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Pilotprojekt mit Biosprit: Betankungsüberwachung laut BMW technisch möglich

Klimaneutrale Kraftstoffe sollen neue Verbrenner nach 2035 ermöglichen. Laut BMW lässt sich die Betankung über einen Datenabgleich überwachen.
/ Friedhelm Greis
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Wie lässt sich nachweisen, dass ein Auto nur E-Fuels getankt hat? (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Wie lässt sich nachweisen, dass ein Auto nur E-Fuels getankt hat? Bild: Sean Gallup/Getty Images

Der Autohersteller BMW hat nach eigenen Angaben erfolgreich ein System zum Überwachung von Tankvorgängen getestet. Damit soll es künftig möglich sein, eine neue Fahrzeugkategorie einzuführen, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben und als VEEF (Vehicles operating Exclusively with Eligible Fuels) bezeichnet werden soll, teilte das Unternehmen am 25. September 2026 mit(öffnet im neuen Fenster).

Das Pilotprojekt steht im Zusammenhang mit der geplanten Überarbeitung der europäischen CO2-Flottenregulierung. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob Verbrenner-Pkw nach dem Jahr 2035 noch neu zugelassen werden dürfen. Deutschland setzt sich seit dem Jahr 2023 dafür ein, dass eine Zulassung von Verbrennern möglich bleibt, wenn diese ausschließlich mit klimaneutralem Kraftstoff betankt werden.

Wie kann eine Betankungsüberwachung funktionieren?

Unbeschadet von der Frage, ob bis 2035 überhaupt genügend klimaneutrale Kraftstoffe wie E-Fuels zur Verfügung stehen, müssten die Fahrzeuge dann über eine Art Betankungsüberwachung verfügen.

Dies will BMW nun nachgewiesen haben. Dazu betreibt BMW nach eigenen Angaben seit Oktober 2025 eine Test- und Demoflotte, die den Kraftstofftyp HVO100 einsetzt. Dieser soll zu 100 Prozent aus wasserstoffbehandelten Pflanzenölen (engl. Hydrotreated Vegetable Oils, HVO) bestehen. Allerdings gibt es Spekulationen, dass der angeblich fortschrittliche Biodiesel auf Basis von chinesischen Altfetten teilweise aus umetikettiertem Palmöl stammt.

Laut BMW erfolgt der Nachweis der Tankvorgänge dadurch, dass die Daten zum Tankvorgang aus dem Fahrzeug mit den Daten aus dem Bezahlsystem des Fahrzeugbetreibers abgeglichen werden. So könne "lückenlos nachvollzogen werden, welchen Kraftstoff das Fahrzeug getankt hat". Das bedeutet in der Praxis jedoch, dass sämtliche Hersteller mit VEEF-Fahrzeugen Zugriff auf die Tankvorgänge mit E-Fuels haben müssten.

Bosch überwacht den Verbrennungsvorgang

Eine andere technische Lösung verfolgt der Automobilzulieferer Bosch. Dessen Motorensteuerung soll aus den gesammelten Daten bei der Verbrennung ermitteln, ob es sich beim getankten Treibstoff um biogenes Benzin handelt oder nicht. Dazu startete Bosch im Juli 2026 zusammen mit BMW, Toyota und Repsol ebenfalls ein Pilotprojekt. 20 Fahrzeuge sollen in Spanien ein halbes Jahr ausschließlich mit Nexa 95, einem Biokraftstoff der zweiten Generation, unter Realbedingungen betrieben werden.

Bei einem Treffen mit Verkehrsstaatssekretär Christian Hirte in Eisenach forderten Vertreter der Autoindustrie und des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die Einführung der neuen Fahrzeugkategorie VEEF. "Dadurch könnten die CO2-Einsparungen solcher Kraftstoffe künftig auch im Neufahrzeugmarkt berücksichtigt werden und Investitionen für die Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen langfristig abgesichert werden", schrieb BMW. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass solche Kraftstoffe vor allem in der Schiff- und Luftfahrt benötigt würden, da batterieelektrische Lösungen in diesen Bereich noch nicht verfügbar seien.


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