Gutes Display mit schneller Bildrate

Das Pixel 4 XL hat ein 6,3 Zoll großes OLED-Display mit einer Auflösung von 3.040 x 1.440 Pixeln. Das führt zu einer hohen Pixeldichte von 537 ppi, Bildinhalte werden entsprechend scharf angezeigt. Die Farben können von der Sättigung her eingestellt werden und lassen sich entsprechend von unauffällig bis hin zu etwas knallig anpassen. Die Farbtemperatur kann automatisch an das Umgebungslicht angepasst werden, was wir auch bei anderen Smartphones im Alltag für eine sehr sinnvolle Funktion halten.

Stellenmarkt
  1. IT Application Manager / Financial Data Manager (m/w/d)
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. (Senior) Digital Analyst (m/w/d)
    Deutsche Welle, Bonn, Berlin
Detailsuche

Die Bildqualität des Displays gefällt uns sehr gut, das Design der Vorderseite dürfte für manchen Nutzer aber etwas gewöhnungsbedürftig sein. In Zeiten von Smartphones, die einen sehr schmalen Rahmen um den Bildschirm haben, wirkt das Pixel 4 XL mit seinen besonders im oberen Bereich sehr markanten Balken etwas aus der Zeit gefallen. Zudem sind die Ecken stark abgerundet, was den nutzbaren Teil des Displays reduziert. Immerhin verzichtet Google weiterhin als einer der wenigen Hersteller im Android-Bereich auf einen abgerundeten Bildschirmrand, der zu Fehlbedienungen führen kann und uns im Alltag immer sehr stört. Gut finden wir die Bildrate von bis zu 90 Hz, die automatisch reguliert wird und ein sehr weiches Scrollen ermöglicht.

Gesichtsentsperrung mit eklatantem Fehler

Der Grund für den breiten Rahmen oberhalb des Displays ist die dort verbaute Technik: Nicht nur die Frontkamera ist hier eingebaut, sondern auch die IR-Blaster und -Kameras sowie der Radarchip und weitere Sensoren. Die IR-Kameras ermöglichen eine Gesichtsentsperrung, die sicherer als die anderer Smartphones sein soll, die nur eine Gesichtserkennung per Kameras verwenden. Im Test funktioniert die Entsperrung mit unserem Gesicht gut, einfach mit einem Foto lässt sie sich nicht überlisten.

Allerdings weist Googles Gesichtsentsperrung einen gravierenden Mangel auf: Sie funktioniert auch, wenn die Augen des registrierten Nutzers geschlossen sind. Was zunächst nicht nach einem großen Problem klingt, ist ein sicherheitstechnischer Albtraum: Das Pixel 4 XL kann dadurch nämlich auch dann von Unbefugten entsperrt werden, wenn der Nutzer schläft und das Smartphone leicht erreichbar ist. Das Nickerchen im Bus oder in der Bahn kann dann schon zur Sicherheitslücke werden.

  • Eine Aufnahme bei bedeckten Himmel mit dem Pixel 4 XL (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P30 Pro von Huawei (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die dunklen Bereiche rund um die Häuser lassen sich beim Pixel 4 XL vor der Aufnahme selektiv aufhellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Zoom des Pixel 4 XL kann nicht mit dem des P30 Pro mithalten. Hier eine Aufnahme mit Fünffachvergrößerung, aufgenommen mit dem Pixel 4 XL (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich die gleiche Brennweite, aufgenommen mit dem P30 Pro - das bei fünffacher Vergrößerung auf ein eigenes Objektiv zurückgreifen kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch der digitale Hybridzoom ist weniger scharf als der des P30 Pro. Hier eine Aufnahme mit achtfacher Vergrößerung, aufgenommen mit dem Pixel 4 XL (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv mit gleicher Vergrößerung, aufgenommen mit dem P30 Pro - die Details sind wesentlich schärfer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Bildeindruck zwischen dem Pixel 4 XL ...
  • ... und dem Pixel 3a mit dem Vorgängermodell der Kamera ist auf den ersten Blick ähnlich. Die Schärfe ist beim neuen Smartphone aber besser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch der hybride Zoom macht im direkten Vergleich zum Vorgänger aus dem eigenen Haus einen besseren Eindruck. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Pixel 3a macht bei achtfacher Vergrößerung das weniger scharfe Bild. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Porträtmodus des Pixel 4 XL lässt sich wieder sehr gut auch für andere Motive verwenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Porträtmodus der Frontkamera funktioniert ebenfalls sehr gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Kamera besteht aus einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Verarbeitung des Pixel 4 XL ist sehr gut, das Design jedoch etwas unspektakulär. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Das Display hat keine Notch, dafür befindet sich oberhalb des Bildschirms ein verhältnismäßig breiter Rahmen. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Die Verarbeitung des Pixel 4 XL ist sehr gut, das Design jedoch etwas unspektakulär. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    4. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Eine Lösung hat Google für das Problem bis jetzt noch nicht, der Hersteller will allerdings schnellstmöglich ein Update anbieten, das den Fehler korrigiert. Aktuell würden wir von der Nutzung der Gesichtsentsperrung abraten. Einen Fingerabdrucksensor verbaut Google in seinen beiden neuen Smartphones nicht mehr, weswegen die einzige Alternative die Passworteingabe ist.

