Pilot: Deutsche Telekom will Trenching für Glasfaser ausprobieren
Die Deutsche Telekom will die Verlegeart des Trenchings für Glasfaser in Deutschland ausprobieren. Das Verfahren verspricht schnelles und kostengünstiges Verlegen von Glasfaserkabeln gerade für FTTH. Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Generell finden wir den Einsatz von Trenching durchaus interessant und wollen die Technik gemeinsam mit einer Gemeinde testen. Schließlich sind es die Kommunen, die der Technik zustimmen müssen."

Es gebe dabei aber einige rechtliche und technische Herausforderungen: Bisher gehöre Trenching nicht zu den etablierten Verlegeverfahren, die die Telekom anwenden könne. Blank: "Bei Micro-Trenching etwa wird die Glasfaser in einer so geringen Tiefe verlegt, dass es zu Problemen kommen könnte. So ist nicht gesichert, dass durch das Füllmaterial nicht Frostschäden an den Straßen entstehen."
Darüber hinaus müssten die Baumaterialien der Straßen berücksichtigt werden. Bei Oberflächen wie Pflaster oder Platten sei Trenching, was eine Art Fräsen ist, nicht möglich. Laut Telekom funktioniert dies nur bei Teerdecken. "Durch den Piloten wollen wir weitere Erkenntnisse gewinnen. Gegebenenfalls können dann Formulierungen für die technischen Normen vorgeschlagen werden, um den generellen Einsatz von Trenching beim Breitbandausbau zu ermöglichen" , sagte Blank.
Das Unternehmen Deutsche Glasfaser wurde in den Medien im Zusammenhang mit Trenching genannt. Das Unternehmen fräst jedoch nicht, sondern arbeitet nach eigenen Angaben "mit einer mindertiefen offenen Verlegetechnologie von 20 Zentimetern Breite und 40 Zentimetern Tiefe" , verlegt das Glasfaserkabel und verschließt die Baustelle. Deutsche Glasfaser ist bisher in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bayern und Niedersachsen aktiv. Aktivitäten in weiteren Bundesländern sind geplant.
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