Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Picasso für Sockel AM4: AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

E3 2019
Bei den Ryzen 3000G alias Picasso für den Sockel AM4 erhöht AMD den Takt und verlötet beim Topmodell den Metalldeckel für niedrigere Temperaturen. Der 3400G-Chip ist zudem nominell günstiger als sein Vorgänger.
/ Marc Sauter
15 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein bisheriger Ryzen 5 2400G alias Raven Ridge (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Ein bisheriger Ryzen 5 2400G alias Raven Ridge Bild: Marc Sauter/Golem.de

AMD hat die Ryzen 3000G alias Picasso für Desktop-PCs angekündigt, bisher gab es die Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit nur für Notebooks. Die Picasso, genauer der Ryzen 5 3400G und der Ryzen 3 3200G, folgen auf die bisherigen Raven Ridge wie den Ryzen 5 2400G (Test). Erneut sind die Chips für den Sockel AM4 ausgelegt, nach einem Firmware-Update sollten also alle bisherigen Platinen mit 300er/400er-FCH mit den Neulingen zurechtkommen.

Grundsätzlich handelt es sich bei Picasso wie gehabt um Quadcores mit Zen-Architektur und integrierter Vega-Grafikeinheit mit bis zu elf Compute Units, sprich 704 Shader-Kernen. Weil AMD die Prozessoren aber im 12LP- statt im 14LPP-Verfahren bei Globalfoundries produzieren lässt, steigen die Frequenzen: Der 3400G läuft mit 3,7 GHz bis 4,2 GHz statt mit 3,6 GHz bis 3,9 GHz und die Vega 11 schafft nun immerhin bis zu 1,4 GHz anstelle von bis zu 1,25 GHz.

Ebenfalls neu: AMD liefert den Ryzen 5 3400G mit dem Wraith Spire (95W)(öffnet im neuen Fenster) statt mit dem Wraith Stealth (65W) aus, der Boxed-Kühler ist also leistungsstärker. Zudem hat sich der Hersteller dazu entschieden, den Chip mit dem Heatspreader zu verlöten statt wie bisher Wärmeleitpaste zwischen Prozessor und Metalldeckel zu verwenden – das sollte die Temperatur noch weiter verringern. Die war bisher zwar kein Problem, die höheren Frequenzen könnten aber gestiegene Spannungen erfordern.

Preislich setzt AMD den Ryzen 5 3400G bei 150 US-Dollar vor Steuern an, den Ryzen 3 3200G bei 100 US-Dollar. Zumindest ein Vorgänger – der 2400G – kostet laut Liste mit 170 US-Dollar etwas mehr, hierzulande sind es derzeit knapp 120 Euro. Die beiden Picasso-Prozessoren sollen ab dem 7. Juli 2019 verfügbar sein.

Spezifikationen von AMDs Ryzen 3000G (Picasso) *14 nm Raven
KerneL3$TaktiGPUSpeichercTDPLaunch-Preis
Ryzen 5 3400G4 + SMT4 MByte3,7 bis 4,2 GHzVega 11 @ 1,4 GHzDDR4-293365W (45W)150 USD (160 Euro)
Ryzen 3 3200G44 MByte3,6 bis 4,0 GHzVega 8 @ 1,25 GHzDDR4-293365W (45W)100 USD (110 Euro)
Athlon 3000G*2 + SMT4 MByte3,5 GHzVega 3 @ 1,2 GHzDDR4-266735W50 USD (53 Euro)
Spezifikationen von AMDs Ryzen 2000G (Raven Ridge)
KerneL3$TaktiGPUSpeichercTDPLaunch-Preis
Ryzen 5 2400G4 + SMT4 MByte3,6 bis 3,9 GHzVega 11 @ 1,25 GHzDDR4-2933 65W (45W)170 USD (170 Euro)
Ryzen 3 2200G44 MByte3,5 bis 3,7 GHzVega 8 @ 1,1 GHzDDR4-2933 65W (45W)100 USD (100 Euro)
Athlon 240GE2 + SMT4 MByte3,5 GHzVega 3 @ 1,1 GHzDDR4-266735 Watt75 USD (75 Euro)
Athlon 220GE2 + SMT4 MByte3,4 GHzVega 3 @ 1,1 GHzDDR4-266735 Watt65 USD (65 Euro)
Athlon 200GE2 + SMT4 MByte3,2 GHzVega 3 @ 1,1 GHzDDR4-266735 Watt55 USD (55 Euro)
Ryzen with Radeon Vega (Raven Ridge) – Test
Ryzen with Radeon Vega (Raven Ridge) – Test (01:51)

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von AMD hin am Tech Day in Los Angeles teilgenommen, die Reisekosten wurden gänzlich von AMD übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


Relevante Themen