algorithmen geschraubt: Verwenden wir beispielsweise den Digitalzoom, so war bisher bei etwa 16-facher Vergrößerung Schluss, wenn man ein qualitativ ansprechendes Foto erhalten wollte. Bereits das Pixel 8 Pro konnte bis 30x vergrößern, die Bilder hatten dann aber nur noch Dokumentationscharakter.

Anders beim Pixel 9 Pro XL: Auch hier können wir bis 30x zoomen, das Ergebnis ist aber sehr viel besser. Die überarbeitete Bildverarbeitung schafft es verblüffenderweise, auch bei der höchsten Digitalzoomstufe ein klares Ergebnis zu produzieren. Das neue Pixel ist entsprechend vielseitiger als Kamera einsetzbar als seine Vorgänger.

Aufnahmen bei schlechtem Licht gelingen mit dem Pixel 9 Pro XL wie bereits mit dem Vorgänger sehr gut. Sowohl der Nachtmodus als auch die normale Kamerafunktion machen bei wenig Licht gute Bilder. Wie wir bei einem Konzert festgestellt haben, ist die Bildqualität mit eingesetztem Digitalzoom dann allerdings nicht immer sonderlich gut.

Vollständige Gruppenfotos mit Mich hinzufügen

Google hat sich außerdem wieder einige neue KI-Features einfallen lassen, die wir im Alltag sogar nützlich finden – allen voran die Mich-hinzufügen-Funktion . Damit lassen sich Gruppenaufnahmen machen, auf denen am Ende auch die Person landet, die das ursprüngliche Foto gemacht hat. Nach dem ersten Foto übergeben wir die Kamera an eine der zuerst fotografierten Personen, die aus dem Bild gehen.

Dann stellen wir uns ins Bild, das erste Foto wird auf dem Pixel als Overlay angezeigt. Die Person, die das zweite Foto macht, muss uns nur noch sagen, wo wir uns am besten hinstellen, und das Bild aufnehmen. Das Pixel baut dann ein Bild aus den zwei Aufnahmen, auf dem sich alle Personen befinden. Von der Positionierung und dem Überlappen der Personen im Bild her klappt das in unserem Test sehr gut, allerdings sollten Nutzer den Hintergrund nicht verändern. Wir haben beispielsweise einen Stuhl verrückt, was zu Bildfehlern geführt hat.

Nicht 100-prozentig überzeugt sind wir von der neuen Möglichkeit, durch den Magic Editor automatisch Bildausschnitte zu erstellen. Die KI macht uns auch Vorschläge, bei denen sie herauszoomt und die neu entstehenden Bildteile selbst ergänzt. Die Qualität des Ergebnisses hängt dabei sehr davon ab, welche Bildszenen wir bearbeiten lassen.

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Eine Aufnahme aus einem Wald beispielsweise ergänzt die KI gut mit Bäumen und Gehölz. Eine Aufnahme von unserem Balkon in der Stadt aus hingegen wird in den Details nicht besonders realistisch ergänzt: In den neuen Bereichen geht es manchmal kreuz und quer, teilweise sind die Inhalte nicht zu identifizieren. Auf dem Pixel 8 Pro gibt es die automatische Bildausschnitterstellung übrigens nicht – die Funktion ist nur den neuen Pro-Modellen vorbehalten.

Panoramaaufnahmen in der Nacht

Die gilt auch für die neuen Lowlight-Panoramafotos: Sie sind eine Kombination aus Nacht- und Panoramamodus. Bei jedem Bild, das wir dem Panorama hinzufügen, müssen wir das Pixel einige Sekunden stillhalten, damit die Nachtaufnahme gemacht werden kann. Am Ende bekommen wir ein gut belichtetes Nachtpanorama heraus – allerdings nicht immer: In einigen Fällen war das Ergebnis viel zu unterbelichtet, so als hätten wir gar keinen Nachtmodus verwendet.

Videos in 8K mit digitaler Nachbearbeitung

Auch Nachtvideos lassen sich mit dem Pixel 9 Pro XL jetzt aufhübschen – über die Boost-Funktion. Dabei werden die Videos nicht auf dem Smartphone verarbeitet, sondern nach dem Hochladen in Google Fotos in der Cloud. Je nach ursprünglicher Lichtsituation bringt die Bearbeitung durchaus eine Verbesserung: Ein während eines Konzerts aufgenommenes Video wirkt deutlich schärfer und hat weniger Artefakte.

