Pixel 7a im Hands-on: Pixel 7a ist erstaunlich gute Alternative zum Pixel 7
Google hat auf der Google I/O sein neues Smartphone Pixel 7a vorgestellt. Wie bei den vorigen A-Serienmodellen ist das Gerät eine technisch leicht reduzierte Version des Pixel 7 , die dafür etwas günstiger ist. Golem.de hat sich das Smartphone in einem ersten kurzen Hands-on genauer angeschaut – und viel Positives, aber auch ein paar Makel gefunden.
Beim SoC müssen Nutzer wie bei den vorherigen A-Modellen keine Abstriche machen: Beim Pixel 7a kommt der gleiche Tensor G2 zum Einsatz wie im Pixel 7, Pixel 7 Pro, Pixel Tablet und Pixel Fold. Entsprechend überrascht es nicht, dass das Pixel 7a im Geekbench-6-Benchmark auf vergleichbare Werte kommt wie das deutlich teurere Pixel 7 Pro: 1.405 Punkte im Single-Core-Test, 3.436 Punkte im Multi-Core-Test.
Entsprechend flüssig läuft Android 13 auf dem Pixel 7a – so, wie wir es von anderen Pixel-7-Geräten gewohnt sind. Nutzer kommen mit dem preiswerteren Gerät auch in den Genuss spezieller Android-Funktionen, die – zumindest zum Start – oft nur auf den Pixel-Geräten verfügbar sind, etwa den Rekorder mit Transkribierfunktion oder verschiedene Kameraoptionen.
Display jetzt mit 90 Hz
Dank einer Verbesserung des Displays gegenüber dem Vorgänger Pixel 6a unterstützt der 6,1 Zoll große OLED-Bildschirm eine Bildrate von 90 Hz, was Inhalte flüssiger wirken lässt. Mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln hat das Display die gleichen Rahmendaten wie das Pixel 7, der Bildeindruck ist sehr gut. Etwas gespart hat Google dennoch: Geschützt wird der Bildschirm nur von Gorilla Glass 3, nicht von Gorilla Glass Victus.
Etwas auffällig finden wir allerdings den recht breit wirkenden Rahmen um das Display herum. Der im Display verbaute Fingerabdrucksensor erinnert uns leider sehr an den vom Pixel 6: Er reagiert meist träge und braucht oft mehrere Anläufe, um unsere registrierten Finger zu erkennen.
Die Frontkamera mit 13 Megapixeln ist in einem Loch eingebaut, sie macht gute Fotos auch im Porträtmodus mit unscharfem Hintergrund. Auf der Rückseite ist eine Zweifachkamera verbaut, die aus einer Hauptkamera mit 64 Megapixeln und einer Superweitwinkelkamera mit 13 Megapixeln besteht. Vor allem die Hauptkamera erhält rein von der Pixelanzahl eine starke Aufwertung – die des Pixel 6a hat 12,2 Megapixel.
Kamera macht gute Bilder
Grundsätzlich gilt, dass die Sensorauflösung nicht alles ist, im Falle des Pixel 7a hat sich die Erhöhung aber gelohnt. In ersten Vergleichen zur Hauptkamera des Pixel 7 Pro mit 50 Megapixeln können wir von der Schärfe her keine nennenswerten Unterschiede zum Pixel 7a erkennen. Auch die Belichtung stimmt, ebenso der Weißabgleich. Bei der Superweitwinkelkamera hingegen sind die Qualitätsunterschiede in der Vergrößerung zu erkennen: Das Pixel 7a macht dann etwas weniger scharfe Bilder, die aber immer noch scharf genug sind.
Ein Teleobjektiv haben das Pixel 7a wie das Pixel 7 nicht, der Digitalzoom ermöglicht eine bis zu achtfache Vergrößerung. Die Bildqualität ist dann noch erstaunlich gut, bei geringeren Zoom-Stufen fallen uns die Unterschiede zu optischen Teleobjektiven nicht auf – wie von Google gewohnt.
Das Pixel 7a bietet den gleichen Nachtsichtmodus wie die anderen Pixel-7-Modelle, auch KI-unterstützte Funktionen wie der Magic Eraser zur Entfernung von störenden Elementen auf Fotos sowie die automatische Schärfefunktion bei verwackelten Bildern sind vorhanden. Insgesamt betrachtet hat das Pixel 7a eine sehr gute Kamera, die der des Pixel 7 nur in Details nachsteht.
Design wie bei den anderen Pixel-7-Modellen
Beim Design folgt das Pixel 7a dem Aussehen des Pixel 7 und Pixel 7 Pro: Die beiden Kameras auf der Rückseite sitzen in einem breiten Balken aus Metall, der Rest der Rückseite ist aus Kunststoff. Hier spart Google ebenfalls, bei den anderen Pixel-7-Modellen kommt Glas zum Einsatz. Der Rahmen ist aus gebürstetem Aluminium. An sich ist das Pixel 7a gut verarbeitet, wir finden aber den Übergang von Alu zu Kunststoff mitunter etwas scharf – dadurch liegt das Smartphone nicht so angenehm in der Hand.
Der Akku des Pixel 7a hat eine Nennladung von 4.300 mAh, laut Google soll er für 24 Stunden normale Nutzung ausreichen. Geladen werden kann das Smartphone mit maximal 18 Watt, auch drahtloses Laden ist möglich. Das Pixel 7a ist nach IP67 vor Wasser und Staub geschützt, ausgeliefert wird es mit Android 13. Google verspricht fünf Jahre Sicherheitsupdates und vier Systemupgrades.
Fazit
Das Pixel 7a hat ein besseres Display und eine bessere Kamera als der Vorgänger, das Pixel 6a. Dafür müssen Interessenten aber auch 100 Euro mehr bezahlen als für das Pixel 6a, dessen Preis Google von 460 auf 410 Euro gesenkt hat. Das Pixel 7a kostet 510 Euro und ist ab sofort erhältlich.
| Pixel 7a | |
|---|---|
| Display | 6,1 Zoll OLED, 2.400 x 1.080 Pixel, 90 Hz |
| Prozessor | Google Tensor G2 |
| Speicher | 8 GByte LPDDR5-RAM und 128 GByte Flash (UFS 3.1) |
| Kamera | 64-Megapixel-Hauptkamera mit f/1.89 und OIS, 13-Megapixel-Superweitwinkelkamera mit f/2.2 und 120 Grad Bildwinkel |
| Frontkamera | 13 Megapixel, f/2.2, 95 Grad Bildwinkel |
| Akku | 4.300 mAh, drahtloses Laden möglich |
| Netzwerk | 5G, Wifi 6E, Bluetooth 5.3, BLE, NFC |
| Größe | 152 x 72,9 x 9 mm |
| Gewicht | 193,5 Gramm |
| Betriebssystem | Android 13 |
Der Preis relativiert sich allerdings, wenn man bedenkt, dass Käufer ein Smartphone erhalten, das erstaunlich nah am Pixel 7 dran ist. Das Pixel 7 kostet seit der Vorstellung des 7a 600 Euro, und wir finden, dass die Unterschiede zum 7a nicht unbedingt 90 Euro wert sind.
Das Pixel 7 Pro bleibt vor allem aufgrund der vielseitigeren Kamera und des größeren und besseren Displays Googles Top-Modell bei den nicht faltbaren Smartphones. Mit dem Pixel 7a bringt Google aber wieder ein Gerät, das preislich in der Mittelklasse angesiedelt ist, Nutzern aber eine Menge bietet.
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