Abo
  • Services:

Pillars of Eternity: Der Erbe von Baldur's Gate

Mehr Baldur's Gate und Icewind Dale geht auf absehbare Zeit nicht: Im Video bei Golem.de erklärt Chefdesigner Josh Sawyer das Rollenspiel Pillars of Eternity.

Artikel veröffentlicht am ,
Pillars of Eternity
Pillars of Eternity (Bild: Obsidian Entertainment)

"Stelle dich in einen nur rudimentär umgebauten Frachtcontainer am Rande einer Messe in Köln und erkläre drei Tage lang im Halbstundentakt der Presse dein aktuelles Projekt!": Jeder halbwegs normale Rollenspieler würde bei einer derartigen Quest die Escape-Taste drücken. Josh Sawyer von Obisidian Entertainment hat zumindest bis zum Ende des ersten Tages wacker durchgehalten und dann auch Golem.de im Video das Werk vorgestellt, für das er als Chefdesigner die Hauptverantwortung trägt: Pillars of Eternity.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Karlsruher Institut für Technologie, Eggenstein-Leopoldshafen

Allerdings ist Sawyer deutlich anzumerken, dass er mit dem Ergebnis auch durchaus zufrieden ist. Immerhin betont er gleich zu Beginn der Präsentation die Verwandtschaft zu Klassikern wie Baldur's Gate und Icewind Dale. Selbst beim Umfang vergleicht Sawyer sein kommendes Werk mit den großen Vorbildern: "Wir konnten Pillars of Eternity noch nicht am Stück durchspielen, aber wir müssen ziemlich genau zwischen Baldur und Icewind liegen" - was wohl so um die 40 bis 50 Stunden bedeuten dürfte.

Auch spielerisch orientiert sich Sawyer an den Klassikern: "Wir haben drei Pfeiler, nämlich das Erkunden von Umgebungen, eine packende Handlung und Kämpfe mit taktischer Tiefe", so der Designer. Bei der Charaktergenerierung schien uns Pillars of Eternity sogar noch mehr Möglichkeiten zu bieten. Spieler wählen nicht nur zwischen sechs Völkern wie Elfen, Zwergen oder Menschen sowie sechs Attributswerten wie Stärke und Geschicklichkeit. Sie legen auch in mehreren Kategorien genau fest, welchen kulturellen und geschichtlichen Hintergrund jede der Figuren hat - was sich laut Sawyer zwar nicht stark, aber eben doch spürbar im Spiel selbst auswirken soll.

Anhand einer Quest hat er zusammen mit dem Lead Programmer dann weitere Funktionen vorgeführt. In dem Auftrag ging es darum, einen Oger namens Korgrak zu finden und auszuschalten. Ähnlich wie in den schon genannten Vorbildern führt der Spieler dazu Multiple-Choice-Gespräche und reist in unbekannte Gebiete, in denen es zuerst zum Angriff von Steinkäfern und dann zur Attacke von Riesenspinnen kam.

Beides waren keine besonderen Gegner, aber trotzdem haben sich recht lange und komplexe Kämpfe entsponnen. Und das, obwohl Obsidian auf der Gamescom aus Zeitgründen im einfachsten von vier Schwierigkeitsgraden angetreten ist - "der höchste ist wirklich extrem herausfordernd", so Sawyer. Statt die Kämpfe wie in einem Echtzeit-Strategiespiel ablaufen zu lassen, hat sein Kollege vor jedem Zug die Leertaste gedrückt und individuelle Befehle erteilt.

Irgendwann stand der fünfköpfige Heldentrupp dann vor dem Oger Korgrak, und nach einem kurzen Dialog folgte der finale Kampf. Der Spieler sorgte mit magischen Fesseln dafür, dass sich der Oger kaum bewegen konnte, der Priester verstärkte mit Buffs die Kampfkraft der Truppe, der Schurke machte sich bereit für eine besonders starke Schleichattacke - aber da lag Korgrak dann auch schon im staubigen Boden.

Die Grafik von Pillars of Eternity macht übrigens einen etwas durchwachsenen Eindruck: Während viele Menüs und Porträts sehr schön gezeichnet sind, wirken einige Umgebungen - etwa die Ogerhöhle - etwas trist und leer. Wie das über das ganze Spiel wirkt, muss sich zeigen.

Das ursprünglich über Kickstarter finanzierte Pillars of Eternity eröffnet am 18. August 2014 für einige der Unterstützer einen Betatest. Wenn alles glattgeht, soll das Programm noch vor Ende 2014 für Windows-PC, Mac OS und Linux (Ubuntu) erscheinen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,98€
  2. 29,99€
  3. 77,00€
  4. 0,00€

Endwickler 21. Aug 2014

Aussagen werden aber zum fertigen Produkt gemacht und nicht zur Demo. Eine Demo ist nur...

Gungosh 15. Aug 2014

+4 mit Content gewürzt: Schade, dass es keinen größeren Markt für RP gibt, das sich auch...

tibrob 15. Aug 2014

Bring mal die Dame der Schmerzen so richtig auf die Palme, dann stirbt auch der...


Folgen Sie uns
       


Youtube Music - angeschaut

Wir haben uns das neue Youtube Music angeschaut. Davon gibt es eine kostenlose Version mit Werbeeinblendungen und zwei Abomodelle. Youtube Music Premium ist quasi der Nachfolger von Googles Play Musik. Das Monatsabo für Youtube Music Premium kostet 9,99 Euro.

Youtube Music - angeschaut Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. WLTP VW kann Elektro- und Hybridautos 2018 nicht mehr verkaufen
  2. Elektroautos Daimler-Betriebsrat will Akkuzellen aus Europa
  3. Elektromobilität Elektrisches Surfboard Rävik flitzt übers Wasser

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /