Abo
  • Services:

Pioneer: Blu-ray mit acht Schichten erreicht 256 GByte Speicherplatz

Pioneer hat die Entwicklung einer Blu-ray-Disc mit 256 GByte pro Seite angekündigt, Double-Sided-Discs bieten 512 GByte. Der japanische Hersteller nutzt acht Layer, daher ist die Technik nur bedingt zu herkömmlichen Laufwerken kompatibel.

Artikel veröffentlicht am ,
Der aktuelle BDXL-Standard sieht 100 (drei Layer) und 125 GByte (vier Layer) vor.
Der aktuelle BDXL-Standard sieht 100 (drei Layer) und 125 GByte (vier Layer) vor. (Bild: Mediacom)

Der aktuelle BDXL-Standard sieht bis zu 128 GByte vor - Pioneer plant, diese Kapazität zu verdoppeln und in Form von Double-Sided-Discs gar auf 512 GByte zu vervierfachen. Pioneer nutzt für seine 256-GByte-Scheiben acht Layer statt den bei BDXL mit 128 GByte verwendeten vier Schichten.

  • Links eine aktuelle BDXL-Disc mit 125 GByte und vier Schichten, rechts eine 256-GByte-Disc mit einem Guide Layer und acht Datenschichten. (Bild: Pioneer)
Links eine aktuelle BDXL-Disc mit 125 GByte und vier Schichten, rechts eine 256-GByte-Disc mit einem Guide Layer und acht Datenschichten. (Bild: Pioneer)
Stellenmarkt
  1. Qimia GmbH, Köln
  2. Gentherm GmbH, Odelzhausen

Der Trick ist eine verbesserte Positionserkennung: Bei gewöhnlichen Blu-ray-Discs orientiert sich der mit zwei Lasern bestückte Schreib- und Lesekopf (Optical Pickup Head) an Informationen in den Datenschichten, wo er sich gerade befindet.

Pioneer hat den veröffentlichten Daten zufolge einen Guide Layer entwickelt, der separat von den acht eng gestaffelten Datenschichten auf der Blu-ray sitzt. Hierdurch vereinfacht sich das Lesen von Daten, die zudem enger gepackt sind - 32 statt 25 GByte pro Layer. Die Spurbreite bleibt bei 320 Nanometern, nur die Sektoren werden kleiner. Dadurch kann auch die Mechanik für den Antrieb des Schreib-/Lese-Kopfes (Pickup) unverändert bleiben.

Die Datenschicht wird mit der bei Blu-ray-Discs üblichen numerischen Apertur von 0,85 und einem Laser mit einer Wellenlänge von 405 Nanometern gelesen, der Guide Layer erfordert eine numerische Apertur von 0,60 und eine Wellenlänge von 650 Nanometern - wie bei einer DVD.

Um die Pioneer-Discs lesen oder beschreiben zu können, muss daher der Pickup ausgetauscht und eventuell die Firmware angepasst werden. Das bedeutet für Endkunden den Kauf eines neuen Laufwerks, Hersteller hingegen können den gesamten Rest des Laufwerks, insbesondere die Motoren für die Spindel und den Pickup, unverändert lassen. Anpassungen an der Firmware sind für das neue Format aber auch nötig.

Für die Zukunft arbeitet Pioneer bereits an Versionen mit 10 Layern und 36 GByte pro Schicht sowie an 12 Layern mit 42 GByte pro Schicht. Bei Double-Sided-Discs sollen damit 720 und 1.008 GByte pro Blu-ray möglich sein.

Die neuen 256- und 512-GByte-Discs sollen als Archivmedium dienen, ähnlich wie die zur Blu-ray inkompatiblen Archival Discs von Sony und Panasonic. Zum Preis oder der Verfügbarkeit äußerte sich Pioneer bisher nicht.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Koto 17. Mai 2014

Man kann aber auch Festplatten vor löschen schützen. Schreibschutz oder per NTFS Rechte...

Anonymer Nutzer 16. Mai 2014

Neben der Rotationsgeschwindigkeit könnte die Laserdiode beim TÜV Probleme machen. ^^


Folgen Sie uns
       


Nepos Tablet - Hands on

Nepos ist ein Tablet, das speziell für ältere Nutzer gedacht ist. Das Gehäuse ist stabil und praktisch, die Benutzerführung einheitlich. Jede App funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit der gleichen Benutzeroberfläche.

Nepos Tablet - Hands on Video aufrufen
NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


    Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
    Job-Porträt Cyber-Detektiv
    "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
    Von Maja Hoock

    1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
    3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
    E-Mail-Verschlüsselung
    "90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

    Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
    Ein Interview von Jan Weisensee

    1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
    2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

      •  /