In unserem Test haben wir einige weitere Probleme festgestellt, die durch das Fehlen eines Fingerabdrucksensors entstehen: So konnten wir uns bei keiner App mit passwortgeschützter Anmeldung mithilfe der Gesichtserkennung anmelden, obwohl es zuvor über den Fingerabdruckscanner funktioniert hat. Offenbar haben die meisten Entwickler die Apps noch nicht entsprechend aktualisiert; uns bleibt dann nichts weiter übrig, als unseren Benutzernamen und das Passwort einzugeben.

Gestensteuerung nur von bedingtem Nutzen

Die Gestensteuerung Motion Sense basiert auf einem Radarchip, der im Rahmen von Googles Project Soli entwickelt wurde. Der Hintergedanke ist ähnlich wie bei LGs Gestensteuerung: Nutzer sollen das Pixel 4 oder Pixel 4 XL bedienen können, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Dabei stehen verschiedene Gesten zur Verfügung: So können wir beispielsweise ein abgespieltes Lied durch Wischbewegungen wechseln oder die Lautstärke eines Wecker- oder Timerklingelns verringen. Ebenfalls mit einer Wischbewegung können wir den Alarm auch beenden.

Die Gesten funktionieren im Gegensatz zu denen von LG sehr zuverlässig, wir verwenden sie im Alltag allerdings kaum. In den meisten Situationen finden wir es einfach praktischer, das Pixel 4 XL kurz in die Hand zu nehmen, anstatt davor herumzufuchteln. Das schließt natürlich nicht aus, dass es nicht doch Situationen gibt, in denen die Gestensteuerung hilfreich sein kann.

Der Radarchip soll auch die Gesichtsentsperrung beschleunigen: Liegt das Pixel 4 XL auf einem Tisch und wir greifen mit der Hand danach, erkennt der Chip diese Bewegung und aktiviert bereits die Kamera. Schauen wir dann auf das Display, wird das Smartphone direkt entsperrt, ohne dass wir es einschalten müssen. Das ist praktisch, in dieser Form allerdings nicht neu: Viele andere Hersteller, unter anderem Huawei und Apple, bieten bei ihren Geräten seit langer Zeit die Möglichkeit, dass der Bildschirm bei Anheben des Smartphones aktiviert wird. Dafür braucht es keinen Radarchip, sondern nur einen Bewegungssensor - das Ergebnis ist das gleiche wie beim Pixel 4 XL.

Es bleibt abzuwarten, ob Google sich für den Radarchip noch ein paar interessante Funktionen einfallen lässt. Aktuell halten wir die Funktion für nicht mehr als eine Spielerei, die zwar nett ist, im Alltag aber eigentlich keine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit bietet.

Der Akku des Pixel 4 XL hat eine Nennladung von 3.700 mAh und ist mit dem beigefügten 18-Watt-Netzteil sowie mit einem separaten Lade-Pad drahtlos aufladbar. Einen Full-HD-Film können wir bei maximaler Helligkeit 15 Stunden lang anschauen - das ist ein sehr guter Wert. Verwenden wir das Pixel 4 XL tagsüber sehr häufig, kommen wir damit gerade so über den Tag.

Google verlässt sich beim neuen Pixel 4 XL allerdings wie gewohnt nicht nur auf Hardware-Neuerungen, sondern liefert auch bezüglich der Software einige neue Funktionen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Neue Kamera mit zwei ObjektivenGespräche mit Live Transcribe verschriftlichen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


a user 23. Okt 2019

"Dieses Sicherheitsrisiko sollte Google schnellstmöglich beseitigen; solange der Fehler...

narfomat 22. Okt 2019

mtan wurde auch nicht abgeschafft weil das so unsicher ist sondern weil das den banken...

Dome1910 22. Okt 2019

Du merkst also im Schlaf ob jemand leicht dein Handy gegen deinen Finger drückt? Respekt...

Dome1910 22. Okt 2019

Und wenn ich mich während dessen unterhalte und nicht direkt aufs Display gucke? Das s8...

Unchipped 22. Okt 2019

Wenn Apple auf Grund des Supports ein "Saftladen" für dich ist, wirst du mit keinem...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bastelrechner
Mini-Linux-Handheld könnte nur 15 US-Dollar kosten

Ein kleines Display, Split-Tastatur und eine minimale Hardware-Ausstattung sollen das Gerät zum kleinstmöglichen Linux-Rechner machen.

Bastelrechner: Mini-Linux-Handheld könnte nur 15 US-Dollar kosten
Artikel
  1. Rauchgranate: Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y
    Rauchgranate
    Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y

    Mit einer Rauchgranate hat Tesla den Effekt des Biowaffen-Abwehrmodus im Model Y auf die Insassen veranschaulicht.

  2. Gesichtsbilder: Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff
    Gesichtsbilder
    Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff

    Über 60 Millionen biometrische Fotos sollen Polizei-Behörden im Schengen-Raum zugänglich gemacht werden. Auch ein zentraler Datenspeicher ist geplant - und mehr.
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  3. CHIPS Act: Das 21. Jahrhundert wird das amerikanische
    CHIPS Act
    "Das 21. Jahrhundert wird das amerikanische"

    52 Milliarden US-Dollar, um die lokale Halbleiterfertigung zu stärken: Senat und Repräsentantenhaus haben zugestimmt, Joe Biden soll folgen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /