Pivot: Amazon-Beschäftigte können Jury ihrer Kollegen anrufen

Amazon legt eine weitere ungewöhnliche Form der Konfliktlösung und Leistungssteigerung für seine Beschäftigten offen: das Pivot-Programm und die Jury der Kollegen. Lagerarbeiter dürfen das aber nicht nutzen.

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Der Leiter eines Logistikzentrums
Der Leiter eines Logistikzentrums (Bild: Amazon Deutschland/Screenshot: Golem.de)

Amazon-Beschäftigte, die von der Kündigung bedroht sind, können sich an eine Jury ihrer Kollegen wenden. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Angestellte können Betroffene wahlweise über das Programm Pivot eine Abfindungszahlung erhalten, sich auf bestimmte Leistungsziele verpflichten, oder sich mit ihrem Manager in einer Videokonferenz treffen und den Fall mit einer Gruppe von Kollegen besprechen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.

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Ein Amazon-Sprecher sagte Golem.de auf Anfrage: "Das Programm gibt es auch in Deutschland." Lagerarbeiter können es jedoch nicht nutzen. Pivot soll laut Amazon aber nicht hauptsächlich Konflikt-Management sein, sondern die Leistung verbessern.

Amazon Pivot: Lösung statt feuern

Der Sprecher erklärte: "Das Pivot-Programm wurde entwickelt, um ein faires, transparentes Verfahren für Mitarbeiter zu gewährleisten, die Unterstützung benötigen. Wenn Mitarbeiter für Pivot angemeldet werden, haben sie mehrere Optionen: Sie können gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten und der Personalabteilung einen konkreten Plan entwickeln, um ihre Leistung zu verbessern, sie können Amazon mit einer Abfindung verlassen, oder sie können Widerspruch einlegen, wenn sie der Meinung sind, dass sie nicht am Programm teilnehmen sollten."

Etwas mehr als ein Jahr nach der Einführung sei der Konzern mit dieser Hilfestellung für seine Beschäftigten sehr zufrieden, und entwickle den Prozess auf Basis des Feedbacks und der Bedürfnisse der Mitarbeiter weiter. Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi in Deutschland über einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen verweigert Amazon dagegen seit Jahren. Das Unternehmen sieht sich selbst jedoch als sozialen Arbeitgeber.

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Amazon Deutschland bietet seinen Lagerarbeitern ähnlich wie der Mutterkonzern in den USA in den sogenannten Fulfillment Centern einmal im Jahr einen Betrag ab 5.000 Euro an, wenn sie das Unternehmen verlassen.

"Das Angebot richtet sich an Logistikarbeiter, die sich beruflich neu orientieren und das Unternehmen verlassen möchten. Die angebotene Starthilfe beginnt bei 5.000 Euro und orientiert sich an der Betriebszugehörigkeit", erklärte ein Sprecher. Das Angebot lasse sich auch mit dem Carreer-Choice-Programm kombinieren, bei dem es um neue Qualifikationen geht. Amazon bezahle 95 Prozent aller Schulungs- und Ausbildungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 8.000 Euro über eine Dauer von bis zu vier Jahren.

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