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Pipewire: Fedora soll auf neues Multimedia-Framework wechseln

Geht es nach dem Hauptentwickler, könnte Fedora schon bald Pipewire statt Pulseaudio und Jack benutzen. Noch ist das aber nicht gesetzt.
/ Sebastian Grüner und Jens-Christoph Brendel (Linux Magazin)
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Mit Pipewire entsteht ein neue Audio-Framework für Linux. Fedora könnte dies künftig nutzen. (Bild: Pixabay)
Mit Pipewire entsteht ein neue Audio-Framework für Linux. Fedora könnte dies künftig nutzen. Bild: Pixabay

Einem Änderungsvorschlag zufolge(öffnet im neuen Fenster) soll das relativ neue Audio- und Video-Framework Pipewire bereits mit der kommenden Version 34 der Linux-Distribution Fedora die bisher genutzten Techniken Pulseaudio und Jack ablösen. Eingereicht wurde der Vorschlag von dem Red-Hat-Angestellten Wim Taymans, der jahrelange Erfahrungen im Linux-Multimedia-Bereich hat und sowohl Initiator als auch hauptverantwortlicher Entwickler von Pipewire ist.

Da Pipewire zu Pulseaudio kompatibel ist, würden alle bestehenden Clients ohne Änderung wie bisher funktionieren. Für Jack würde ein Wrapper installiert, der alle Requests zur Bearbeitung an Pipewire umleiten würde. Aus historischen Gründen soll es auch ein Alsa-Plugin geben, das seine Audiodaten direkt an Pipewire weitergibt.

Mit diesem Schritt zu Pipewire als neuem Standard in Fedora soll die Zersplitterung in diverse Audio-Frameworks auf Linux-Systemen beendet werden. Für Desktop- und professionelle Audio-Anwendungen sind dann anders als heute mit Pulseaudio und Jack eben auch nicht mehr zwei verschiedene Dienste nötig. Pipewire, so argumentiert zumindest Taymans, sei außerdem sicherer und leichter zu warten als die bisherigen Lösungen.

Der Vorschlag befindet sich momentan allerdings noch in der Diskussion und es melden sich auch Gegenstimmen(öffnet im neuen Fenster), die eine Verschiebung der Einführung fordern. Hauptargument gegen die standardmäßige Nutzung von Pipewire ist demnach, dass die Technik noch nicht ausgereift genug für einen breiten Einsatz sei und noch viele Fehler enthalte. Die Entscheidung zu der vorgeschlagenen Änderung trifft wie üblich das technische Leitungsgremium von Fedora im Zuge der Arbeiten an Fedora 34. Wann dies geschieht, ist derzeit aber noch offen.


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