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Pilotprojekt in der Produktion: BMW bringt humanoide Roboter nach Leipzig

Der Autohersteller BMW startet ein Pilotprojekt für humanoide Roboter in der Produktion. Es geht um ermüdende und millimetergenaue Arbeit.
/ Friedhelm Greis
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BMW testet den humanoiden Roboter Aeon in Leipzig. (Bild: BMW)
BMW testet den humanoiden Roboter Aeon in Leipzig. Bild: BMW

Der Münchner Autohersteller BMW testet in seinem Leipziger Werk erstmals in Europa den Einsatz humanoider Roboter. Während des Tests und später in der Pilotphase solle der Roboter Aeon des Unternehmens Hexagon Robotics in der Montage von Hochvoltbatterien und in der Komponentenfertigung zum Einsatz kommen, teilte BMW am 28. Februar 2026 mit(öffnet im neuen Fenster) . Ziel des Projekts sei es, humanoide Robotik in die bestehende Serienproduktion von Automobilen zu integrieren und Einsatzmöglichkeiten zu erproben.

Der Mitteilung zufolge lassen sich an den menschenähnlicher Korpus von Aeon verschiedenste Hand- und Greifelemente oder Scan-Werkzeuge flexibel andocken. Der Roboter bewege sich auf Rollen und sei dynamisch einsetzbar.

Laut BMW erfolgten erste Tests mit humanioden Robotern bereits im US-amerikanischen Werk in Spartanburg. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Figure AI habe sich gezeigt, dass sogenannte körperliche KI (engl.: Physical AI) einen messbaren Mehrwert leisten könne. "Innerhalb von zehn Monaten unterstützte der Roboter Figure 02 die Produktion von mehr als 30.000 BMW X3 und arbeitete dabei täglich von Montag bis Freitag in einer 10-Stunden-Schicht" , heißt es in der Mitteilung.

Präzises Arbeiten möglich

Dabei habe Figure 02 die präzise Entnahme und Positionierung von Blechteilen für den Schweißprozess übernommen. Diese Aufgabe stellte hohe Anforderungen an Geschwindigkeit und Genauigkeit und sei gleichzeitig körperlich ermüdend. Insgesamt habe Figure 02 mehr als 90.000 Bauteile bewegt und in rund 1.250 Betriebsstunden etwa 1,2 Millionen Schritte zurückgelegt.

Das Pilotprojekt bestätigte demnach, "dass humanoide Roboter präzise, wiederholgenaue Arbeitsschritte – etwa das millimetergenaue Positionieren von Komponenten – sicher ausführen können" . Der Einsatz der Roboter sei bei den Mitarbeitern auf großes Interesse gestoßen und habe sich im Projektverlauf zu einem selbstverständlichen Teil des Arbeitsalltags entwickelt.


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