Tensor-SoC hinkt der Konkurrenz immer noch hinterher
Auffällig ist, dass Google die Gesamtleistungssteigerung nicht erwähnt. Das könnte daran liegen, dass sie in unseren Benchmarktests zwar höher ist als bei der Vorgängergeneration, im Vergleich zur Konkurrenz aber immer noch deutlich geringer. Im Geräte-Benchmark Geekbench 6 kommt das Pixel 10 Pro XL auf 2.669 Punkte im Single-Core-Test und auf 7.137 Punkte im Multi-Core-Test.
Das sind verglichen mit dem Pixel 10 Pro XL jeweils 17,4 und 25,5 Prozent mehr – also eine deutliche Leistungssteigerung. Schauen wir uns aber an, was das Galaxy S26 Ultra mit seinem Snapdragon 8 Elite Gen 5 liefert, wird der Unterschied deutlich: Samsungs aktuelles Top-Smartphone kommt auf jeweils 3.797 und 11.216 Zähler.
Auch beim Grafiktest Wild Life Extreme Unlimited des 3DMark sind die Unterschiede groß: Das Pixel 11 Pro XL erreicht 20,1 fps, das Galaxy S26 Ultra 47,8 fps. Das sind auf dem Papier deutliche Unterschiede.
Smartphones laufen flüssig und flink
In der täglichen Nutzung laufen sowohl das Pixel 11 als auch das Pixel 11 Pro XL flüssig und wirken schnell. Apps starten auf dem Pixel 11 Pro XL einen Moment schneller als auf dem Pixel 10 Pro XL – hier ist im direkten Vergleich eine merkliche Verbesserung zu sehen. Ob dieser Unterschied uns auch ohne den direkten Vergleich auffallen würde, ist hingegen fraglich.
Im Alltag dürfte den meisten Nutzern womöglich nicht auffallen, dass die Pixel-Geräte verglichen mit der Konkurrenz weniger leistungsfähig sind. Ob einem das angesichts der Preise der Pixel-Smartphones egal sein sollte, ist allerdings eine andere Frage, zumal es bei sehr leistungshungrigen Apps wie bestimmten Spielen durchaus Unterschiede gibt.
Das Pixel 11 Pro XL kostet in der günstigsten Version aktuell bei Google 1.400 Euro. Im Onlinehandel ist das Gerät bei zuverlässigen Händlern für 1.300 Euro oder weniger bestellbar. Das Galaxy S26 Ultra ist im Onlinehandel aktuell für 940 Euro erhältlich – und das mit besserem Chipset, sehr gutem Display, starken Kameras, KI-Funktionen und einer guten Benutzeroberfläche sowie gleich langer Softwareunterstützung (sieben Jahre). Man muss schon ein ziemlicher Google-Fan sein, um die Mehrkosten in ein Pixel zu investieren.
Im Pixel 11 steckt ein Akku mit 4.985 mAh, im Pixel 11 Pro XL kommt eine Batterie mit 5.115 mAh zum Einsatz. Das ist weniger als beim Pixel 10 Pro XL, dafür soll aber auch der neue Tensor-Chip effizienter sein. In der Praxis kommen wir mit beiden Smartphones gut über den Tag – auch, wenn wir das Gerät häufig verwenden. Viel Reserve haben wir am Ende des Tages aber zugegebenermaßen nicht mehr – manchmal unter zehn Prozent.
Schnelles drahtloses Laden mit Magneten
Geladen wird das Pixel 11 per Kabel mit maximal 30 Watt, drahtlos mit bis zu 25 Watt. Das Pixel 11 Pro XL schafft am Kabel eine Ladeleistung von bis zu 45 Watt, drahtlos sind ebenfalls 25 Watt möglich. Google unterstützt Qi2.2; anders als bei Samsung sind auch Magneten integriert, so dass sich nicht nur Googles eigenes Pixel-Snap-Zubehör verwenden lässt, sondern auch Magsafe-kompatible Ladeständer.
Ausgeliefert wird die neue Pixel-Serie mit Android 17, das Google sieben Jahre lang mit Updates und Upgrades versorgen will. Neben den bereits erwähnten neuen Funktionen ist wie bei den vorigen Modellen Googles KI-Suite Gemini Intelligence installiert, ebenso Gemini Nano für die Berechnung von einfacheren KI-Aufgaben auf dem Gerät selbst.

