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Pixel-11-Serie im Praxistest: Ein bisschen Hardware und viel Software

Google geht auch bei den neuen Pixel-11-Geräten bei der Hardware auf Nummer sicher – und lässt vieles beim Alten. Reicht das, um gegen die Konkurrenz zu bestehen?
/ Tobias Költzsch
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Das Pixel 11 Pro XL und das Pixel 11 von Google (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Pixel 11 Pro XL und das Pixel 11 von Google Bild: Tobias Költzsch/Golem
Inhalt
  1. Pixel-11-Serie im Praxistest: Ein bisschen Hardware und viel Software
  2. Hervorragende Displays mit etwas mehr Helligkeit
  3. Sehr gute Kameras mit neuen Softwarefunktionen
  4. Tensor-SoC hinkt der Konkurrenz immer noch hinterher
  5. Verfügbarkeit und Fazit

Google bietet seit Jahren unterschiedlichste Hardware an – Tablets, TV-Dongles, Lautsprecher und natürlich Smartphones. Bei allen Geräten liegt der Fokus immer schon stark auf der Software, was angesichts der Geschichte Googles nicht verwundert. Bei der neuen Pixel-11-Reihe wird das überdeutlich: Es gibt gefühlt noch weniger neue Hardware als in den Jahren zuvor, stattdessen soll die Software die Innovationen bringen.

Wir haben das Pixel 11 und das Pixel 11 Pro XL einem wochenlangen Praxistest unterzogen. Beide Geräte zeigen dabei viele gute Seiten, aber auch einige schlechte – vor allem, wenn auf die Leistungswerte auf dem Papier geschaut wird. Die Frage ist, wie wichtig derartige Faktoren im Alltag sind – und was Google stattdessen anbietet.

Vom Design her gibt es bei den neuen Pixel-Modellen keine Überraschungen: Die grundlegende Form mit dem breiten Kameramodul, das ein Kippeln des Smartphones auf dem Tisch glücklicherweise verhindert, die recht großzügigen Radien an den Displayecken, der glänzende Rahmen beim Pro-Modell und der matte beim Pixel 11 – all das gab es bereits im Vorjahr.

Design bei neuen Modellen ist bekannt

Wenn wir den Rahmen des Pixel 11 Pro XL mit dem des Pixel 10 Pro XL vergleichen, sind sogar die Antennenstreifen aus Kunststoff an den gleichen Stellen. Die offensichtlichsten Unterschiede sind die fehlende Metalloberfläche beim Kameramodul und der größere Kamerablitz. Hinter ihm steckt beim Pro-Modell eine der wenigen Hardwareneuerungen.

"Hilight" nennt Google die mehrfarbige LED, die in das Fotolicht integriert ist. Dass im Jahr 2026 eine Funktion wieder auftaucht, die die meisten Smartphone-Hersteller vor ungefähr zehn Jahren aufgaben, überraschte uns etwas. Noch mehr wunderte uns allerdings, wie halbherzig Hilight von Google umgesetzt wurde.

Aktuell leuchtet die LED nur auf, wenn wir Gemini verwenden, das Smartphone auf dem Display liegend vor uns liegen haben und einen Anruf bekommen. Bis zu fünf Kontakten können fünf unterschiedliche Farben zugeordnet werden. Das ist bislang der komplette Funktionsumfang von Hilight und damit weniger als das, was Smartphones vor über zehn Jahren boten.

Es gibt zwar die Möglichkeit, über eine auf Github erhältliche App den Funktionsumfang zu erweitern – die Installation ist allerdings für Laien nicht ganz einfach. Google sollte Hilight möglichst schnell um die Anzeige von Nachrichten anderer Apps erweitern, da die Funktion ansonsten äußerst nutzlos ist.

Angesichts des guten Always-on-Displays der Pixel-Serie fragen wir uns generell, was wir mit Hilight anfangen sollen – da fanden wir zugegebenermaßen den Temperatursensor der Modelle zuvor hilfreicher. Das Pixel 11 hat keine Hilight-Leuchte.


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