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Pixel 8a im Test: Googles starke Alternative zum Pixel 8

Googles Pixel 8a ist vor allem durch die Software ein interessantes Smartphone . Der preisliche Abstand zum Pixel 8 ist groß genug, es gibt aber anderweitig Konkurrenz.
/ Tobias Költzsch
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Das Pixel 8a von Google (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Pixel 8a von Google Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Die Pixel-A-Modelle von Google bieten seit Jahren einen Kompromiss aus Preis, aktueller Hardware und die den Pixel-Geräten vorbehaltenen Softwarefunktionen. Das gilt auch für das neue Pixel 8a: Das Smartphone ist dem bis dato günstigsten Modell der 8er-Serie, dem Pixel 8, sehr ähnlich, in Deutschland aber 250 Euro günstiger. Im Kurztest zeigt Golem.de, was Käufer erwartet.

Bereits auf den ersten Blick ist das Pixel 8a klar als Google-Smartphone zu erkennen: Auf der Rückseite gibt es das prägnante Kameramodul, das verglichen mit dem Pixel 8 deutlich weniger aus dem Gehäuse ragt. Im direkten Vergleich zeigt sich zudem, dass die Ecken des Pixel 8a mit einem größeren Radius abgerundet sind. Dadurch liegt das Smartphone etwas besser in der Hosentasche.

Das Display ist 6,1 Zoll groß und damit nur minimal kleiner als das des Pixel 8. Die Auflösung liegt bei 2.400 x 1.080 Pixeln, die maximale Bildrate bei 120 Hz. Das sind 30 Hz mehr als beim Pixel 7a und liegt auf dem Level des Pixel 8. Bildschirminhalte werden entsprechend sehr flüssig dargestellt, die Farben und die Helligkeit sind sehr gut. Standardmäßig läuft das Pixel 8a aber mit 60 fps, die höhere Bildrate muss in den Einstellungen aktiviert werden.

Breiter Rahmen um das Display

Etwas ungewöhnlich erscheint uns der relativ breite Rahmen um das Display des Pixel 8a. Am unteren Rand ist er zudem noch etwas breiter als an den anderen drei Seiten, was 2024 für ein Smartphone in der Preiskategorie über 500 Euro ungewöhnlich ist. Der im Display verbaute Fingerabdrucksensor arbeitet in unserem Test zügig und ohne Probleme.

Die Rückseite ist aus mattem Kunststoff, der sich zunächst wie Glas anfühlt. Wir finden die Haptik besser als beim Pixel 8 mit seiner glänzenden Rückseite. Mit dem Pixel 8a hat Google neue, etwas knalligere Farben eingeführt: Neben Schwarz und Weiß ist das Smartphone in Blau und Hellgrün erhältlich. Uns gefällt das auffällige Blau gut, die Verarbeitung ist sehr hochwertig.

Die Kamera auf der Rückseite ist eine alte Bekannte: Das Dualsystem stammt aus dem Pixel 7a und bietet eine Hauptkamera mit 64 Megapixeln und einer Blende von f/1,89. Einen optischen Bildstabilisator gibt es nicht. Die Superweitwinkelkamera hat 13 Megapixel, eine Blende von f/2.2 und einen Bildwinkel von 120 Grad. Teleaufnahmen sind mit maximal 8-facher digitaler Vergrößerung möglich.

Wenig überraschend ist die Bildqualität mit der des Pixel 7a vergleichbar und entsprechend gut: Bilder bei Tageslicht haben eine gute Schärfe und sind Pixel-typisch von der Bilddynamik her sehr ausgeglichen. Die Farben bei Haupt- und Superweitwinkelkamera sind identisch, auch bei der Bilddynamik gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Die Schärfe ist bei der Superweitwinkelkamera aufgrund der geringeren Auflösung schlechter.

Geringer Digitalzoom, gute Videos, kompletter Magic Editor

Der Digitalzoom ist bei niedrigen Zoomstufen problemlos nutzbar, bei achtfacher Vergrößerung sind die Qualitätsverluste erkennbar. Allerdings sind so gemachte Fotos immer noch gut nutzbar. Der Nachtmodus funktioniert wie bei den anderen Pixel-Smartphones sehr gut.

Videos lassen sich mit dem Pixel 8a in maximal 4K mit 60 fps aufnehmen. Die elektronische Bildstabilisierung ist gut, auch stärkere Wackler sind im fertigen Video wesentlich schwächer als in der Realität. Insgesamt ist die Kamera des Pixel 8a technisch keine große Weiterentwicklung im Vergleich mit dem Pixel 7a, was aber aufgrund der bereits hohen Qualität kein Beinbruch ist. Beim Pixel 8a profitieren Nutzer aber von verbesserten Softwarelösungen.

Besitzer des Pixel 8a können auf Googles Magic Editor zugreifen, der KI-Bildbearbeitung ermöglicht. Daher können wir auch auf Googles preiswertestem Pixel-8-Modell nicht nur den magischen Radierer verwenden, um Personen und Gegenstände aus Bildern zu entfernen, sondern auch Bildelemente versetzen, verkleinern oder vergrößern.

Audio Magic Eraser, Circle to Search und weitere KI-Funktionen an Bord

Auch lassen sich bei mehreren Gruppenaufnahmen die Gesichter austauschen, so dass Nutzer am Ende ein Bild haben, auf dem alle Personen wie gewünscht schauen. Ebenfalls installiert ist der Audio Magic Eraser, der Hintergrundgeräusche aus Videos filtert. Die Video-Boost-Funktion bleibt aber weiterhin dem Pixel 8 Pro vorbehalten. Zu den weiteren KI-unterstützten Funktionen gehören der Audiorekorder mit automatischer Transkription, die Circle-to-Search-Suche und Übersetzungen in Echtzeit.

