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Der Aufwand lohnt sich

Ein Dolby Cinema kann auch ein normales Kinobild darstellen. Während der Pressevorführung fiel uns anfangs nichts Besonderes auf. Typischerweise gibt es im Kino keine Schwarzwerte, sondern projektionsbedingt Grauwerte. Und genau dieses Grau war deutlich als Versuch eines Schwarz im Kino zu sehen. Offenbar aus Absicht. Das Herzstück des Kinos, zwei 4K-Laserprojektoren von Christie, können aber auch anders, wenn das Material dafür produziert wurde. Denn ein Filmemacher weiß natürlich, was technisch in einem Kino möglich ist, und absolutes Schwarz schwer darstellbar ist. Mit den Laser-Projektoren ist dies allerdings möglich, was selbst moderne LED-Fernseher nur mit Local Dimming erreichen. Die kommende Generation der HDR-Fernseher soll das zwar mit feinerer Abstimmung verbessern und mitunter ein Dolby-Vision-Logo besitzen, doch bisher sahen wir nur dicke Prototypen und Vorseriengeräte. Das Kino ist hingegen eher auf dem Niveau von OLED-Fernsehern, wenn die Inhalte an die Ausgabe mit High Dynamic Range, hier über Dolby Vision, angepasst wurden.

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Und das Ergebnis ist sehr gut. In einem Demobild zeigt Dolby mit JT einen weißen, sehr hellen Kreis auf komplett schwarzem Grund. Die Reflexionen des weißen Punkts sind natürlich sichtbar. Da hilft auch die schwarze Umgebung nicht. Doch das Bild um den weißen Punkt bleibt schwarz, und zwar auch in unmittelbarer Nähe. Den Kontrast gibt Dolby mit 1:1.000.000 an. Die Lichtstärke für Dolby Vision gibt Dolby irritierenderweise auf seiner Webseite mit stolzen 4.000 Candela pro Quadratmeter (21 Blendenstufen), an, was sich allerdings auf Dolby-Vision-Fernseher bezieht und derzeit unrealistisch ist, da die TV-Hersteller sich vorerst unterhalb der 1.000 cd/qm bewegen werden.

Tatsächlich schaffen die Laser-Projektoren laut Dolby im 2D-Modus 31 foot-lambert. Im 3D-Modus sinkt die maximale Helligkeit technisch bedingt auf 14 foot-lambert. Umgerechnet sind das etwa 106 beziehungsweise 48 cd/qm. In einem dunklen Kinosaal ist das ausreichend. Verglichen mit regulären Kinos ist das Dolby Cinema schon im 3D-Modus ungefähr so hell wie die Konkurrenz im 2D-Modus. Die Ergebnisse zwischen den Kinos variieren allerdings typischerweise. Zudem hängt die Lichtstärke auch von dem Alter der Beleuchtung ab. Mit den neuen Laser-Projektoren soll dieses Wartungsproblem drastisch reduziert werden.

Das Ergebnis beeindruckt: Der weiße Punkt blendet und die Schwarzwerte sind so dunkel, dass ein anderer Journalist aus den hinteren Reihen, der versuchte ein Foto zu schießen, mit seinem orangen Autofokuslicht mehr optische Störungen verursachte als die Reflexionen, die zwangsläufig auch von den lichtabsorbierenden Wänden kommen. Falls sich jemand wundert, warum wir keine HDR-Fotos von der Leinwand präsentieren können: Die entsprechende Technik hatten wir nicht mit und auch ein Großteil unserer Leser dürfte keinen echten HDR-Monitor am PC haben.

Dass auch rund 100 cd/qm im Kinosaal, verglichen mit der Realität, eigentlich ziemlich wenig sind merkten wir immer dann, wenn jemand über den seitlichen Notausgang helles Sonnenlicht in den Saal fallen lässt: Es blendet noch einmal deutlich mehr, und wir sind froh, dass das Kinobild diese realistische Blendung nicht beherrscht. Für die Realität gibt es Sonnenbrillen, für das Kino braucht man sie zum Glück nicht.

 Hohe Anforderungen an Kinobetreiber und schmerzhafte PreiseLeuchtende Farben - der Bildeindruck ist in einem Dolby Cinema sehr gut 
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motzerator 27. Jul 2015

Gehe einfach am Wochenende oder zum Kinotag. Da wirst Du mich nicht sehen. :D Das nennt...

Icestorm 26. Jul 2015

Es ist diese Atmos-Eigenwerbung, in der irgendwelche Kristalle morphen. Dabei werden...

Dennis_2k5 26. Jul 2015

Jetzt nurnoch die Werbung bei den 1 minütigen VIdeos entfernen und alles supi.

Sinnfrei 23. Jul 2015

Jo, Perlen vor die Säue, und so ...

Sinnfrei 23. Jul 2015

Ja, die Filme in Holland laufen zu 99% im O-Ton mit Untertiteln. Das stört mich...


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