Fast offene ARM-Hardware

Wie bei vielen Chromebooks auch, steckt im Laptop von Pine64 ein ARM-SoC: Das Rockchip RK3399 wurde 2016 vorgestellt und besteht aus zwei schnellen Cortex-A72- und vier sparsamen Cortex-A53-Kernen, die Grafikeinheit ist eine Mali-T860MP4. Die Schemata für die verwendete Platine liegen offen, das System-on-a-Chip selbst wird größtenteils von Open-Source-Treibern unterstützt. Für das Bluetooth5/Wi-Fi-5-Subsystem gilt das nicht, da das AP6256-Modul mit Broadcom-Technik arbeitet und Closed-Source-Firmware nutzt. Für die Mali-Grafik wird der proprietäre ARM-Treiber genutzt.

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Mit 4 GByte LPDDR4-Arbeits- und 64 GByte eMMC-Festspeicher ist das Pinebook Pro aus x86-Sicht eher schwach ausgestattet, diese Kapazitäten entsprechen denen eines günstigen Laptops oder Detachables. Zwar ist der RAM auf der Rockchip-Platine verlötet, zumindest der eMMC aber lässt sich mit etwas Geschick aufrüsten (PDF) - Pine64 verkauft daher auch einen entsprechenden Baustein mit 128 GByte für doppelten Speicherplatz im Shop.

Ob das wirklich notwendig ist, muss jeder selbst entscheiden - das Betriebssystem belegt kaum Platz, laut System Monitor sind rund 50 der 64 GByte nicht belegt. Wer nicht selbst Hand an die eMMC legen will, kann sich auch den M.2-Adapter mitbestellen. Der wird per Flachbandkabel mit der Platine verbunden und nimmt M.2-2280/2260/2240/2230-Kärtchen auf. Vorsicht: Es muss eine SSD mit NVMe-Protokoll sein, denn Sata-Modelle werden nicht unterstützt. Ob die SSD mit x2- oder mit x4-Link arbeitet, ist wiederum egal - Hauptsache mit NVMe eben.

Wer vom NVMe-Drive booten möchte, muss erst das SPI flashen. Als Alternative zur eMMC oder einer NVMe-SSD bietet sich der Micro-SD-Kartenleser an, der von Haus aus bootbar ist. Pine64 verweist auf allerhand Images, die sich per Micro-SD-Karte auf dem Pinebook Pro verwenden lassen. Darunter fallen beispielsweise Android 7.1, Chromium, Fedora und Manjaro.

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Das auf unserem Gerät vorinstallierte Debian 9 (Stretch) wird mit dem eher spartanischen Mate-Desktop v1.16.2 ausgeliefert, was allerdings Geschmackssache ist. Direkt nach dem Booten sind weniger als 400 MByte Arbeitsspeicher gefüllt, was sich mit laufendem Browser schnell ändert. Pine64 liefert das Pinebook Pro mit Chromium und Firefox aus, wobei Letzterer bei bestehender Internetverbindung ständig abstürzte. Wir haben auf ein längeres Debugging verzichtet und uns stattdessen auf Chromium konzentriert.

Zwar ist auch Libreoffice 5.2 auf dem Pinebook Pro vorinstalliert, unser Alltag mit dem Gerät fand jedoch primär im Browser statt. Wie auch bei einem Chromebook üblich, lag der Fokus auf Web-Apps wie Twitter und auf Chromium-Erweiterungen für etwa Skype, hinzu kam Spotify als CLI-Version und testweise noch Visual Studio Code.

Das Rockchip RK3399 ist nicht das schnellste SoC, weshalb sich einige Seiten - große Nachrichtenportale oder Reddit - langsam aufbauen. Uns reichte die Geschwindigkeit nach einer Eingewöhnungszeit aus. Die Laufzeit mit dem 38-Wattstunden-Akku lag bei etwa acht Stunden mit On-Demand-Governor.

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 Pinebook Pro im Test: Der 200-US-Dollar-Linux-Laptop für BastlerAltes Debian ohne Standardtreiber 
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VaterAbraham 08. Mai 2020

Es gibt noch eine Distro, die aufs Peinbook ausgerichtet ist: Q4OS Mit Trinity-Desktop...

nedschlecht 01. Mai 2020

Die besten Bastelrechner sind die alten thinkpad serien. Habe einen T430 in dem selbst...

atomie 01. Mai 2020

ich mag die tuhl time videos ganz gerne, aber mit diesem hat er sich keinen gefallen getan.

7of9 30. Apr 2020

Habe schon auf dem PTU sehr ausführlich getest und ein paar Gefangene geärgert. Schön...



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