Möglich wird das durch den im Pixel 8a verbauten Tensor G3, also das gleiche SoC, das auch im Pixel 8 und Pixel 8 Pro zum Einsatz kommt. Die Leistung ist allerdings etwas schwächer als beim Pixel 8: Im Single-Core-Test des Geekbench 6 erreichen wir mit 1.604 Punkten ein niedrigeres Ergebnis. Die Kerne der CPU scheinen etwas niedriger getaktet zu sein als beim Pixel 8. Im Nutzungsalltag hat das in der Regel aber keine nennenswerten Auswirkungen.

Das Pixel 8a ist wahlweise mit 128 oder 256 GByte Speicher erhältlich, der Arbeitsspeicher ist 8 GByte groß. Das Smartphone unterstützt 5G (mmWave und Sub-6-GHz) und Wi-Fi 6E. Bluetooth läuft in der Version 5.3. Beim Telefonieren sorgen zwei Mikrofone für eine Geräuschunterdrückung – das Pixel 8 hat dafür drei.

Der Akku hat eine Nennladung von 4.492 mAh und soll Google zufolge bei normaler Nutzung für 24 Stunden reichen. Wir kommen mit einer Akkuladung bei stärkerer Nutzung über den Tag, müssen dann aber nachts laden – wie also auch bei den anderen Pixel-8-Modellen. Das Pixel 8a lässt sich auch drahtlos laden, der Qi-Standard wird unterstützt.

Ausgeliefert wird das Pixel 8a mit Android 14, Google verspricht wie bei den anderen Modellen der Pixel-8-Reihe sieben Jahre lang Updates. Das schließt nicht nur Sicherheitsaktualisierungen mit ein, sondern auch Android-Versionsupgrades.

Verfügbarkeit und Fazit: Pixel 8a

Das Pixel 8a kostet direkt bei Google in der 128-GByte-Version 550 Euro. Die Variante mit 256 GByte Speicher ist für 610 Euro zu haben. Das Pixel 8 kostet im Vergleich mit 128 GByte Speicher 800 Euro, mit 256 GByte Speicher 860 Euro. Das Pixel 8a ist entsprechend 250 Euro günstiger.

Im Onlinehandel ist der Preis bereits leicht gefallen. Bei seriösen Händlern gibt es manche Farbvarianten bereits inklusive Porto für unter 540 Euro.

Fazit

Das Pixel 8a ist einer der stärksten Konkurrenten für Googles eigenes Pixel 8. Das neue A-Modell ist dem Pixel 8 in vielen Bereichen ähnlich, wenn auch nicht komplett. Das betrifft beispielsweise das Display oder den Prozessor, der zwar etwas langsamer getaktet ist, ansonsten aber die gleichen Vorteile mit sich bringt.

Auch bei der Kamera gibt es auf dem Papier Unterschiede, in der Praxis liefert das Pixel 8a aber im Grunde vergleichbar gute Bilder ab. Der Unterschied zum Pixel 8 Pro mit dem Teleobjektiv bleibt hingegen bestehen.

Das Pixel 8a ist womöglich nicht das aufregendste Smartphone des Jahres 2024, das waren Googles A-Modelle aber noch nie. Stattdessen bieten sie einen merklich günstigeren Einstieg in die aktuelle Pixel-Reihe, inklusive der Softwarefunktionen, die nur der 8er-Reihe vorbehalten sind – etwa der Magic Editor ohne Einschränkungen.

Technische Daten des Pixel 8a
Pixel 8a
Display 6,1 Zoll OLED, 2.400 x 1.080 Pixel, 120 Hz, Gorilla Glass 3, 1.400 cd/m² HDR-Helligkeit, 2.000 cd/m² Spitzenhelligkeit
Prozessor Google Tensor G3
Speicher 8 GByte LPDDR5x-RAM und 128 GByte Flash (UFS 3.1) oder 256 GByte Flash (UFS 3.1)
Kamera 64-Megapixel-Hauptkamera mit f/1.89, 13-Megapixel-Superweitwinkelkamera mit 120 Grad Bildwinkel, f/2.2
Frontkamera 13 Megapixel
Akku 4.492 mAh, drahtloses Laden mit Qi
Netzwerk 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3
Größe 152 x 72,8 x 9 mm
Gewicht 188 Gramm
Betriebssystem Android 14

Der Preisbereich zwischen 550 und 600 Euro und darunter ist allerdings einer mit reichlich Auswahl. So ist beispielsweise Samsungs Galaxy S23 aus dem letzten Jahr mittlerweile bereits für um die 560 Euro im Onlinehandel zu haben. Das Galaxy S22 kostet nur noch um die 430 Euro.

Auch das Oneplus 12R mit 256 GByte Speicher für aktuell um die 580 Euro macht dem Pixel 8a in der Preiskategorie Konkurrenz. Und günstiger geht es immer: Das Nothing Phone (2a) beispielsweise kommt zwar mit etwas schwächerer Hardware, dafür kostet es mit um die 330 Euro auch deutlich weniger.

Das Pixel 8a ist ein gutes Smartphone, bei dem Google von den Käufern verglichen mit dem Pixel 8 erstaunlich wenig Kompromisse einfordert. Dem Smartphone fehlt aber ein wenig das gewisse Etwas, um wirklich auf dem Markt hervorzustechen. Sollte es noch etwas günstiger werden, dürfte es für viele Interessenten attraktiver werden.


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