Wunder vollbringt der Nachtvideomodus aber nicht: Ist das Ursprungsmaterial zappenduster, wird es auch durch die Bearbeitung auf Googles Servern nicht sehr viel heller. Die Bearbeitung dauert je nach Videolänge unterschiedlich lang, ein 20-Sekunden-Clip brauchte bei uns anderthalb Stunden. Ein zweieinhalb Minuten langes Video wurde knapp drei Stunden lang verarbeitet.

Der Nachtvideo-Boost ist für alle Pixel-9-Modelle verfügbar – anders als der bereits vom Pixel 8 Pro bekannte Video-Boost sowie dessen neue Möglichkeit, aus 4K-Videos 8K-Aufnahmen zu generieren. Die Hardware des Pixel 9 Pro XL ermöglicht maximal Videoaufnahmen in 4K; ist allerdings die Boost-Funktion aktiviert, können wir auch in 8K aufnehmen. Dieses KI-gestützte Hochskalieren führt tatsächlich zu einem Video mit besserer Qualität, sowohl was die Schärfe als auch die Artefakte betrifft.

Video-Boost hilft auch bei Zoomaufnahmen

Der normale Video-Boost ermöglicht jetzt auch Aufnahmen mit bis zu 20-facher Vergrößerung – allerdings nur in 4K. Die Qualität ist besser als bei einer 20-fach gezoomten Videoaufnahme ohne Video-Boost – allerdings greift Google bei der Vorschau zu einem unnötigen Taschenspielertrick. Wie bereits beim Pixel 8 Pro speichert Google eine Videoaufnahme ohne Boost, während die verbesserte Version gerendert wird – auch hier warten wir bei einem kurzen Video bis zu anderthalb Stunden.

Die nicht verbesserte Version sieht allerdings viel schlechter aus, als sie es eigentlich sein sollte: Sie ist stark verpixelt und wirkt, als hätte man ein 480p-Video auf 1440p vergrößert. Machen wir aber die gleiche Aufnahme ohne die Boost-Funktion und nehmen nicht das mit dem Boost gleichzeitig gespeicherte Video als Vergleich, ist die Qualität viel besser.

Pixel 9 Pro XL – Video-Boost und Nachtvideomodus
Pixel 9 Pro XL – Video-Boost und Nachtvideomodus (02:31)

Wer also nur die Boost-Funktion verwendet und dann die beiden Aufnahmen vergleicht, wird aus dem Staunen nicht herauskommen – so viel besser sieht die überarbeitete Aufnahme aus. Dabei wurde das vermeintliche Ursprungsmaterial offenbar nur künstlich verschlechtert. Wir finden nicht, dass Google so etwas nötig hat – zumal das verbesserte Boost-Ergebnis tatsächlich deutlich besser aussieht als eine Standardaufnahme, die wir mit deaktivierter Boost-Funktion machen.

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Insgesamt betrachtet ist die Kamera des Pixel 9 Pro XL sehr vielseitig einsetzbar. Fotos gelingen sowohl bei Tageslicht als auch bei schlechter Beleuchtung gut, dazu kommen die neuen Funktionen wie Mich hinzufügen oder auch der 8K-Videoboost sowie die Möglichkeit, Videos mit 20-facher Vergrößerung aufzunehmen. Zusammen mit den bereits bekannten Funktionen aus den Vorjahren gehört die Pixel-Kamera zu den besten am Markt. Von der reinen Fotoqualität ohne Digitalzoom unterscheidet sich das Pixel 9 Pro XL allerdings nicht sonderlich vom Pixel 8 Pro – das soll der Vollständigkeit halber gesagt werden.

Tensor G4 mit schwächeren Leistungsbenchmarks als die Konkurrenz

Google zufolge ermöglicht das neue Tensor-G4-SoC einige der neuen Funktionen. Der Chip ist wie seine Vorgänger auf KI-Anwendungen getrimmt, weniger auf Spitzenleistung. Das merken wir in den Benchmark-Tests: Im Geekbench 6 kommt der Tensor G4 auf einen Single-Core-Wert von 1.770 Punkten, was um die zehn Prozent mehr als beim Pixel 8a mit dem Tensor G3 ist. Zum Vergleich: Das ROG Phone 8 Pro von Asus ist dem mit 2.338 Zählern weit voraus.

Im Alltag bemerken wir allerdings keine nennenswerten Lags oder langsame App-Starts: Das Pixel 9 Pro XL reagiert flink und läuft flüssig. Im Zweifel haben aktuelle Premium-Modelle mit Qualcomms Snapdragon 8 Gen 3 aber bei sehr anspruchsvollen Apps einen Leistungsvorteil. Google setzt seinen bisherigen Weg fort und verwendet den etwas weniger leistungsfähigen Tensor-Chip, den das Unternehmen besser auf seine KI-Bedürfnisse trimmen kann.

