Software

Die nicht sonderlich zuverlässige Gesichtsentsperrung ist ein Hinweis darauf, dass sich das Phone (1) und das Pixel 6a momentan stellenweise deutlich in der Qualität der Software unterscheiden. Beim Phone (1) merken wir trotz eines ersten großen Updates mit Bugfixes, dass die Software noch nicht ausgereift ist. An verschiedenen Stellen fallen uns immer wieder Fehler auf, etwa die nicht funktionierende Gesichtserkennung.

Mit einem Doppeltipp auf den Einschalter lässt sich beim Phone (1) die Kamera aufrufen - leider interpretierte das System einen einfachen Druck auf den Button so oft als Doppeltipp, dass wir die Funktion mittlerweile abstellen mussten. Wir haben zudem erlebt, dass das Display des Smartphones nicht mehr anging, obwohl das Gerät selbst noch eingeschaltet war. Nothing sollte schnellstmöglich ein weiteres Update mit Bugfixes nachschieben.

Ansonsten entpuppt sich das vor dem Marktstart des Phone (1) als Nothing OS angekündigte Android-System im Grunde als solider Android-Skin, der einfach die meisten Teile des Pixel-Androids übernimmt. Bei einigen Überschriften hat Nothing die Schrift gegen eine eigene ausgetauscht, zudem gibt es ein paar eigene Widgets und natürlich die Steuerung der Glyph-Beleuchtung. Interessant für Tesla-Nutzer könnte die direkt in das Betriebssystem integrierte Fernsteuerung ihres Fahrzeugs sein. Insgesamt kommt Nothing OS dem Android auf dem Pixel 6a aber ziemlich nahe.

Pixel 6a mit weniger Bugs

Android 12 auf dem Pixel 6a läuft allerdings wesentlich zuverlässiger als das System auf dem Phone (1). Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass Google beim Pixel 6a einige Monate Vorlaufzeit hatte und dass in der Anfangszeit des Pixel 6 und Pixel 6 Pro dort auch zahlreiche Fehler aufgetreten waren.

  • Das Phone (1) macht Bilder mit ausgeglichener Belichtung und guter Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Pixel 6a sind die Farben kräftiger, die Schatten mitunter ein wenig besser ausgeleuchtet. Dafür ist die Detailschärfe etwas geringer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch bei den Superweitwinkelaufnahmen sind die Farben beim Phone (1) dezenter als ...
  • ... beim Pixel 6a. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Keines der Smartphones hat ein Teleobjektiv, die zweifache Vergrößerung ist beim Phone (1) aber noch gut nutzbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch beim Pixel 6a können wir problemlos digital zweifach vergrößern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei siebenfacher Vergrößerung sind die Qualitätseinbußen sichtbar, sowohl beim Phone (1) ...
  • ... als auch beim Pixel 6a. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der 20-fache Digitalzoom beim Phone (1) eignet sich nur zu Dokumentationszwecken. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Phone (1) gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Pixel 6a gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Gegenlichtaufnahmen schafft es das Phone (1), die Belichtung halbwegs ausgeglichen zu gestalten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Pixel 6a ist die Belichtung noch etwas besser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In dieser Gegenlichtaufnahme hingegen ist der Kontrast beim Phone (1) etwas gering, dafür gibt es reichlich Details. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Pixel 6a verschwinden die Details am Boden und im Hintergrund aufgrund des hohen Kontrasts. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Phone (1) gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Pixel 6a gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Phone (1) gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Pixel 6a gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Phone (1) gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Pixel 6a gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Superweitwinkelkamera des Phone (1) belichtet in dieser Situation die Schatten besser ...
  • ... als das Pixel 6a. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Nothing Phone (1) hat einen Nachtmodus, der sich sowohl mit der Hauptkamera ...
  • ... als auch mit der Superweitwinkelkamera verwenden lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Nachtmodus des Pixel 6a belichtet die dunklen Bereiche besser und ist weniger verrauscht, dafür aber weniger scharf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Nachtmodus des Pixel 6a, verwendet mit dem Superweitwinkelobjektiv (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Phone (1) ist ein gutes Stück größer als das Pixel 6a. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Google setzt beim Pixel 6a eher auf einen abgerundeten Rahmen, Nothing hält das Phone (1) eckig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Vom Design her unterscheiden sich die beiden Smartphones stark - vor allem auf der Rückseite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Phone (1) mit Beleuchtung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beide Smartphones haben eine Dualkamera mit Weitwinkel- und Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Phone (1) mit Beleuchtung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das Pixel 6a kommt mit den für die aktuellen Pixel-Smartphones typischen Zusatzfunktionen wie dem Bildbearbeitungstool Magic Eraser und der Rekorder-App, die aufgenommene Gespräche sehr gut transkribieren kann. Diese Funktionen werden Google zufolge durch die Maschinenlernfähigkeiten des Tensor-Chips ermöglicht und laufen daher nicht auf anderen Smartphones. Nothing hat zumindest versucht, für den Rekorder einen Ersatz anzubieten: Die App Automatische Transkription & Geräuschbenachrichtigungen ist aber eher als Unterstützung für Hörgeschädigte gedacht und bei Weitem nicht so präzise wie Googles Audiorekorder.

Aktuell ist die Software auf dem Pixel 6a umfangreicher und vor allem stabiler als die auf dem Nothing Phone (1). Die Stabilität wird Nothing hoffentlich mithilfe von Updates verbessern, gegen die fehlenden Funktionen wird das Unternehmen allerdings nichts tun können: Manche Android-Funktionen bietet Google schlichtweg nicht außerhalb seiner Pixel-Reihe an.

Bezüglich der Updateversorgung bietet Google beim Pixel 6a ein Jahr länger Sicherheitsupdates als Nothing beim Phone (1) an - fünf anstelle von vier Jahren. Android-Upgrades wollen sowohl Google als auch Nothing drei Jahre lang liefern. Bei beiden Smartphones lassen sich die Bootloader problemlos entsperren. Die Geräte lassen sich entsprechend einfach rooten und/oder mit einem alternativen Android-System versehen.

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 KamerasVerfügbarkeit und Fazit 
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Keep The Focus 06. Aug 2022

wie kommst du darauf?

Trollversteher 04. Aug 2022

Ich habe alle meine vorherigen iPhones (bis auf mein aktuelles, da habe ich mir mal so ne...

YaelS 31. Jul 2022

Das Pixel6 kann ich de-googeln und Graphene-OS drauf installieren.

ApfelBirneHund123 30. Jul 2022

Ist beim A53 nicht Konsens, besser zum A52s zu greifen? Nahezu identisches Phone, SoC...



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