Gesichtsentsperrung mit Infrarot
Die Frontkamera mit 8 Megapixeln ist Teil der neuen Gesichtsentsperrung, einen Fingerabdrucksensor haben das Pixel 4 und Pixel 4 XL nicht mehr - Google folgt hier Apple, das seit dem iPhone X keine Fingerabdrucksensoren bei seinen Telefonen verbaut. Wie bei den iPhones verwenden auch die neuen Pixel-Modelle Infrarot-Blaster und -Kameras, um das Smartphone mit Hilfe eines laut Google sicheren Gesichtsscans zu entsperren. Im Test funktioniert das zuverlässig und schnell, nach der Erkennung landen wir direkt im Hauptbildschirm des Smartphones.
Ebenfalls auf der Vorderseite ist ein Radar-Chip eingebaut, der auf Googles Soli-Projekt basiert. Dieser soll Bewegungen vor dem Smartphone zuverlässig erkennen und so beispielsweise eine Gestensteuerung ermöglichen. Dank dieser können wir beispielsweise durch Wischbewegungen Lieder wechseln oder das Smartphone bei einem Anruf stummschalten, wenn wir unsere Hand darüber halten.
Pixel 4 erkennt Gesten zuverlässig
Anders als LGs scheint Googles Gestensystem zuverlässig zu funktionieren. Praktischer als die Wischgesten finden wir aber, dass die neuen Pixel-Smartphones erkennen, wenn wir unsere Hand nach dem Telefon ausstrecken. Dann wird die Kamera für den Gesichtsscan vorbereitet, und wir müssen das Smartphone nicht extra anschalten.
Google hat den neuen Pixel-Geräten neben Hardware-Neuerungen auch neue Software-Funktionen spendiert. So können englischsprachige Anfragen an den Google Assistant direkt auf dem Gerät verarbeitet werden - also auch ohne Onlineverbindung. Auch für Deutsch soll diese Funktion kommen, aktuell benötigt der Assistant für deutschsprachige Anfragen aber eine Internetverbindung. Auf älteren Pixels wird es die Funktion nicht geben, da ein spezieller Chip für die Verarbeitung notwendig ist. Generell ist der Sprachassistent auf den neuen Pixel-Smartphones tiefer in das System integriert und kann beispielsweise auch nach Personen auf Twitter suchen.
Ebenfalls sehr interessant, momentan aber auch nur auf Englisch nutzbar ist die Live-Transcribe-Funktion: Damit können Sprachaufnahmen automatisch in Text transkribiert werden, der sich anschließend durchsuchen lässt. Das Live im Namen deutet schon an, dass die Funktion auch in Echtzeit verwendet werden kann. Dann erscheint auf dem Display des Pixel 4 oder Pixel 4 XL der transkribierte Text, während gesprochen wird - die Latenz ist dabei äußerst gering. Auch diese Funktion wird auf dem Pixel selbst durchgeführt und ist demnach auch offline nutzbar. Praktisch ist sie nicht nur für Nutzer mit Hörschwierigkeiten, sondern beispielsweise auch für Journalisten, die häufiger Interviews führen.
Fazit
Auf uns machen die beiden neuen Pixel-Smartphones einen guten ersten Eindruck. Bei der Kamera setzt Google auf mehr Hardware als bisher, hat dabei aber nicht seine bisherige große Stärke vergessen: die Software. Diese Kombination dürfte sich positiv auf die Bildqualität auswirken, besonders bei stärkerem Zoom.
Auch die OLED-Displays und die Prozessorausstattung liegen im Oberklassebereich. Zusammen mit einigen neuen Softwarefunktionen wie dem verbesserten Nachtmodus, dem partiellen HDR und Live Transcribe zeigt Google, dass die Pixel-Smartphones sich von der Konkurrenz absetzen können. Wahrscheinlich ist, dass Google diesen Softwarevorteil in Zukunft noch ausbauen wird.
| Pixel 4 | Pixel 4 XL | |
|---|---|---|
| Display | 5,7 Zoll OLED, Full HD, 90 Hz | 6,3 Zoll OLED, Quad HD, 90 Hz |
| Hauptkamera | Dualkamera mit Weitwinkelkamera (12,2 MP) und Telekamera (16 MP) | dito |
| Frontkamera | 8 MP | dito |
| Chipsatz | Snapdragon 855 | dito |
| Speicher | 6 GByte Arbeitsspeicher, 64 oder 128 GByte Flash-Speicher | dito |
| Netzwerk | Cat18-LTE, WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 5.0, NFC, GPS/GLONASS/Beidou/Galileo | dito |
| Maße | 147,1 x 68,8 x 8,2 mm | 160,4 x 75,1 x 8,2 mm |
| Gewicht | 162 Gramm | 193 Gramm |
| Akku | 2.800 mAh, schnellladbar mit 18-Watt-Netzteil, drahtlos ladbar | 3.700 mAh, schnellladbar mit 18-Watt-Netzteil, drahtlos ladbar |
| Betriebssystem | Android 10 | dito |
| Besonderheiten | Gestensteuerung per Radar, Gesichtsentsperrung mit Infrarot, Active Edge | dito |
Das Pixel 4 ist in mattem Weiß oder Orange sowie in glänzendem Schwarz erhältlich. Mit 64 GByte Flash-Speicher kostet das Smartphone 750 Euro, mit 128 GByte Speicher müssen Käufer 850 Euro zahlen. Das Pixel 4 XL wird es in mattem Weiß oder glänzendem Schwarz geben, es kostet mit 64 GByte Speicher 900 Euro. Mit 128 GByte Speicher kostet das größere Modell 1.000 Euro.
Die Smartphones können ab sofort bestellt werden. Ausgeliefert werden sollen sie ab dem 24. Oktober 2019.
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| Pixel 4 im Hands on: Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro |
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Ja, und ich finde einen durchgehenden Rand ästetischer als einen Notch-Rand.
Ein ausstossender Grund für mich wäre, dass die Gesichtsverschlüsselung bei geschlossenen...
im Fernsehen lief doch letztes Jahr zum Pixel 3 gefühlt in jedem Werbeblock der...
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