Pirelli Cyber Tyre: Vernetzter Reifen warnt andere Autos vor Gefahren

Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat zusammen mit Audi und Ericsson vernetztes Fahren demonstriert. Ein mit Sensoren ausgestatteter Reifen erfasst den Straßenzustand und kann andere Autos vor Gefahren wie Aquaplaning warnen.

Artikel veröffentlicht am ,
Rennreifen von Pirelli (Symbolbild): Pirelli setzt auf V2X per 5G.
Rennreifen von Pirelli (Symbolbild): Pirelli setzt auf V2X per 5G. (Bild: Pirelli)

"Vorsicht Pfütze - Gefahr von Aquaplaning": Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat einen Reifen getestet, der andere Fahrzeuge vor Gefahren auf der Straße warnt. Der Reifen kommuniziert über den Mobilfunkstandard 5G.

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Pirelli arbeitet schon länger an Reifen, die mit Sensoren ausgestattet sind. Die Sensorik erfasst unter anderem den Zustand des Reifens, die Temperatur, den Luftdruck und das Gewicht sowie die Straßenverhältnisse. Bisher werden die Daten im Fahrzeug selbst ausgewertet.

So kann der Reifen zum Beispiel bei voll geladenem Fahrzeug empfehlen, den Luftdruck im Reifen zu erhöhen oder die Bremse entsprechend einzustellen. Oder der Reifen veranlasst die Motorsteuerung, die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn die Straße nass oder glatt ist.

Neu ist, dass der Reifen auch mit anderen Fahrzeugen oder mit der Infrastruktur (Vehicle-To-Everything, V2X) kommuniziert. Er kann sie beispielsweise bei nasser Straße vor Aquaplaning-Gefahr warnen.

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Zusammen mit dem deutschen Automobilhersteller Audi, dem schwedischen Netzausrüster Ericsson und weiteren Partnern hat Pirelli V2X per 5G vorgeführt: Auf dem Dach des Lingotto-Gebäudes in Turin erfasste der Sensor des Reifens Wasser auf der Fahrbahn und warnte ein nachfolgendes Fahrzeug.

V2X wird schon in verschiedenen Szenarien getestet. Meist geht es um die Kommunikation zwischen einem Fahrzeug und der Infrastruktur wie Ampeln (Vehicle-To-Infrastructure, V2I), wie etwa in einem Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig oder auf dem Testfeld für innerstädtisches automatisiertes Fahren in Hamburg.

Derzeit wird aber noch darüber gestritten, über welchen Standard die V2X-Kommunikation abgewickelt werden soll: Die Europäische Union bevorzugt den WLAN-Standard 802.11p. Eine Reihe von Mobilfunknetzbetreibern, die Chiphersteller Intel, Qualcomm und Samsung sowie die Automobilkonzerne Daimler, Ford und PSA hingegen wollen den Mobilfunkstandard 5G durchsetzen.

Zu Letzteren gehört auch Pirelli: Der Reifenhersteller gehört der 5G Automotive Association (5GAA) an. Die hatte auch die Veranstaltung The 5G Path of Vehicle-to-Everything Communication organisiert, auf der die Demonstration des Cyber Tyre stattfand.

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ibsi 19. Nov 2019

Weil man Verschleißteile nachkaufen muss? Und je mehr man da rein stecken kann, desto...

Eheran 19. Nov 2019

Exakt. Wird einfach alles weggeklickt, anders funktioniert es ja nicht. Dämlicher Fehler...

chefin 19. Nov 2019

Immer positiv denken. Je mehr Gefahrensignale in Umlauf sind desdo leichter hat man es...



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