Pin und Aktivierungssperre: Apple erhöht Sicherheit von iOS und der Apple Watch
Apple führt bei iOS 9 längere Pin-Codes ein, mit denen die mobilen Geräte vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Wer TouchID verwendet, muss ein sechsstelliges Kennwort eingeben und die Apple Watch erhält die geforderte Aktivierungssperre.
Apple hat mitgeteilt, dass bei iOS 9 eine längere Pin-Code-Zahlenfolge erforderlich ist. Statt bisher vier müssen dann sechsstellige Zahlen als Alternative zur Freischaltung per Fingerabdruck (TouchID) hinterlegt werden. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Dieb oder unehrlicher Finder den Zugangscode errät, deutlich. Waren es vorher 10.000 mögliche Kombinationen, sind es nun 1 Million. Passcodes bleiben allerdings optional und Anwender können auch alphanumerische, längere Passwörter verwenden. Wer will, kann die Sicherheit zudem deutlich erhöhen und festlegen, dass die Daten des iOS-Geräts nach 10 Fehlversuchen gelöscht werden.
Die Änderungen betreffen nur die Modelle iPhone 5S, 6, 6 Plus, iPad Air 2 und iPad Mini 3.
Mit WatchOS 2.0 soll auch die Sicherheit der Apple Watch erhöht werden. Bisher verfügt diese nicht über eine Aktivierungssperre und der Befehl zum Löschen aller Daten kann ohne PIN-Eingabe gegeben werden. Das ändert sich mit WatchOS 2.0.
Wird derzeit der Seitenknopf der Apple Watch längere Zeit gedrückt, öffnet sich ein Menü für einen Geräteneustart. Dieses Menü erscheint auch dann, wenn die Smartwatch nicht entsperrt wurde und hier eigentlich erst eine PIN-Abfrage erscheinen müsste. Im Neustart-Menü ist dann nur noch ein Force-Touch erforderlich, um eine Option zu erreichen, mit der sich alle Daten auf der Uhr löschen lassen. Das Ganze klappt aber nur bei angeschlossenem Ladegerät. Wenn ein iOS-Gerät (ab iOS 7) in den Werkszustand versetzt wurde, lässt sich das Gerät erst wieder in Betrieb setzen, nachdem es mit der ursprünglichen Apple-ID verbunden wurde.
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