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Picobug: Laufen benötigt weniger Energie als Fliegen
Picobug: Laufen benötigt weniger Energie als Fliegen (Bild: Universität von Pennsylvania/Screenshot: Golem.de)

Picobug: Ein Quadrocopter, der laufen kann

Picobug: Laufen benötigt weniger Energie als Fliegen
Picobug: Laufen benötigt weniger Energie als Fliegen (Bild: Universität von Pennsylvania/Screenshot: Golem.de)

Wer vor einem hohen Hindernis steht, wünscht sich, darüber hinwegfliegen zu können. Genau das vermag Picobug: Der Miniroboter läuft nicht nur, er fliegt auch.

Er sieht aus wie ein Quadrocopter - aber der Picobug kann nicht nur fliegen. Er läuft auch, und bald wird er noch fest zupacken können. Vorbild für den multifunktionalen Miniroboter ist ein Hirschkäfer.

Picobug ist ein Miniquadrocopter, dem Forscher des General Robotics, Automation, Sensing and Perception Laboratory (Grasp Lab) der Universität von Pennsylvania in Philadelphia Beine gebaut haben: Sie haben ihn mit dem Chassis der robotischen Küchenschabe Dynamic Autonomous Sprawled Hexapod (Dash) ausgestattet.

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Das Chassis wird ausgeklappt

Das Chassis mit vier Beinen und acht Füßen wird in einem Verfahren mit der Bezeichnung Popup CAD hergestellt: Es besteht aus einem 2D-Bogen, der mit einem Laser geschnitten wird. Dann wird das Chassis in eine dreidimensionale Form gedrückt - ähnlich wie sich eine Figur in einem Aufklappbilderbuch aufstellt.

Angetrieben werden die Beine von einem einzigen Motor. Insgesamt wiegt der Picobot 30 Gramm. Der Roboter soll, so stellen es sich die Entwickler um Vijay Kumar vor, in erster Linie laufen, weil Laufen weniger Energie verbraucht als Fliegen - beim Laufen nimmt er 0,6 Watt auf, im Flug 10,6 Watt.

Der Käferroboter bekommt einen Greifer

Der Roboter soll noch um einen Greifer erweitert werden. Damit soll der Picobug Objekte mit einer Größe bis 6 Millimeter und einem Gewicht von 1 bis 2 Gramm heben. Um größere und schwerere Objekte zu transportieren, sollen sich mehrere Picobugs als Schwarm zusammentun.

Einsatzmöglichkeiten sehen die Entwickler in erster Linie in der Erkundung. "Weil er so klein ist, kann der Picobug Umgebungen erkunden, die andere Roboter nicht betreten können", sagt Yash Mulgaonkar aus dem Entwicklerteam dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Dabei sei seine Fähigkeit, zwischen Krabbeln und Fliegen zu wechseln, von Vorteil: So könne er etwa Hindernisse überfliegen. Dabei sei er auch in der Lage, seinen Weg und die Fortbewegungsart so zu anzupassen, dass sein Einsatz sehr lange dauere.

Picobug muss nicht nach Hause zurückkehren

Einen Rückweg muss er dabei nicht unbedingt einplanen: "Wegen seines kostengünstigen Designs ist er schließlich ideal für Anwendungen, bei denen der Roboter nicht in der Lage sein wird, seine Aufgabe zu erfüllen und dann nach Hause zurückzukehren", sagt Mulgaonkar.

Das Team des Grasp Lab will seinen Picobug auf der International Conference on Robotics and Automation (ICRA) vorstellen. Die Konferenz findet vom 16. bis 21. Mai 2016 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm statt.


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