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Picade (Mini): Raspberry Pi als Minispielautomat

Ein britisches Unternehmen macht Kleinstcomputer zu Minispielhallenautomaten mit leuchtenden Joysticks. Die beiden Gehäuse Picade und Picade Mini werden voraussichtlich nicht nur Raspberry-Pi -Boards beherbergen können.
/ Christian Klaß
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Mit Picade wird ein Raspberry Pi zum Arcade-Automaten. (Bild: Kickstarter/Pimoroni)
Mit Picade wird ein Raspberry Pi zum Arcade-Automaten. Bild: Kickstarter/Pimoroni

Picade und Picade Mini(öffnet im neuen Fenster) sind zwei Spielhallenmaschinen nachempfundene Gehäuse für kleine Computerplatinen wie den Raspberry Pi. Insbesondere der günstige Raspberry Pi , eigentlich entworfen als Mikrocomputer für Lernprojekte, erfreut sich bei Retrogamern großer Beliebtheit, da er genügend Leistung für die Emulation von Spieleklassikern aus der 8-Bit- und 16-Bit-Ära mit sich bringt.

Pimoroni Picade – Trailer (Kickstarter)
Pimoroni Picade – Trailer (Kickstarter) (02:52)

Beide in Einzelteilen gelieferten Picade-Gehäuse verfügen über einen Joystick, vier (Picade Mini) bis sechs Druckknöpfe, Verstärker, Lautsprecher und Halterungen sowie Treiberboards für die mitgelieferten LCD-Panels. Zum Zusammenbau werden laut Pimoroni lediglich Schraubendreher und eine Kombizange benötigt – gelötet werden muss nicht. Etwa eine Stunde soll der Zusammenbau dauern.

Joystick und Buttons sind beleuchtet; die integrierten LEDs lassen sich über die GPIO-Schnittstelle programmieren. Das Picade Mini wird mindestens mit einem LC-Display mit 8-Zoll- und das Picade mindestens eines mit 12-Zoll-Bilddiagonale geliefert. Wird gerade nicht gespielt, können der Picade und der Picade Mini als externe VGA-Bildschirme verwendet werden.

Erstes Kickstarter-UK-Projekt

Picade ist das erste Projekt, das beim neuen britischen Kickstarter an den Start gegangen(öffnet im neuen Fenster) ist – Kickstarter-Nutzer bekommen das aber nur an den Pfund-Preisen neben den Unterstützungsoptionen mit. Hinter dem Projekt steckt das 2012 gegründete britische Unternehmen Pimoroni(öffnet im neuen Fenster) , das bereits Produktionserfahrungen gesammelt hat; das Startup stellt das farbenfrohe Raspberry-Pi-Gehäuse Pibow(öffnet im neuen Fenster) her, von dem weltweit bereits über 15.000 Stück verkauft worden sein sollen.

Die Basisfinanzierung von Picade und Picade Mini ist bereits erreicht(öffnet im neuen Fenster) : Anstelle der angepeilten rund 33.000 britischen Pfund – umgerechnet etwa 41.000 Euro – sind wenige Tage nach dem Start bereits über 46.000 Pfund erreicht. Das Geld soll unter anderem in bessere Fertigungsmaschinen gesteckt werden.

Ab etwa 49.000 Pfund kommen Verzierungen im Retro-Look hinzu und ab knapp 66.000 Pfund will das Team auch andere Platinen wie etwa das Beaglebone, Pandaboard sowie PC-Mainboards im Mini-ITX-Format mit seinen beiden Gehäusen unterstützen.

Im Moment befinden sich die Picade-Gehäuse im Prototyp-Stadium und sollen noch weiter verbessert werden. Die Auslieferung der ersten hundert Picade- und Picade-Mini-Bausätze an Kickstarter-Unterstützer ist für Februar 2013 geplant. Im März und April 2013 folgen dann weitere Lieferungen an Unterstützer – und schließlich der reguläre Verkauf.


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