Pi Camera V2: Neues 8-Megapixel-Kameramodul für den Raspberry Pi

Die Macher des Raspberry Pi haben das neue Pi-Camera-Board V2(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Es basiert auf dem CMOS-Bildsensor IMX219PQ von Sony(öffnet im neuen Fenster) . Der Sensor liefert eine Bildauflösung bis 8 Megapixeln (3.280 x 2.464 Pixel) und soll eine deutlich bessere Farbqualität als das Vorgängermodell liefern. Auch der Bildwinkel soll einige Grad größer sein. Wie der Vorgänger wird das Kameramodul in einer Infrarotvariante angeboten.
Im Gegensatz zu klassischen USB-Webcams wird das Kameramodul über die CSI-Schnittstelle des Raspberry Pi direkt mit der Grafikeinheit des Prozessors verbunden und darüber verarbeitet. Davon profitieren vor allem Videoaufnahmen. Videos mit einer Auflösung von 1080p sollen mit 30 fps, 720p mit 60 fps aufgenommen werden können, 640 x 480 Pixel mit bis zu 90 fps. Die HDR-Funktion des Sensors kann nicht verwendet werden.


Das neue Kameramodul wird nach einem Raspbian-Update auch von den beiden distributionseigenen Werkzeugen raspistill für Fotoaufnahmen und raspivideo für Videoaufnahmen unterstützt. Der V4L2-Treiber wurde ebenfalls angepasst. Softwareseitig soll es in der Verwendung des neuen Moduls keine Änderungen geben, lediglich die höheren Bildauflösungen müssen berücksichtigt werden.
Die Abmaße des Kameramoduls sind mit 25 x 23 mm identisch mit dem Vorgänger, wie auch die Position der Bohrlöcher. Das gilt auch für den Preis des Moduls, sowohl die reguläre als auch die Infrarotvariante kosten in Deutschland zwischen 25 und 30 Euro. Unter anderem werden sie bereits von RS Components(öffnet im neuen Fenster) und Element 14(öffnet im neuen Fenster) gelistet.
Das vorherige Modell der Pi Camera wurde eingestellt, da der verbaute 5-Megapixel-Sensor Omnivision OV5647 bereits seit Ende 2014 nicht mehr produziert wird. Noch im Handel verfügbare Exemplare werden zum Teil schon deutlich verbilligt angeboten.



