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Physik: Die Informationskatastrophe

Die Menschheit produziert zur Zeit jährlich etwa 10 hoch 21 Bits an Informationen. Was passiert, wenn sich das weiter steigert?

Artikel veröffentlicht am , Boris Mayer
Datenwolke
Datenwolke (Bild: Flickr/CC-BY 2.0)

Der Mathematiker und Physiker Melvin M. Vopson hat sich für das American Institute of Physics (AIP) angeschaut, was geschieht, wenn die Menschheit ständig weiter steigende Mengen an Informationen produziert und diese auch komplett für die Nachwelt erhalten wollen würde.

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Dabei nimmt er eine jährliche Steigerungsrate von 20 Prozent mehr Informationen im Jahr an. Derzeit werden jährlich etwa 10 hoch 21 Bits an Informationen von menschen produziert. In etwa 350 Jahren hätten wir dann circa 1050 Bits an Daten produziert - mehr Bits, als es Atome auf der Erde gibt. Allerdings bräuchte man für die Produktion der Daten im dreihundertsten Jahr bereits eine größere Menge an Energie, als heute weltweit pro Jahr verbraucht wird - 18,5 × 1015 Watt. Und nach Äquivalenz von Masse und Energie bestünde nach etwa 500 Jahren die Hälfte der Masse der Erde aus den angehäuften Informationen.

Aus diesem Grund könne man, so schreibt Vopson, durchaus "neben den bestehenden globalen Herausforderungen wie Klima, Umwelt, Bevölkerung, Ernährung, Gesundheit, Energie und Sicherheit" von einem "weiteren einzigartigen Ereignis für unseren Planeten" sprechen, "das als Informationskatastrophe bezeichnet wird".

Dass die Daten überhaupt vorgehalten würden, begründet er mit der heutigen Sicht auf digitale Daten. "Tatsächlich sind digitale Informationen ein wertvolles Gut und das Rückgrat einiger der größten Hightech-Unternehmen der Welt", schreibt er dazu.

Aber es sei davon auszugehen, erklärt Vopson weiter, dass veraltete Informationen immer wieder gelöscht würden. Deshalb könne man annehmen, dass die Wachstumsrate pro Jahr netto nur ein Prozent betragen könnte. Aber selbst dann wäre die Datenmenge von 1050 Bits nach etwa 6.000 Jahren erreicht. Diese Zahl sei deshalb wichtig, weil selbst dann, wenn ein einziges Bit zu speichern nur noch das Volumen einem Atoms erfordere, der Informationsspeicher größer sei als die Erde - die ja aus 1050 Atomen besteht. "Dies führt zu dem, was wir als Informationskatastrophe definieren", schreibt Vopson.

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CraWler 14. Aug 2020

Also, da dürfte das Gelaber auf Facebook und die Schwurbelvideos auf Youtube wesentlich...

johnsonmonsen 14. Aug 2020

Das Problem lässt sich bei Zeiten dadurch hinauszögern, dass man sich der Fülle an...

Dakkaron 14. Aug 2020

Ja, aber die ursprüngliche Berechnung ist sinnlos. Ein Kind wächst im ersten Lebensjahr...

dark_matter 14. Aug 2020

https://www.spiegel.de/geschichte/peinliche-prognosen-a-950117.html https://www...

GwhE 13. Aug 2020

Anscheinend fehlt es kreativität (oder der telegram artikel hat das forum dermaßen runter...


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