Im KI-Benchmark Geekbench AI kommt das Pixel 9 Pro XL auf einen Quantized Score von um die 6.400 Punkten (Framework: Tensorflow Lite, Backend: NNAPI). Das sind über 16 Prozent mehr als beim Pixel 8 Pro mit seinem Tensor G3, das im gleichen Test auf rund 5.500 Punkte kommt. Google hat entsprechend die KI-Leistung verbessert.

Natürlichere Unterhaltung mit Gemini Live

Auf den Pixel-9-Geräten läuft Googles KI-Modell Gemini Nano in multimodalem Modus, was der KI auf den Smartphones ermöglicht, sowohl Text als auch Bilder und Audio zu verstehen – auf dem Gerät selbst. Entsprechend spielt KI auch abseits der Kamera beim Pixel 9 Pro XL eine große Rolle. In den kommenden Wochen will Google eine Verbindung zwischen dem KI-Assistenten Gemini und zahlreichen eigenen Apps wie Youtube oder Notizen einführen.

Bereits ausprobieren können wir Gemini Live, eine neue Art und Weise, sich mit dem Sprachassistenten Gemini zu unterhalten. Verfügbar ist das bislang allerdings nur auf Englisch – auf Deutsch soll die Funktion noch folgen. Gemini Live erlaubt uns eine Unterhaltung, die sich wesentlich natürlicher anfühlt als das bisherige Fragenstellen, bei dem wir anschließend die Antwort der KI abwarten.

Wir können beispielsweise unsere Anfragen wesentlich freier formulieren und auch kleine Pausen machen. Auch können wir uns korrigieren, falls wir uns bei einer längeren Anfrage verhaspelt haben. Gemini antwortet anschließend wie gewohnt auf unsere Anfrage; wir können die KI aber auch unterbrechen, falls uns noch etwas einfällt oder wir eine Nachfrage haben. Diese Interaktion fühlt sich wesentlich natürlicher an, auch wenn am Ende die gleiche KI mit dem gleichen Wissen wie zuvor unsere Fragen beantwortet. Voraussetzung für Gemini Live ist Gemini Advance, dass es im Premium-AI-Abo von Google One gibt. Nach dem ersten kostenlosen Jahr für neue Pixel-Kunden kostet das 22 Euro im Monat.

Das natürlichere Konversationsgefühl wird durch die neuen Stimmen von Gemini unterstützt, die zunächst ebenfalls nur auf Englisch zur Verfügung stehen. Sie klingen dank verbesserter Intonation realistischer als die bisherigen. So wird beispielsweise mehr Wert darauf gelegt, dass sich die Stimmhöhe der Sprecher an den Inhalt anpasst. Wir können aus mehreren Stimmen wählen, die sich in der Tonlage und dem Geschlecht unterscheiden.

In Deutschland gibt es noch nicht alle neuen KI-Funktionen

Noch nicht ausprobieren konnten wir die Pixel-Screenshots-App, mit der sich Bildschirmaufnahmen mit Gemini verbinden lassen. Bei einigen Kollegen war die App auf den Testgeräten vorinstalliert und ließ sich verwenden, sobald das Smartphone auf Englisch umgestellt wurde – bei uns ging das allerdings nicht. Mit Screenshots sollen Nutzer die KI etwa nach Informationen fragen können, die sie zuvor in einem Screenshot festgehalten haben. Auch die KI-Zusammenfassung beim Wetter funktioniert auf Deutsch nicht – wir bekommen lediglich kurze Hinweise, etwa falls es regnen soll.

Der Akku des Pixel 9 Pro XL hat eine Nennladung von 5.060 mAh und ist damit fast genauso groß wie der im Pixel 8 Pro. Er soll Google zufolge für eine Laufzeit von mehr als 24 Stunden reichen – was wir bei normaler Nutzung im Alltag bestätigen können. Wer über den Tag hinweg die Kamera sehr oft verwendet, aufwendige Spiele zockt oder das GPS nutzt, wird eine geringere Laufzeit haben.

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Geladen werden kann das Pixel 9 Pro XL mit bis zu 45 Watt, ein passendes Netzteil legt Google nicht bei. Das Smartphone kann auch drahtlos geladen werden: Beim Pixel 9 Pro XL sind bis zu 23 Watt möglich. Das Gerät ist zwar Qi-zertifiziert, allerdings nicht nach dem neuen Standard Qi 2. Entsprechend lassen sich auch keine magnetischen Ladeadapter befestigen.

