Menschliche Computer, die Röcke trugen

1952 bekam sie den Tipp, dass das Naca, der Vorläufer der Nasa, Mathematiker suche. Sie bewarb sich und fing 1953 beim Naca im Langley Research Center in Hampton, Virginia, an. Anfangs arbeitete sie mit mehreren Kolleginnen zusammen. Sie werteten unter anderem Daten aus den Blackboxen von Flugzeugen aus. Johnson nannte die Gruppe später einmal "menschliche Computer, die Röcke trugen". 1958 wurde das Naca aufgelöst und Johnson wechselte zur Nachfolgeorganisation Nasa. Im Jahr darauf heiratete sie erneut, und zwar den Offizier James Johnson. Goble war 1956 an einem Hirntumor gestorben.

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In den 1950er Jahren war Johnson wegen ihres Geschlechts und ihrer Hautfarbe gleich doppelt benachteiligt. So arbeiteten die Frauen nach den damals geltenden Gesetzen der Rassentrennung in eigenen Büros, aßen in eigenen Speisesälen und hatten eigene Toiletten. Doch Johnson ließ sich davon nicht unterkriegen und erkämpfte sich ihr Recht. Über die Rassentrennung sagte sie einmal: "Ich habe keine Trennung gefühlt. Ich wusste, dass es da war, aber ich fühlte sie nicht."

Möglicherweise halfen ihr trotz allem auch die Zeitumstände: 1957 hatten die Sowjets den Sputnik-Satelliten ins All geschossen und damit gezeigt, dass sie im Wettlauf in den Weltraum vorne lagen. Die USA wollten unbedingt aufholen. Dafür wurden kluge Köpfe wie Johnson gebraucht, auf deren Arbeit es ankam. "Man hatte eine Mission und arbeitete daran, und es war einem wichtig, seinen Job zu machen", sagte Johnson.

"Katherine hat die meiste Arbeit gemacht"

Auch gegen die Benachteiligung von Frauen ging sie vor. Etwa indem sie - mit der Unterstützung ihres Kollegen Ted Skopinski - durchsetzte, dass "Determination of Azimuth Angle at Burnout for Placing a Satellite over a Selected Earth Position" mit ihrem Namen darauf veröffentlicht wurde. Skopinski war damals auf dem Absprung nach Houston. Ihr gemeinsamer Chef wollte, dass er vor seinem Weggang noch den besagten Bericht beendet. Skopinski habe aber zu ihm gesagt:"'Katherine sollte den Bericht zu Ende schreiben, sie hat sowieso die meiste Arbeit gemacht.' Ted ließ Pearson keine Wahl: Ich stellte den Bericht fertig, und mein Name stand darauf, und das war das erste Mal, dass eine Frau unserer Abteilung ihren Namen auf etwas stehen hatte", erzählte Johnson später.

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Für ihre Arbeit erhielt sie zahllose Ehrungen und Auszeichnungen, darunter mehrere Ehrendoktortitel und den Snoopy Award, den US-Astronauten für wichtige Beiträge zum Erfolg bemannter Raumfahrtmissionen vergeben. Die BBC nahm sie 2016 in ihr Format 100 Women auf. 2017 erzählte der Regisseur Theodore Melfi in dem Spielfilm Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen die Geschichte der "Computer in Röcken" Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson. Johnson war die einzige der drei, die diese Ehrung noch erlebt hat.

Katherine Johnson ist am 24. Februar 2020 in Newport News, Virginia gestorben. Sie wurde 101 Jahre alt.

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 Pionierin der Raumfahrt: "Katherine hat die meiste Arbeit gemacht"
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jimbokork 27. Feb 2020

du hast nur die falschen *unterhaltungsmedien* konsumiert ...

ustas04 26. Feb 2020

W T F o_O

Kaliumpermanganat 25. Feb 2020

Umso mehr geht mir dieses mEhR fRaUeN iN dEr It auf den Sack. Frauen die was können und...

ehlers 25. Feb 2020

Die sie auch bekommen hat: www.nasa.gov feature hidden-figures-honored-at-us-capitol-for...



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