Zu wenig Speicher beim Einstiegsmodell

Das Pixel 9 Pro XL hat 16 GByte RAM und wahlweise zwischen 128 GByte und 1 TByte Flash-Speicher. Dass Google das Smartphone in der Einsteigerversion noch mit nur 128 GByte anbietet, finden wir etwas knausrig – für den Preis würden wir 256 GByte erwarten. Das Pixel 9 Pro XL unterstützt 5G sowie Wi-Fi 7 und hat einen UWB-Chip eingebaut. Bluetooth läuft in der Version 5.3.

Ausgeliefert wird das Pixel 9 Pro XL mit Android 14 und nicht mit Android 15, das offiziell noch nicht veröffentlicht worden ist. Anders als in den Vorjahren hat Google seine Pixel-Smartphones 2024 etwas früher vorgestellt. Sobald Android 15 fertig ist, dürften die Pixel-Geräte mit die ersten sein, die das Upgrade erhalten. Wie die Pixel-8-Reihe sollen die Modelle sieben Jahre lang Updates und Versionsupgrades erhalten.

Verfügbarkeit und Fazit: Pixel 9 Pro XL

Das Pixel 9 Pro XL kostet bei Google(öffnet im neuen Fenster) mit 128 GByte Speicher 1.200 Euro. Die Version mit 256 GByte Speicher kostet regulär 1.300 Euro, ist bis zum 5. September 2024 aber für 1.200 Euro erhältlich. Die Variante mit 512 GByte Speicher kostet regulär 1.430 Euro, im Rahmen der Aktion 1.300 Euro. Das 1-TByte-Modell kostet 1.690 Euro, bis zum Ende des Aktionszeitraums ist es für 1.430 Euro bestellbar.

Das bis auf die Displaygröße und den Akku identische Pixel 9 Pro ist regulär in jeder Variante 100 Euro günstiger, eine 1-TByte-Version gibt es nicht. Das normale Pixel 9 mit weniger vielseitiger Dualkamera und fehlendem Video-Boost kostet ab 900 Euro.

Fazit

Das Pixel 9 Pro XL ist ein hochwertig verarbeitetes Smartphone, das vor allem durch seine Kamera, den Bildschirm und die KI-Einbindung ins Betriebssystem überzeugt. Google hat den bisherigen Weg bei seinen Smartphones beibehalten und setzt statt auf absolute Spitzenleistung beim SoC eher auf dessen KI-Fähigkeiten.

Das macht sich vor allem bei der Kamera bemerkbar, die einige neue Tricks beherrscht. Neben der Möglichkeit, mit Mich hinzufügen endlich die ganze Familie auf Urlaubsfotos zu bekommen, gibt es beim Pixel 9 Pro XL auch Nachtpanoramen, eine KI-Ergänzung von Fotos sowie einen Video-Boost, der sehr gute Resultate liefert.

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Interessant finden wir auch Gemini Live, das vorerst zwar nur auf Englisch funktioniert, aber auch auf Deutsch kommen dürfte. Die Interaktion mit Gemini wirkt mit Live wesentlich realistischer und ungezwungener. Dazu tragen auch die neuen, viel besseren Stimmen des Sprachassistenten bei, die ebenfalls vorerst nur auf Englisch bereitstehen.

Von der reinen Leistung her bietet das Pixel 9 Pro XL nur wenige Unterschiede zu seinem Vorgänger. Trotz der neuen KI-Funktionen tun wir uns daher schwer, das Pixel 9 Pro XL gegenüber dem Pixel 8 Pro zu empfehlen: Nur wer beispielsweise unbedingt eine der neuen Fotofunktionen benötigt oder sich ausgiebig mit Gemini unterhalten will, bekommt beim Pixel 9 Pro XL einen wirklichen Mehrwert – nach dem Ablauf des ersten kostenlosen Jahres des Premium-AI-Abos aber auch nur gegen Aufpreis. Die grundsätzliche Kameraqualität ist bis auf Aufnahmen mit hohem Zoomfaktor auch nahezu identisch.

Wir fragen uns außerdem, wie viele der neuen Funktionen Google auch beim alten Modell anbieten könnte – einige, vermuten wir. Angesichts dessen, dass das Pixel 8 Pro aktuell ab unter 700 Euro zu haben ist, stellen die 1.200 Euro Startpreis für das neue Modell einen Aufpreis dar, den wir nicht zwingenderweise nachvollziehen können. Das Pixel 9 Pro XL ist ein gutes Smartphone – das Pixel 8 Pro aber halt auch, und das für wesentlich weniger Geld.


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